Und es geht weiter mit der Farbe Grün. Ich war gestern wieder in meinem Lieblings-Blumenlädchen – „Heikes Blümchenstube“ direkt am Markt. Also wenn ihr mal nach Königsbrück kommt, müsst ihr unbedingt da einen Besuch abstatten. Ich verspreche euch, ihr geht nicht ohne was zu kaufen da wieder raus. Ich sage immer: Ich darf mich gar nicht so umschauen. 🙂 Ich musste vom Stubenfenster die Orchideen wegnehmen, sonst verbrennen sie jetzt im Sommer. Also brauchte ich Textilblüten für meine Vasen. Sieht dieser Blick aus dem Fenster nicht toll aus? Ich liebe diesen Ausblick – ringsum alles grün und der Birnenbaum trägt die ersten weißen Blüten.

So, und nun zeig ich euch Bilder von meiner gestrigen Runde. Gleich am Ortsausgang von Königsbrück in Richtung Ortsteil Gräfenhain befindet sich der Eingang zum Tiefental – einem Naturschutzgebiet. Es ist ca. 3 km lang, ich bin nur ungefähr 20 Minuten gelaufen, habe ausgiebigst fotografiert und bin zurück. Wenn ich gar niemanden treffe, wird mir mulmig. Ganz allein mag ich da nicht durch – man braucht ungefähr eine dreiviertel Stunde – einen ziehenden Johnny vornweg natürlich. Ich lasse ganz einfach die Bilder sprechen – Wahnsinn, diese Natur!








Wer auch immer kommen mag, ich lad euch ein, mit mir diese Natur zu erkunden. Ich habe die ganze Zeit sogar nur geflüstert mit Johnny – ich wollte diese absolute Ruhe und das Vogelgezwitscher nicht stören. Habt einen schönen Tag, ich werde heute mal eine kleinere Runde einlegen.
Am Sonnabend war ich mit Johnny endlich wieder unterwegs, wir sind von der Mühle aus wieder bis zum Wehr gelaufen (ist ja nicht so weit). Da hab ich letztes Jahr schon eine Baumgruppe entdeckt, an der sich Biber zu schaffen gemacht haben. Kann nur nicht ganz deuten, ob sie noch aktiv sind – ich würde eher sagen, sie sind weiter gezogen.

Übers Wehr gings dann rauf auf den Berg und parallel zum Mühlgraben und der Pulsnitz zurück.

Links gehts bergab und rechts hoch hinauf, da kann man nur gerade auf dem Trampelpfad bleiben. Manchmal wird es eng, wenn ein Baum umgefallen ist und die Erde ringsum mitgerissen hat. Im Laufe der Jahre wird es immer schlechter. Am Dinosaurier-Baum gab es wieder was Interessantes zu schnüffeln.

An einer Stelle ist erst vor Wochen ein Baum über den Weg gefallen. Drüberklettern ist angesagt – nicht einfach, man muss sich wirklich festhalten. Erst ein Bein in Grätsche drüber, absetzen, umfassen, wieder hoch und das zweite Bein elegant drüberschwingen. Bloß gut, dass ich davon kein Foto bieten kann. 🙂

Vielleicht nehm ich meine Mam mal mit, dann muss sie mich knipsen – den Spaß gönn ich mir und euch.
Habt einen schönen Tag, es soll wieder warm werden.
Nachdem ich sie schon mehrmals erwähnte, möchte ich heut noch einmal auf diese kleine Allee eingehen. Sie befindet sich in der Aue und führt entlang des Mühlgrabens. Sie beginnt gleich hinter der Baderbrücke (hab ich beim Rundgang durch den Stadtpark mit gezeigt) und endet an der Stadtmühle. Unterbrochen wird sie seit dem Bau der Umgehungsstraße durch die Fußgängerunterführung. Der Weg ist stellenweise ziemlich holprig durch die vielen Baumwurzeln, dass ich schon so manches Mal ins Straucheln gekommen bin. Wenn im Sommer die Bäume voll ergrünt sind, ist dies ein wunderschöner Ort – ich zeig es euch dann.

