Träumerle

Der Blog zur Aue

Kategorie: Tierisches

Sportliches

Die Miezen halten mich auf Trab. Es gibt Mäuslein zu retten, auch Schlangen.
Immer muss man auf sie achten. Sie verstecken sich unter dem Bett, in offen stehenden Schränken (Schlösser werden gerade ausgetauscht), in der Badewanne, hinterm Sessel.

Sie jagen sich, sie putzen sich gegenseitig, sie ziehen gemeinsam los auf der Jagd nach Beute.

Heute früh wollte Theo wieder mal beweisen wie sportlich er ist:-)

Theo auf dem Schrank

Runterlocken ist zwecklos. Ist ja so gemütlich da oben.

Mauz überlegt, ob er ihm folgen sollte.

Mauz überlegt

Ich hatte das Handy schon im Anschlag, das wäre ein Bild geworden!
Aber mit Futter konnte ich Theo dann doch locken.

Dafür gibt es für mich keine großen sportlichen Aktivitäten mehr, in der Sportgruppe habe ich mich schon im März abgemeldet.
Wochenlange Schmerzen in der Schulter, Arztbesuch, Röntgen.
Ich soll nicht mehr so viel Fenster putzen, Gardinen oder Wäsche aufhängen, den Arm schonen und Schmerzmittel nehmen, wenn es akut ist.
Ich kann den rechten Arm nicht mehr verrenken, zu viel Bewegung rächt sich. Da ist in der Schulter ein Kanal, durch den der Muskel läuft. Und da ist es, warum auch immer, zu eng geworden.

Nun beschränke ich mich aufs Laufen, habe ja ein Fitnessarmband und da zählt jeder Schritt. Zudem werde ich von meiner Krankenkasse fürs Laufen belohnt. Also eigentlich lukrativer als monatlich für die Sportgruppe Beitrag zu zahlen und nur etwas Bonus dafür zu bekommen.

Kommt gut durch die heißen Tage, wir warten auf Abkühlung. Gewitter sollen kommen und in den nächsten Tagen immer mal Regen.

Wenig Zeit

Ich mache mich rar im Blog, ich komme einfach derzeit nicht zum Bloggen.
Es gibt am Grundstück zu tun, der Rasen und auch das Unkraut wachsen wie wild.
Wir sind auf der Suche nach einem neuen Sofa. Haben eins ausgesucht, ein Angebot erstellen lassen und werden uns nun in den nächsten Tagen entscheiden.
In die Aue komme ich auch kaum. Gestern Abend nach langer Zeit mal wieder eine kleine Runde gedreht, aber keine Fotos gemacht.

Dafür bekomme ich von unseren zwei Förstern Interessantes zugesandt.

Diese Hirschkäfer flogen unserer Försterin auf der Abendrunde gegen den Kopf. Man sollte einen Helm tragen 🙂

Hirschkäfer

Und heut bekam ich diese Aufnahme von einem Schmetterling:

Weißfleck-Widderchen

Noch nie gesehen oder gehört. Schaut so schön aus.

Es hat sich abgekühlt draußen, ich bekomme sogar kalte Füße.
Regen soll im Anmarsch sein, nur am Wochenende könnenn wir ihn nicht gebrauchen. Da sind wir zu einem Geburtstag und wollen mit meinen Geschwistern eine Runde im Wald drehen.

Kommt gut durch die letzten Juni-Tage.

Nachtrag am Donnerstag:
Eben habe ich noch eine schöne Aufnahme vom Schmetterling erhalten:

Weißfleck-Widderchen

Tierisches

Es gab schon lange nichts mehr von den Miezen zu berichten.
Sie schlafen den halben Tag, was soll man auch in der Wärme machen.
Mauz ist ein fleißiger Jäger und bringt regelmäßig Mäuse und leider auch Maulwürfe angeschleppt.

Faulenzen im Garten:

Mauz und Theo dösen vor sich hin

Die Aufnahme entstand schon vor paar Wochen: Theo ist wahrlich keine Hilfe 🙂

Wie soll man da arbeiten können?

Im Hausflur, wo schon viele Aufnahmen von der Aue und Tieren hängen, habe ich nun zwei neue Poster angebracht.

