Und wieder rollt eine enorme Hitzewelle auf uns zu. Letztens hatten wir Spitzenwerte von 41 Grad, heute erwarten wir 38. Gar nicht mein Wetter. Da denke ich zurück ans Meer, auch wenn Urlaub machen bei den Temperaturen wahrscheinlich auch keinen richtigen Spaß macht.
Badebucht bei Pudagla
Da wäre ich trotzdem gern und würde mich heute erfrischen.
Pudagla
Früher gab es diese hübschen kleinen Wagen, in denen die Damen sich umziehen konnten. War ja auch umständlicher mit den Kleidern und Miederware. Heute ist man da freier und versucht sich unter dem Badetuch zu entkleiden 🙂
Badekarren in Bansin
Auf dem Heimweg fahren wir immer über die Zecheriner Brücke (Bundesstraße B110). Da gibt es den „Geisterwald“. Leider kann man nicht anhalten und die Fotos sind durch die Autoscheibe entstanden. Durch die Renaturierung und Wiedervernässung starben die Bäume ab.
Geisterwald Zecherin
Gespenstisch sieht das aus. Tummelplatz für viele Vögel.
Kommt gut durch den Tag. Schauen wir mal, wie heiß es wirklich wird. Die Vögelchen haben heute früh schon frisches Wasser bekommen, ich habe noch zusätzlich Schalen aufgestellt.
Nach 10 Jahren wollte ich gern noch einmal durch das U-Boot in Peenemünde krabbeln.
U-Boot in Peenemünde
Beim ersten Besuch fand ich es fantastisch. Doch es ist alles in die Jahre gekommen (liegt hier seit 1998) und heute muss ich sagen: ja, sehenswert, aber es gibt bessere (z.B. auf Rügen).
U-Boot
Der arme Kerl sitzt immer noch auf dem Klo. Mittlerweile ist ihm eine Hand abgefallen 🙂
Auf´m Klo.
Technik gibt es viel zu schauen, klar. Aber während Männer ins Schwärmen geraten und wissen, welches Teil was ist und wozu dient stehe ich als Depp da und staune nur. Wie kann man sich da nur zurecht finden?
Technik
Auch dieses Mal stand ich wieder davor und fragte mich, wie man da am besten durchkrabbelt 🙂 Hat meinem Rücken auch nicht so gut getan, ich sollte so was sein lassen
Wie kommt man da durch?
Das war es für mich für U-Boote, ich werde wohl durch keines mehr kriechen. Aber ich habe es noch einmal gesehen.
Die große Hitze vor einer Woche haben wir überstanden. Da dachte ich zurück ans Meer und wäre gern schon wieder da. Im Mai ging es ja nun auf unsere Lieblingsinsel Usedom, nach Koserow. Mein Geburtstags-Urlaub wurde nachgeholt. Gleiches Hotel (Hanse-Kogge), gleiche Ferienwohnung. Wir hatten so viel Glück mit dem Wetter – Sonnenbrand inklusive. Ja, wieder mal nicht dran gedacht und zu spät eingecremt 🙂
Sonne, Sand und Meer
Wir sind es dieses Mal ruhig angegangen. Nicht jeden Tag was anschauen müssen, wohin fahren müssen, was erleben müssen. Einfach das Meer genießen, Möwen und Menschen beobachten, den Wellen lauschen, den Sand an den Füßen spüren.
Abends in Koserow.
Fischsemmeln essen, in Fischgaststätten einkehren, Eis essen, morgens das Frühstück mit Sekt genießen, abends vom Balkon aus die zahlreichen Schwalben beobachten. Ausschau halten:
Was gibt es zu schauen?
In Pudagla gibt es eine kleine Badebucht. Da waren wir vor Jahren schon mal, damals noch mit Johnny. Unsere Stühle haben wir immer dabei, sind nicht auf Sitzgelegenheiten angewiesen.
Picknick am Achterwasser
Und da war ich baden! Ich hatte gehofft, dass es warm wird und ich die Füße mal ins Wasser stecken kann. Es war nicht warm, es war heiß! Und im Achterwasser wesentlich wärmer.
Jaaa!
Ich versuche nun wieder mal die Blogrunden aufzunehmen. Die Zeit rennt, es gibt ständig was zu tun. Durch den Umzug meiner Mutti ist viel hängen geblieben. Nach und nach geht es nun weiter.
