Träumerle

Der Blog zur Aue

Archiv: März 2010

Nofretete

Vor Monaten habe ich zum ersten Mal von einem betörenden Pflänzchen gehört. Es soll schön sein, es soll duften, es soll Harmonie verbreiten – und dann dieser Name: Flower of Change – noch nie was davon gehört. Der Wolfgang und die bigi haben mich dann aufgeklärt und ihre Pflanzen vorgestellt. Alle hatten eine – nur ich noch nicht. Also entschloss ich mich, einem kleinen Ableger ein neues Zuhause zu geben. Man bekommt sogar eine richtige Patenschaft und kann sich den Namen aussuchen. So kam meine kleine „Nofretete“ zu mir – wunderschön, zart, sie macht ihrem großen Namen alle Ehre. Nur einen klitzekleinen Makel hat sie – ein kleines Löchlein in einem ihrer Blätter. Wahrscheinlich ist dies durch eine Druckstelle beim Transport passiert. Seit ich sie eingetopft habe, wächst sie und wächst und bekommt neue Blätter und Triebe. Und wenn ich vorsichtig über ihre Blätter streiche, duftet sie wirklich ganz betörend. Ihr könnt euch gern hier informieren und vielleicht gehen bald viele kleine Pflänzchen auf die Reise – wer weiß.

                        

Ich wünsche euch einen angenehmen Start in die neue Woche. Bei uns hat es geschneit. Ich will Frühling und gehe heut in den Blumenladen und hol ihn mir nach Hause. Dann gibt es morgen wieder etwas Buntes bei mir zu sehen.

Liebeskummer

Mein Johnny leidet, er hat Liebeskummer. Seit Tagen duftet irgendeine Hündin in der Nachbarschaft unwiederstehlich gut und bringt damit sämtliche Rüden im Umkreis um den Verstand. Es ist schlimm mit anzusehen. Er frisst kaum, sitzt immer nur auf seinem „Ausguck“ – dem Sofa – und starrt zum Fenster raus. Geht es dann auf zur Runde, zieht und zerrt er an der Leine und mir fast den Arm raus. Er schaut mich so traurig an! Gibt es vielleicht im näheren Umfeld eine Dame in seiner Größe, mit der er für Nachwuchs sorgen darf? Er würde das gern übernehmen! Liebe Hündinnen-Besitzer – bitte meldet euch! Es ist für einen guten Zweck 🙂

    

Aber erst einmal muss er nur davon träumen. Und genau wie sein Frauchen – das Träumerle – träumt Johnny gern und überall. Auf dem Sofa, im Sessel, in seinem Schaumstoff-Häuschen in der Stubenecke, in seinem Körbchen im Korridor – nur nicht in seiner Hütte im Garten. Da weiß er überhaupt nicht, was er da drinnen soll. Auch im Sommer bei Hitze kriecht er lieber unter den Geräteschuppen. Komisch. Ich hatte gehofft, er könnte im Sommer auch mal im Garten schlafen. Aber nein – der Herr möchte lieber rein und in der Stube kuscheln. Kleine Schnuffimaus.

                        

Er glaubt wirklich, all die schönen neuen Sofakissen hätte ich nur für ihn gekauft. Egal was ich versuche, auf ihnen schläft er sooo gern und kann nicht verstehen, dass Frauchen das gar nicht mag. Sie kommt dann immer mit so einem großen Gerät und kämpft mit dem, bis alles wieder sauber ist. 

                        

Ich wünsche euch allen ein sonniges Wochenende. Ich lass mich überraschen, wieviel Schnee uns nun noch einmal zugeteilt wird. Wir lesen uns dann hoffentlich am Montag wieder, bleibt gesund und genießt die freien Stunden.

Nachtrag: Mühle und Viadukt

Nachdem ich euch gestern nur so schnell durch die Aue geführt habe, gibt es heut noch ein paar Bilder und Fakten. Die Stadtmühle ist – oder besser gesagt war – eine Wassermühle, zu ihr hin wird von der Pulsnitz aus ein Wassergraben – der „Mühlgraben“ – geleitet. Das Wehr befindet sich einige hundert Meter weiter. Am 27.04.1982 ist sie bei einem Brand schwer zerstört worden und fristet seither ihr Dasein als Ruine. Im vorderen Bereich – dem Wohntrakt – wohnen noch die Besitzer. Leider ist letzten Sonntag der „Müller“ verstorben.  Außer den äußeren Wänden ist nicht mehr viel übrig, deshalb kann ich keine spektakulären oder tollen Bilder dazu zeigen. Von meinem Wohnzimmerfenster aus kann ich direkt hinüber schauen und sehe abends das Licht brennen. Als unsere Kinder noch klein waren habe ich ihnen in der Weihnachtszeit immer erzählt, dass dort bei den kleinen Lichtern die Heinzelmännchen des Weihnachtsmannes gerade unterwegs sind und nach den Kindern schauen. Das hat super funktioniert!