Und etwas ganz tolles hab ich entdeckt: das versehentlich beim Fällen eines Baumes beschädigte Bäumchen hat allem Anschein nach überlebt: es treibt aus. Sein Stamm wurde ganz fest zusammengebunden. Ich hätte nie gedacht, dass das funktioniert.
Und da jetzt überall die Knospen sprießen, hab ich noch ein paar ganz tolle Aufnahmen geschossen. So schön sieht es aus, wenn die Blätter der Bäume sich entfalten. Sie können glattweg mit Blumen konkurrieren:

Ich wünsche euch eine schöne und hoffentlich sonnige Woche.
war ich gestern unterwegs. Obwohl direkt neben der B97 gelegen, lässt man sofort beim Betreten des Weges den Straßenlärm hinter sich und hat eine grüne Oase vor sich. Man kann zum Schloss rüberschauen, in dessen Gewächshaus die Kamelien stehen. Und überall blühen meine geliebten Buschwindröschen.

Nach einem Zwischenstopp bei meiner Mam gings zurück. Beim Überqueren der Straße läuft man über die Baderbrücke. Sie führt über die Pulsnitz.

Auf der Flüsterallee gings dann nach Hause. Auf der Wiese standen Pferde. Die wollte ich gleich noch mit fotografieren. Blöd nur, dass ausgerechnet auf der Bank direkt davor ein Mann saß und telefonierte, das eine Pferd direkt hinter ihm. Da war es mir dann doch zu blöd anzuhalten, mit dem Pferd zu quatschen und dabei zu knipsen. Hab es nur gestreichelt und bin weiter. Sie reißen ja nicht aus, beim nächsten Mal bin ich vielleicht allein.
Ich lass mich jetzt überraschen, wie das Wetter am Wochenende wird. Danach richten sich dann meine Runden. Also machts gut derweil, habt einen schönen Freitag.
Gestern war es endlich so weit, ich war dieses Jahr das erste Mal am Grünmetzsee. Das ist eigentlich das Revier von Mari und ihrer Amie, aber ab und zu dürfen wir da auch schnuppern gehen. Früher war gleich neben dem See – am Wehr – sogar Gondelbetrieb, dann war die russiche Armee da und die ganze Gegend ringsrum war militärisches Gebiet. Nun kann sich die Natur wieder entfalten, es ist alles Naturschutzgebiet. Am See entlang führt der Biberpfad, überall kann man seinen Fleiß und die Spuren seiner Zähne sehen.
Der Weg führt uns vorbei am Solarpark, man kann einige alte Gebäude des Militär entdecken, an den drei großen Steinen befindet sich ein Versteck vom Geocaching. Ich hab es ohne Daten einfach so gefunden – war aber auch gar zu einfach und offensichtlich.

Am See war vielleicht Betrieb: Angler, Angler und nochmals Angler. Ich konnte mich nicht mal auf eine Bank setzen, alles besetzt. Also sind wir ein Stück auf dem Biberpfad gelaufen und dann wieder zurück. Es war so herrlich ruhig und nur die Vögel haben gezwitschert. Ich hab mich nicht mal getraut, mit Johnny zu reden. Hätten ja die Fische erschrecken können und dann hätte ich von den Anglern böse Blicke geerntet.

Ringsrum ist Natur pur und wo ein Baum fällt, da bleibt er auch liegen. Na ja, manchmal ist er zwar kahl, aber er steht noch.

Auf dem Rückweg hab ich dann noch Huflattich entdeckt. Zu Hause gab es für Johnny ein Leckerli und für mich Eis.

Das war mein erster Einblick in das Naturschutzgebiet. Es werden noch mehr folgen mit noch schöneren Bildern.
Gestern hat uns die Sonne noch so schön verwöhnt, da bin ich nach getaner Gartenarbeit mit Johnny auf den Berg gewandert. Der Scheibische Berg befindet sich in der Aue, von meinem Wohnzimmer aus kann ich direkt hinüber schauen.

Es gibt mehrere „Aufstiegsmöglichkeiten“, vom einfachen Waldweg bis zum Kraxeln auf einem Pfad, an dem man sich stellenweise an den Wurzeln der Bäume hochziehen muss – oder sich von Hundi ziehen lässt 🙂
Man kommt vorbei an umgestürzten Bäumen, von Wannuckis eroberten Baumstämmen und Bäumen mit „Guckloch“.


Auf dem Berg befindet sich eine Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege, auf einem der Granit-Gedenksteine steht auch der Name meines Opas – Arthur Herrmann.