Unser letzter Ausflug führte uns nach Neapel. Wir wurden vor diebischen Aktivitäten gewarnt, Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen (Rucksack möglichst auf den Bauch, Umhängetaschen nach vorn, keine Geldbörsen in die Hosentaschen bei den Männern, keine Wertsachen umhängen, nichts annehmen von den Leuten, keine Ausweispapiere mitnehmen usw. Das war ernst gemeint.)
Hafen Neapel
Erst gab es eine Rundfahrt mit dem Bus, dann die Stadtführung.
Neapel
Unser kleiner Italiener hat wieder unaufhörlich erzählt. Ich habe mir kaum gemerkt, wo was war 🙂 Zu viele Informationen 🙂
Neapel
Neapel
In diesem Haus wurde 1889 die Pizza Margherita erfunden:
Pizzeria
Pizzeria
Hinein ging es in die „Galleria Umberto“, die historische Einkaufspassage in der Altstadt. Ähnlich wie zuletzt in Brüssel gesehen:
Einkaufspassage
Gleich daneben befindet sich das Opernhaus:
Opernhaus Neapel
Kleine Unterhaltung an der Ampel für etwas Kleingeld:
Unterhaltung
Zum Mittag ging es natürlich in eine Pizzeria am Jesusplatz. Das musste doch sein in dieser Stadt!
Pizza
Und weiter ging die Führung. Shoppingmeilen, viele verschiedene Viertel, Kirchen, Gassen …
Neapel
Neapel
Neapel
Ich habe Maradonna getroffen 😆
ich und Maradonna
Unser letztes Ziel war der Dom. Die letzten paarhundert Meter wurde es dann wie vorhergesagt: Menschenmassen, ein einziger Strom in der engen Gasse, Gewühle, Gedränge, Händler an Händler. So was habe ich noch nie erlebt und hätte es mir nicht vorstellen können. Die Kamera blieb in der Tasche, auch das Handy. Wir sollten uns nicht verlieren, liefen Mann an Mann, konnten kaum stehenbleiben geschweige denn schauen oder kaufen. Aber das war die Situation, wo die Leute bestohlen werden. Als alle unbeschadet am Dom standen, da atmeten wir auf und wurden gelobt.
Dom in Neapel
Dann war es aus bei mir. Meine Lendenwirbel meldeten sich, ich wurde immer langsamer, nahm Tabletten. Ich habe es geschafft, aber mit unwohlem Gefühl. Nur keine Blockade bekommen hier und jetzt!
Am Abreisetag noch einmal von der Dachterrasse hinüber geschaut zum Vesuv.
Blick zum Vesuv
Wir konnten uns noch bis zum Mittag Zeit lassen. Der Flieger ging von Neapel nach München und von da aus dann nach Dresden. 23.30 Uhr kamen wir an und wurden mit dem Taxi nach Hause gefahren.
Über den Wolken.
Es war eine toll organisierte Reise unserer Tageszeitung. Keine Erholung (7.00 Uhr Frühstück, 8.00 – 8.30 Uhr Busabfahrt), aber wir haben so viel gesehen, hatten tolles Wetter, nette Reiseteilnehmer, einen ganz fürsorglichen Reisebegleiter und einen italienischen Reiseleiter, der wohl das wandelnde Geschichtsbuch in Person war 🙂
Einen Tag lang ging es mit Bus und Schiff die Amalfi-Küste entlang.
unser Minibus
Wir mussten uns in Minibus und Fahrzeug hinterher aufteilen, weil große Busse die Serpentinen die Küste entlang nicht fahren dürfen. Alles zu eng, zu viele Kurven, steile Abhänge.
Positano
Erster Stopp war Positano. Man wusste wieder nicht wohin mit den Augen zuerst. Die Berge, die engen Gassen, die vielen bunten Häuser an den Hängen.
Positano
Es ging hoch und runter, rein in die Gassen, durch die Menschenmassen, hinunter wieder zum Hafen.
Hafen Positano
Von Positano aus ging es mit dem Schiff weiter die Küste entlang.
Bootsverkehr
Kleine Orte stehen gedrängt an den Felsen. Manchmal sind sie kaum zu sehen, weil die Farben der Häuser in die Farben der Felsen übergehen.