                                                                

                        

                        

Gegenüber der Mühle quer über die Wiese steht das Eisenbahnviadukt. Es ist 15 m hoch, 214,5 m lang und hat ein Gewicht von 526,6 Tonnen. Beim Bau der Eisenbahnstrecke ab dem Jahr 1898 entschied man sich für ein im Bogen liegendes Gerüstpfeilerviadukt. Am 30.09.1899 wurde die Bahnstrecke eröffnet. Seit ca. 15 Jahren ist der Verkehr eingestellt, Züge fahren nur noch bis zum Hauptbahnhof in Königsbrück. Ich kann nicht sagen, was aus dem Viadukt vielleicht mal werden soll.

                        

Im Viadukt selbst befindet sich ein Versteck (es ist auf der Collage mit zu sehen). Hat von euch schon mal jemand was vom Suchspiel Geocaching per GPS-Daten im Internet gehört? Mein Sohn hat letztes Jahr zum Geburtstag ein Wander-Navigationsgerät bekommen, weil er so gern durch die Gegend stöbert. Er ist im Internet auf dieses Spiel gestoßen und es macht Riesenspaß. Ich selbst habe beim Suchen geholfen – ICH habe es gefunden! Auf dem Scheibischen Berg – den ich später mal vorstellen werde – gibt es auch eins. Also wer von euch Erfahrung damit hat, kommt her und sucht!

Erster Anlauf

Da der Frühling nicht mehr weit sein kann, müssen wir langsam unsere eingerosteten Knochen in Schwung bringen für die vielen Wanderungen, die ich euch versprochen habe. Also gehts auf zu einer ersten kleinen Runde – durch die Aue nach Gräfenhain, einem Ortsteil von Königsbrück und ca. 2 km entfernt.
Unser Ausgangspunkt ist die alte, teils abgebrannte Stadtmühle. Erstes Objekt zum Fotografieren ist das Eisenbahnviadukt. Ich selbst bin noch da hinüber gefahren, aber heut rollt kein Zug mehr durch die Aue.

                                               

Wir kommen vorbei am Moosbaum, den ich am Montag vorstellte. Im Sommer grasen hier ringsum Kühe, dann müssen wir auf den Elektrozaun achten.
Links Wald, rechts Feld und Wiese – nähern wir uns einem magischen Ort: dem Steinkreuz. Ich stelle mir immer vor, wie hier vor vielen hundert Jahren Menschen ein Ritual vollzogen haben. Nur welches – das weiß niemand.

                        

Wenige Schritte weiter kommen wir zu einem Steinbruch – Vorsicht, bitte nicht zu weit heran treten. Im Sommer sieht alles noch mystischer und schöner aus, jetzt ist halt alles noch grau und farblos.

                        

Von hier aus können wir entweder in den Ort laufen und auf der Hauptstraße zurück oder aber wir kehren um und genießen noch ein wenig die Natur und absolute Ruhe.
Nach einer reichlichen Stunde sind wir wieder zurück – ich lade euch ein zu Kaffe und Kuchen oder auf ein kühles Bierchen gegen den Durst – ist das ein Angebot?

Mein Tick

Ich ticke richtig – besser gesagt meine Uhren. Ohne kann ich nicht, da fehlt mir was. Der ständige Blick aufs Handgelenk sagt mir:
– Zeit zu gehen (auf Arbeit).
– Gleich ist Feierabend.
– Schon so spät?
– Zeit für die Hunde-Runde.
Früher war für mich die Uhr nur ein Zeitanzeiger, heut ist sie schmückendes Beiwerk. Und da Frau sich gern schmückt, habe ich auch mehrere davon.

                        

Die zwei Uhren mit Steinchen von der Frauenkirche sind meine Lieblinge, sie sind für mich etwas Besonderes. Aber ich trage auch Billiguhren, die es als Gratisgeschenk bei diversen Versandhäusern gibt. So besitze ich insgesamt 10 Stück.
Wie viele Uhren habt ihr? Unterscheidet ihr zwischen „für den Alltag“ und „für gut“? Am 28.03. beginnt die Sommerzeit, da müssen wir wieder alle Uhren vordrehen – viel Spaß dabei!

Moos und gierige Wannuckis

Bei einigen von euch habe ich kürzlich tolle Aufnahmen von Moos entdeckt. Also hab ich mir mein Hündchen geschnappt und auf gings in die Aue auf Moos-Suche. Erste tolle Exemplare lagen mir sprichwörtlich zu Füßen.

                        

Dann habe ich diesen Baum entdeckt – was für ein Anblick! Nichts wie hin, der muss begutachtet werden!

                        

Ich bin hin und her gehuscht, hab mich gebückt und gebeugt und gekniet – so ist diese Collage entstanden.