Zur ewigen Erinnerung an Johnny:

„Johnny – unser treuer Begleiter von 2005 – 2020“

Und dann Mauz:

„Mauz – zugelaufen 2017“

Draußen ist es schwül, alles muss gegossen werden. Der Regen vom Wochenende ist schon wieder weggetrocknet. Gewitterschäden gab es bei uns keine, wir sind davongekommen.

Ein Sommertag im April.

Noch haben wir April, aber gefühlt haben wir Mitte Mai. 25 Grad erwarteten uns heut wieder, alles ist so trocken und staubig.
Ab ging es in die Aue – dieses Mal ohne Theo.

Abendrunde in der Aue

Ganz langsam bin ich gelaufen, habe die wunderschöne Stimmung genossen.

Sattes frisches Grün

Rehe habe ich entdeckt. Aber viel zu schnell waren sie unterwegs, wieder keine Chance auf ein Foto.

Aue-Weg

Lange wird sich das frische Grün nicht halten können, wenn es nicht bald mal regnet. Angesagt ist welcher für heut, aber wir im Osten der Lausitz bekommen immer am wenigsten ab.

Auf dem Rückweg musste ich mich einfach mal setzen. Baumstümpfe sind gerade total trocken, da kann man das riskieren.
Da raschelte es direkt vor mir. Noch mal Rehe? Nein. Da kam jemand ganz anderes direkt auf mich zu.
Leider sehr unscharf. Ich konnte mich nicht bewegen, nicht weiter heran treten.
Das Eichhörnchen hatte Durst und stillte ihn im Mühlgraben.

Ein Eichhörnchen beim Saufen.

War das niedlich! Es hat mich nicht bemerkt. Dann hüpfte es weiter, den nächsten Baum hinauf und weg war es wieder.

Eichhörnchen

Ich habe micht geärgert, weil ich nur die kleine Kamera mit hatte. Aber es war so eine schöne Begebenheit, über so was kann ich mich unendlich freuen.

Es hüpft.

Nicht nur die Pflanzenwelt erweckt zu neuem Leben, auch die Tiere in der Natur freuen sich über die derzeitige Wärme.
Letzte Woche auf der Kinderwagen-Runde (wie witzig, bisher war es die Hunderunde) hüpfte es vor meinen Füßen.

Ganz langsam, fast in Zeitlupe bewegte sich die Kröte vorwärts. Schmutzig war sie, voller Sand. Sicher war sie gerade aus der Erde gekrochen.

Lange war ich nicht mehr beim „Feldbaum“. Für Johnny war die Runde zuletzt zu schwer. Nun hab ich mal wieder nach ihm geschaut.

Es geht uns gut. Die Nachrichten überschlagen sich, doch wir versuchen ruhig zu bleiben. Heut musste ich doch ein paar Kleinigkeiten besorgen und stand verdutzt vor leeren Regalen.
Kein Toilettenpapier, keine Küchentücher, keine Milch, keine Flüssigseife, keine Damen-Hygieneartikel, keine Spültücher.
Selbst Katzenfutter hatte sich gelichtet. Hilfe!

Kommt gut durch diese Tage und passt auf euch auf! Bei mir fällt nun auch der wöchtentliche Sport aus.

Es geht weiter.

Es muss weiter gehen – ohne Johnny. Die Tage sind so lang, wenn man sich nicht ständig um Hunderunden, Hundehaare, Medikamente, Futter und Arztbesuche kümmern muss.
Es ist noch immer so leer, daran muss ich mich gewöhnen.
Ich bin noch immer sehr traurig, auch wenn die Miezen mich ablenken.

Am Wochenende waren unsere beiden Förster aus Dresden zu Besuch. Und zum ersten Mal sind wir mit ihrer neuen Hündin in die Aue gelaufen.

Die Aue im März.

Twinky – eine Dame – haben sie aus dem Tierheim geholt. Sie ist noch sehr ängstlich und voll auf ihr neues Frauchen fixiert.

Mischlingsdame Twinky

Aber in der Aue hat es ihr gefallen. Sie tobte durchs Wasser, holte Äste heran, knabberte wie Johnny auf ihnen herum. Lebensfreude pur.