Nächster Stopp war Amalfi. Hier ging es erst einmal an Land und zum Pizza essen in ein Restaurant direkt am Wasser.
Amalfi
Dann gab es einen Rundgang durch die Stadt. In den Dom bin ich nicht mit gegangen, ich brauchte Pause und schaute mir das Gewühle der Menschen von draußen an.
Hinweis vom Reiseleiter: was für Männer 🙂
Männersache 🙂
Es gibt nur schmale Gassen zwischen den Häusern, mit dem Auto kommt man da nicht durch. Man muss alles zu Fuß erledigen.
Amalfi
Zuletzt ging es mit dem Bus von Amalfi nach Ravello.
Ravello
Hier gab es nur eine kleine Führung. Diesen Punkt kann man aus dem Programm streichen meinten wir. Wenig Zeit, es reichte nur für einen Minibummel und schon fuhr der Bus zurück.
Ravello
Wunderschöne Bilder gab es zu kaufen. Aber mit Flugzeug schlecht zu transportieren.
Wandbild
Dies war unser vorletzter Tag. Wieder Sonne satt, leckeres Essen, viele Eindrücke.
Wir besuchten eine Wasserbüffel-Biofarm. Durften alles anschauen, die Tiere anfassen.
Wasserbüffel
Die Tiere können sich frei bewegen, können allein in die Melkanlage laufen, bleiben lange mit ihren Kälbern zusammen. Und es gibt Massage 🙂
Massage für die Büffel
Frau muss natürlich immer alles anfassen 😆
auf Tuchfühlung
Was guckst du?
Das Leder der geschlachteten Tiere wird verarbeitet. Es gibt einen Shop, aber auch sehr teuer. Ist verständlich. Doch so eine Tasche für 300,00 Euro finde ich witzig, hab ich aber nicht gekauft:
Ledertaschen
Es gibt eine kleine Ausstellung. Und wir konnten Büffelmozzarella verkosten. Auch Büffelmilcheis war im Angebot.
Ausstellung
Dann ging es zu unserem eigentlichen Ziel. Paestum. Das ist eine Ruinenstätte mit Tempeln, also wieder was für mich
Paestum
Natürlich plauderte unser Reiseleiter wieder unaufhörlich, hängen geblieben ist bei mir kaum was. Ich kam mir vor wie in Athen.
Tempel
Paestum ist nicht so groß wie Pompeji, auch die Ruinen sind sehr klein, meist nur noch die Grundmauern erhalten.
Tempel
Die Tempelanlage wurde 1998 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.
PaestumPaestum
Dies sind die Überreste der Grabanlage des Erbauers der Stadt:
Grabanlage
Und so sah sie mal aus:
Grabanlage
Insgesamt 3 Tempel befinden sich in Paestum.
Paestum
Sehr schön anzuschauen. Man konnte sie auch betreten.
Tempel in Paestum
Zur Anlage gehört noch ein Museum, was wir anschließend besuchten. Wer jemals hierher kommt: sehenswert!
Wir hatten als Ausflugsziel Capri zugebucht. Mit dem Reisebus ging es zum örtlichen Hafen und dann mit der Fähre hinüber.
Capri
Unser italienischer Reiseleiter begleitete uns auch hierhin. Hatte Tickets für die Fähre und vor Ort Minibusse organisiert. Es ging hoch hinauf zu den Bergen. Denn unten am Hafen der Ort heißt Capri und ist überlaufen mit Menschenmassen, es gibt unzählige Shops und edle Läden. Weiter oben gelegen befindet sich die Gemeinde Anacapri und ist ruhiger.
Capri
Das ist mal ein Orangenbaum:
Orangenbaum
Es gab so viel zu sehen, man wusste mit den Augen gar nicht wohin zuerst. Dazu Sonne satt, wir mussten uns eincremen.
Blick auf CapriBlick zum Vesuv
Zu Mittag speisten wir Pizza – na klar. Wir saßen direkt am Wasser, auch das war wieder super organisiert. Und dann konnten wir eine Rundfahrt mit dem Schnellboot um die Insel bekommen. Das wollte sich natürlich keiner entgehen lassen.
Schnellboot
Das war eine so tolle Fahrt! Auf der einen Seite das Meer und auf der anderen die hohen Felsen der Insel.
Felsen von Capri
Ich lasse einfach Bilder folgen.
