Träumerle

Der Blog zur Aue

Archiv: Oktober 2012

Ein kleines Hallo

Ihr seid so lieb, so besorgt um uns. Deshalb muss ich ein kleines Lebenszeichen da lassen.
Johnny wird gepflegt, gut gefüttert, mit Medikamenten versorgt. Er muss sich erholen, bekommt jeden Abend seine Tablette gegen eine eventuelle Entzündung im Beckenbereich. Wir tragen ihn nach wie vor die Treppe hoch und runter, er darf nur wenige Minuten laufen. Er ist dann stets erschöpft, zittert mit den Beinchen, braucht wieder Ruhe. Aber er hat kein Fieber mehr, schläft viel, ist zwischendurch wieder voll da und tobt durch die Wohnung. Mehr können wir leider nicht tun.

Wir haben in den letzten Tagen kleine Ausflüge unternommen.
Waren einen Tag im Elbsandsteingebirge, auf der Bastei:

Vorgestern gab es Kultur und Geschichte in Dresden, unter anderem Frauenkirche, Hofkirche, Zwinger:

Und heut nutzten wir das herrliche Sommerwetter für einen Besuch der Burg Stolpen:

Ich werde später darüber berichten. Sohnemann Robert betreute derweil Johnny, wofür wir sehr dankbar sind.

Die Zeit muss zeigen, wie es Johnny gesundheitlich gehen wird und welchen weiteren Weg wir gehen werden.

Kommt gut in einen sonnigen Sonntag morgen!

Sendepause

Da es mit Johnny ständig nur auf und ab geht, wir mal ein paar gute Stunden haben und mal schlechte, ich nichts anderes berichten kann, wird es hier eine vorläufige Blogpause geben.
Vielleicht bin ich schon in 3 Tagen wieder da und wir sind dem Grund seines Leidens auf die Schliche gekommen (morgen geht es ja wieder zum Tierarzt). Vielleicht bin ich in 3 Wochen wieder da – mit oder ohne ihn.

Ich werde euch besuchen kommen, wenn ich die Zeit dafür habe und die Lust.
Kommt gut durch einen hoffentlich sonnigen Herbst.

Tag 3 danach

Es geht noch immer auf und ab mit Johnny. Gestern Abend lief er wieder stundenlang durch die Wohnung, bis ich ihn endlich nach 23 Uhr dazu bewegen konnte, in seine Hütte zu kriechen und zu schlafen.
Heut war bisher ein guter Tag. Viel schlafen ist angesagt, das Fressen gibt es nur häppchenweise, an die frische Luft geht es nur wenige Minuten. Es funktioniert – vorläufig.

So schön schien die Sonne heut. Da ich jedoch ohne Kamera mit Johnny an den Rand der Aue bin (falls ich ihn doch tragen muss), gibt es ein Bild vom Oktober letzten Jahres. So schaut es jetzt hier aus.

Ich werde jetzt noch einen Apfelkuchen backen für morgen. Dann noch ein paar Meter laufen mit Johnny. Ich werde heut zeitig im Bett verschwinden, denn der gestrige Abend zehrte an meinen Nerven und ich habe schlecht geschlafen.
Habt noch einen sonnigen Sonnabend-Ausklang!

Tag 2 danach

Heut begann der Tag wunderbar. Johnny war fit, begrüßte mich am Bett, wollte mich abschlecken. Nach 15 Minuten an der frischen Luft gab es Frühstück. 1/3 seiner Tagesration als Nassfutter landete in seinem Napf und gierig in seinem Magen. Oh weh, das war wohl zuviel des Guten, denn es ging wieder los. Hecheln, Runden laufen. Na prima. Ob es zuviel aufs Mal war? Lieber winzige Portionen nach und nach geben war unsere Schlussfolgerung.
Er tamperte dann bis Mittag durch die Wohnung, aber er hechelte nicht mehr, ließ sich streicheln.
Dann endlich legte er sich schlafen und war anschließend wieder fit. Puh, aufatmen.
Draußen zerknabberte er dann in alter Manier Stöckchen, kläffte ein Müllauto an, flitzte durch den Garten, sprang aufs Sofa und schläft nun. Zwischendurch bekam er immer wieder nur wenige Stücken Trockenfutter. Nie zuviel auf einmal. Vielleicht hilft uns das weiter. Die nächste Ration Nassfutter am Abend werde ich ihm löffelweise geben, immer zwischendurch Pause einlegen.