Nach einer kleinen Runde ging es zurück, erst hab ich mir ein dunkles Bier gegönnt, dann ging es ab in die heiße Wanne. Johnny hat sich unter seine Decke verkrochen und schlief, war ja auch sooo anstrengend, immer musste er mich ziehen, damit es schneller vorwärts geht.
Euch einen schönen Dienstag in der Hoffnung, dass überall die Sonne scheint.
Nachdem ich euch gestern nur so schnell durch die Aue geführt habe, gibt es heut noch ein paar Bilder und Fakten. Die Stadtmühle ist – oder besser gesagt war – eine Wassermühle, zu ihr hin wird von der Pulsnitz aus ein Wassergraben – der „Mühlgraben“ – geleitet. Das Wehr befindet sich einige hundert Meter weiter. Am 27.04.1982 ist sie bei einem Brand schwer zerstört worden und fristet seither ihr Dasein als Ruine. Im vorderen Bereich – dem Wohntrakt – wohnen noch die Besitzer. Leider ist letzten Sonntag der „Müller“ verstorben. Außer den äußeren Wänden ist nicht mehr viel übrig, deshalb kann ich keine spektakulären oder tollen Bilder dazu zeigen. Von meinem Wohnzimmerfenster aus kann ich direkt hinüber schauen und sehe abends das Licht brennen. Als unsere Kinder noch klein waren habe ich ihnen in der Weihnachtszeit immer erzählt, dass dort bei den kleinen Lichtern die Heinzelmännchen des Weihnachtsmannes gerade unterwegs sind und nach den Kindern schauen. Das hat super funktioniert!


Gegenüber der Mühle quer über die Wiese steht das Eisenbahnviadukt. Es ist 15 m hoch, 214,5 m lang und hat ein Gewicht von 526,6 Tonnen. Beim Bau der Eisenbahnstrecke ab dem Jahr 1898 entschied man sich für ein im Bogen liegendes Gerüstpfeilerviadukt. Am 30.09.1899 wurde die Bahnstrecke eröffnet. Seit ca. 15 Jahren ist der Verkehr eingestellt, Züge fahren nur noch bis zum Hauptbahnhof in Königsbrück. Ich kann nicht sagen, was aus dem Viadukt vielleicht mal werden soll.

Im Viadukt selbst befindet sich ein Versteck (es ist auf der Collage mit zu sehen). Hat von euch schon mal jemand was vom Suchspiel Geocaching per GPS-Daten im Internet gehört? Mein Sohn hat letztes Jahr zum Geburtstag ein Wander-Navigationsgerät bekommen, weil er so gern durch die Gegend stöbert. Er ist im Internet auf dieses Spiel gestoßen und es macht Riesenspaß. Ich selbst habe beim Suchen geholfen – ICH habe es gefunden! Auf dem Scheibischen Berg – den ich später mal vorstellen werde – gibt es auch eins. Also wer von euch Erfahrung damit hat, kommt her und sucht!
Da der Frühling nicht mehr weit sein kann, müssen wir langsam unsere eingerosteten Knochen in Schwung bringen für die vielen Wanderungen, die ich euch versprochen habe. Also gehts auf zu einer ersten kleinen Runde – durch die Aue nach Gräfenhain, einem Ortsteil von Königsbrück und ca. 2 km entfernt.
Unser Ausgangspunkt ist die alte, teils abgebrannte Stadtmühle. Erstes Objekt zum Fotografieren ist das Eisenbahnviadukt. Ich selbst bin noch da hinüber gefahren, aber heut rollt kein Zug mehr durch die Aue.
Wir kommen vorbei am Moosbaum, den ich am Montag vorstellte. Im Sommer grasen hier ringsum Kühe, dann müssen wir auf den Elektrozaun achten.
Links Wald, rechts Feld und Wiese – nähern wir uns einem magischen Ort: dem Steinkreuz. Ich stelle mir immer vor, wie hier vor vielen hundert Jahren Menschen ein Ritual vollzogen haben. Nur welches – das weiß niemand.

Wenige Schritte weiter kommen wir zu einem Steinbruch – Vorsicht, bitte nicht zu weit heran treten. Im Sommer sieht alles noch mystischer und schöner aus, jetzt ist halt alles noch grau und farblos.

Von hier aus können wir entweder in den Ort laufen und auf der Hauptstraße zurück oder aber wir kehren um und genießen noch ein wenig die Natur und absolute Ruhe.
Nach einer reichlichen Stunde sind wir wieder zurück – ich lade euch ein zu Kaffe und Kuchen oder auf ein kühles Bierchen gegen den Durst – ist das ein Angebot?