                        

Als es am Samstag schneite, musste ich unbedingt noch mal hin – ich wollte die Aufnahmen noch mal mit Schnee wiederholen, so könnt ihr noch eine zweite Collage betrachten.

                                            

Bei all der Knipserei war ich aber auf der Hut, es gibt da Schauergeschichten von alles verschlingenden – als Moos getarnten – Wannuckis. Und wer die ganze Geschichte und die Hintergründe dazu erfahren will, der muss mal bei der bigi hier und anschließend zur Aufklärung hier reinschauen. Liebe bigi und lieber Wolfgang, ich muss immer noch lachen über eure Story. Aber lest selbst – es lohnt sich. Ihr werdet das Moos mit anderen Augen sehen – und seid immer auf der Hut: Wannuckis sind immer und überall. 🙂

Vorfreude

Wir haben Post bekommen – unsere Eintrittskarten fürs Konzert von DJ Bobo im Mai in der Eissporthalle in Dresden.
Vor 5 Jahren waren wir zum ersten Mal zu seinem Konzert „Pirates of Dance“. Wow – ich war so was von begeistert – diese riesige Kulisse, Tänzer, Feuer, diese Stimmung unter den Fans!
Vor 2 Jahren sind unsere Freunde mitgekommen, dieses Jahr fahren wir wieder gemeinsam – da macht es noch mehr Spaß. Das Motto dieses Jahr: „Fantasy“.
Ich bin schon jetzt aufgeregt und freu mich – hier erst mal eine kleine Kollektion der letzten Konzerte:

                           

Ich bekomme Gänsehaut bei diesem Video – vor Vorfreude. Es wird nicht Jedermanns Geschmack sein, ich mag diesen DJ Bobo – also hört rein oder schaltet den Ton aus und schaut euch nur die Kulissen an.

                   

Zu welchen Konzerten seid ihr schon gewesen? Was hat euch gefallen und wo wurdet ihr enttäuscht?
Am Wochenende wird es von mir nichts Neues geben – zuviel Arbeit. Bin dann am Montag wieder da mit neuen Geschichten und Fotos – und Collagen! Ich wünsche euch fürs Wochenende Sonnenschein und gute Laune!

Märchenhaftes Königsbrück

Heute möchte ich euch – nicht zu umfangreich und damit langweilig – mein Königsbrück vorstellen. Unsere Stadt liegt ca. 28 km nördlich von Dresden, wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt und hat derzeit ca. 3.860 Einwohner.
Wir sind ein wahrlich märchenhafter Ort, denn es gibt bei uns

– ein Schloss, im Gewächshaus befinden sich zahlreiche Kamelien, darunter 3 über 180-jährige
– die ältesten und schönsten Kamelien heißen – ihren Farben nach – Schneeweißchen und Rosenrot
– für die Ärmsten der Armen gibt es ein Armenhaus – heut bevorzugte Schlaftstätte für Pilger
– in Königsbrück wohnt das Schneewittchen, gleich 100 m von meinem Haus entfernt
– wir haben eine Flüsterallee, da flüstern sich die Verliebten Heimlichkeiten ins Ohr
– bei uns ist die Sonne zu Hause, denn gleich 2 Häuser weiter befindet sich die Sonnenhöhe
– wir haben einen riesigen Aussichtsturm (34 m) – da müssen also Riesen in der Nähe sein

Seht selbst:

In den nächsten Tagen, Wochen, Monaten, Jahren (?) werde ich euch auch mitnehmen zum Scheibischen Berg mit Mahnmal für die Opfer der Weltkriege gleich vor meiner Haustür, zum Biberpfad im Naturschutzgebiet „Königsbrücker Heide“ und an den Grünmetzsee (Revier von Mari und Amie), wir wandern ins Naturschutzgebiet Tiefental und zu besagtem Aussichtsturm auf dem Gelände der ehemals sowjetischen Streitkräfte. Ihr könnt also schon eure Wanderschuhe einlaufen, die Fußsohlen eincremen und den Wanderstock entstauben.

Wer genauere Informationen haben möchte, kann sich auf der Homepage unserer Stadt informieren (www.koenigsbrueck.de). Die 2 Bilder von den Kamelien hab ich mir dort „ausgeborgt“, da ich selbst zwar schon mehrfach die Blüten bewundert habe, aber noch nicht selbst fotografiert.

Und zum Schluss noch was für mich selbst: 3 Haselnüsse für Aschenbrödel?
Nee nee – nur Eicheln fürs Träumerle (ich kann ja wenigstens davon träumen).
Das Schloss Moritzburg – Kulisse für den allseits bekannten Aschenbrödel-Film – ist ca. 25 km von uns entfernt, es wäre für mich eigentlich auch mal wieder an der Zeit, es zu besuchen.

                        

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