Ein Viermaster in der Ferne.FelsenCapri
Und dann gab es überall Höhlen oben in den Felsen. Faszinierend.
Höhle
Höhle
Und unten gab es Grotten. Eine „grüne“, eine „weiße“, eine „Korallengrotte“ und noch mehr, die Namen habe ich mir nicht gemerkt. Man konnte aber nur hineinschauen, nicht hinein fahren.
Eingang zur Grotte
Tor zur Grotte
Und dann die Felsen im Meer. Einfach herrlich, was die Natur uns präsentiert.
FelsenFelsen im Meer
Und das war für mich der schönste Anblick:
Felsen vor Capri
In einer Stunde waren wir um die Insel herum. Das ging flott. Leider hatte ich Zugluft bekommen und zwei Tage später war ich dann meine Stimme los. Sie kam erst daheim langsam wieder.
Felsen mit HöhlenFelsen von CapriLeuchtturm von Capri
Und das ist die berühmte „Blaue Grotte“. Ein unscheinbares Loch im Felsen, man kommt nur mit Minibooten hinein, Kopf einziehen. Innen kann man kurz blaues Wasser sehen und schon geht es wieder hinaus.
„Blaue Grotte“
Dieser Ausflug war mit ein Höhepunkt unserer Reise. Malerisch schöne Landschaft, allein die Serpentinen die Insel hinauf zu fahren war ein Abenteuer, toller Ausblick, eine lustige Bootsfahrt und leckeres Essen.
Noch ein kleiner Nachtrag. Das wollte ich noch zeigen: auch eine „blaue Grotte“ auf Capri: Die öffentlichen Toiletten 🙂 Da zückten alle ihre Handys für ein Foto. Herrlich schön:
In Sichtweite von Pompeji liegt er: der Vesuv. 1.281 Meter hoch.
der Vesuv
Ein toller Anblick aus der Ferne. Bis auf 1.017 Meter kann man hinauf fahren, den Rest muss man zum Kraterrand laufen. Ist man oben, so sieht es unspektakulär aus.
der Vesuv
Während des Rundganges in Pompeji schwitzten wir in der prallen Sonne. Nun aber zog es zu, Regen war ab 15.00 Uhr angekündigt. Wir waren eigentlich knülle, nicht alle aus der Truppe wollten noch hinauf kraxeln. Es ging steil bergauf, Geröll unter den Schuhen rutschte. Ein alter Mann am Beginn des Weges lieh für ein kleines Taschengeld Stöcke aus. So sah es ringsum aus:
auf dem Vesuv
Und prompt regnete es auch, als die anderen aus der Gruppe oben waren. Kaum waren sie nach 1,5 Stunden zurück, so kam witzigerweise auch die Sonne wieder.
der Vesuv
Es muss auch kein besonderer Anblick sein da oben. Ein graues Loch, an einer Stelle muss es wohl aus den Spalten geraucht haben. Schaut man sich die Luftaufnahmen im Internet an, so hat man mehr davon 🙂
auf dem Vesuv
Es war grau, fing an zu nieseln. Also schnell ein paar Fotos gemacht und ab in den Bus.
Blick ins Tal
Dieser kleine Geselle wärmte sich auf den Steinen. Husch war er weg, als ich ihm zu nahe kam.
Eidechse
Also ich hätte schon gern da oben gestanden. Aber nach stundenlangem Laufen in Pompeji war mir das dann zu anstrengend. Und ich musste immer an meinen Rücken denken.
Auf dem Weg zum Vesuv haben wir noch einen kurzen Stopp an einer Korallenschleiferei gemacht. Wir hatten Zeittickets für den Vesuv, man kommt da wirklich nicht eher auf den Parkplatz. Alles streng geregelt.
Aber gekauft habe ich nichts. Bissel teuer als Souvenir 🙂
Medaillon
Korallen dürfen nicht mehr „geerntet“ werden. Aber es gibt Taucher mit alten Lizenzen, die dürfen das noch und somit blüht das Geschäft nach wie vor.
wunderschön
Ich habe noch eine alte Kamee von meiner Schwiegermutter. Ich brauche also keine neue 🙂
Blick in die Werkstatt. Hier werden Korallen, Perlen und Edelsteine verarbeitet:
Werkstatt
Interessant war es. Aber eben nichts für den kleinen Geldbeutel 🙂