Knabbern mach Spaß

Ich laufe nun fast jeden Tag allein meine Runden, ich brauche die frische Luft. Entweder mit dem Kinderwagen oder auch mit den Stöcken die Walkingrunde im Nachbarort.

Es gibt immer einen neuen Morgen, der mich hoffen lässt, dass die Traurigkeit schwindet.

Ich danke euch allen für eure so liebevollen Worte, euer Mitgefühl, die Mails und Briefe.

Am 22.02. war mein Blog 10 Jahre. Mein Mann stellte den kurzen Beitrag ein und überraschte mich mit roten Tulpen. Die waren damals mein allererstes Foto.

Hoffnungsvoller Morgen

Abschied von Johnny

Wir mussten unseren lieben kleinen Johnny über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Es ging ganz schnell. Er hustete vermehrt, lief langsam, der Schwanz ging nach unten.
Die Röntgenaufnahme bei der Tierärztin war der Punkt, an dem wir beschlossen ihn zu erlösen. Es war weniger das ständige Wasser in der Lunge, sein Herz schaffte es nicht mehr. Es war extrem groß und stieß schon gegen die Wirbelsäule und die Bauchdecke.

Am 13.12.2005 zog er bei uns ein und somit das Lachen,
am 13.02.2020 erlösten wir ihn von seinem Leiden.

Der kleine Johnny

Wir sind so unendlich traurig, es ist so leer in der Wohnung. Doch er hatte ein so schönes Leben bei uns.

Das erste getrocknete Schweineohr.

Überall haben wir ihn mitgenommen, er hat so viel gesehen in seinem Hundeleben.

Johnny mit seinem Gummiknochen

Er war mit uns an der Ostsee, von Ost nach West sind wir sie abgefahren.

An der Ostsee.

Wir waren am Gardasee, im Spreewald, in der Sächsischen Schweiz sind wir auf den Pfaffenstein gekraxelt, im Schwarzwald, an Rhein und Mosel, in Hamburg zur Hafenrundfahrt, an der Nordsee bei den vielen Schafen und in Dänemark, im Bayrischen Wald.

Am Strand in Dänemark

Nun schläft er im Garten, er wird für immer in unseren Herzen bleiben.
Sein Foto steht in der Schrankwand.

Er war als Welpe ein kleiner Sockendieb, er jagte dem Wasserstrahl im Garten hinterher, er buddelte bis zur Erschöpfung, er lag gern in der Sonne, stürzte sich auf das restliche Katzenfutter im Napf, versteckte sich gern unter seiner Decke, kläffte am Fenster seine Feinde an, zerknabberte mit Vorliebe Stöckchen und fuhr so gern Auto.

Schlaf gut mein Kleiner!

letztes Foto vom 04. Februar

Seine Wegbegleiter waren in den letzten Jahren Theo und Mauz. Sie werden ihn vermissen. Sie sind irritiert, weil die Futternäpfe nun an einer anderen Stelle stehen und die Körbchen leer bleiben.

Es braucht Zeit, über den Verlust hinweg zu kommen.
Ich weiß noch nicht, wie lange es jetzt hier still bleiben wird.

Mit Mauz bei der Tierärztin

Nun musste ich heut doch die Transportbox herzu holen, Mauz hinein locken und ab ging es zu unserer Tierärztin in Reichenau.
Das wunde Ohr wurde schlimmer, heut früh blutete es. Da gibt es kein Halten, Hilfe musste her.

Mauz, was hast du denn?

Darf ich mal schauen? Ich lecke dir dein Öhrchen sauber.

Nee, das sieht nicht gut aus. Aber Mauz hält still und schnurrt.

Tierliebe

Ergebnis: Mauz hat ein Loch im Ohr, wurde offensichtlich von einer anderen Katze gebissen. Durchs Lecken ging die Stelle auf, der Druck war weg durch das abfließende Sekret. Nun aber darf Johnny nicht mehr ran. Es muss heilen – ohne Bakterien von der Hundezunge.
Am Samstag müssen wir noch mal zur Kontrolle. Aber es geht ihm insgesamt gut, er frisst, will schmusen und schläft viel.

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