Seine Schaumstoffhütte hat er heut ordentlich durchwühlt, mit seinem Spielzeug drin gekämpft. Ich konnte zum ersten Mal wieder richtig lachen. (Am Bauch könnt ihr die kahle Stelle vom Rasieren für den Ultraschall erkennen – und das, wo es doch nun kälter wird 😯 )

Nun wünsche ich euch ein ruhiges Wochenende. Danke nochmals für die vielen lieben Worte und Wünsche. Für uns selbst hoffe ich, dass wir zur Ruhe kommen und die Ursache des Leidens weiter eingrenzen können.
Hier zieht es sich gerade zu, soll auch regnen. Aber am Wochenende soll es wieder besser werden. Vielleicht können wir wenigstens einen kleinen Ausflug unternehmen, während Sohnemann Robert auf Johnny aufpasst.

Tag 1 danach

Man soll sich bekanntlich nie zu früh freuen, den Tag nicht vor dem Abend loben.
Doch ein klitzekleines Wunder ist heut geschehen: Johnny schlief die Nacht durch, nachdem er gestern Abend noch stundenlang wanderte. Heut war er den lieben langen Tag nur damit beschäftigt zu schlafen und zu fressen. Das ging im ständigen Wechsel. Zwischendurch brachte er mir sein Spielzeug und kläffte mich an. Auf der Mini-Runde vorm Haus suchte er sich Stöckchen zum Zerknabbern. Er bewegt sich noch etwas wackelig und schwach, doch heut war er das totale Gegenteil zu gestern. Kein Zittern, kein Hecheln, kein Runden laufen, lässt sich streicheln und wandert immer zwischen Körbchen und Schlafhütte hin und her zum Ruhen. Der Schwanz bleibt oben und wedelt 🙂 Er reagiert auch wieder, wenn er angesprochen wird, springt auf das Sofa und schaut zum Fenster raus. Alles etwas wacklig, aber es geht. Ich vermeide es, ihn am Hinterteil zu berühren, will ihn vorläufig in Ruhe lassen. Er soll spüren, dass wir ihm nichts tun und er sich erholen kann.
Ich denke, wir werden eine ruhige Nacht haben und morgen sehen wir wieder weiter.

Sorgenkind Johnny

Er ist wieder daheim. Nun kann ich berichten, wie es ihm ergangen ist in den letzten Tagen. Mit wenigen Worten ist es nicht getan, aber ich versuche mich kurz zu fassen.

Am Montag ging es ihm früh so miserabel, dass ich zu unserer Tierärztin bin. Er hat eine Schmerzspritze bekommen, 13 Uhr bekamen wir einen Termin in einer anderen Tierarztpraxis in der Nähe, die über mehr Technik verfügt. Vorgesehen war nur Ultraschall, von dem ich mir Klärung erhoffte. Wir mussten Johnny leider da lassen.
In den nächsten 2 Tagen folgte das volle Programm: Röntgen, Ultraschall, Röntgen mit Kontrastmittel im Futter, große Blutuntersuchung, Urinuntersuchung, Untersuchungen der Beweglichkeit (Wirbelsäule, Gliedmaßen).
Ergebnis: nichts, nichts, nichts! Keine Auffälligkeiten beim Röntgen und Ultraschall, alle Blutwerte (wurden eingeschickt in ein Labor) bestens, keine Anzeichen für einen Fremdkörper, keine erkennbaren Entzündungen, keine Gase wie letztens, keine Auffälligkeiten am Magen, Prostata, Leber, Nieren, sonstwas.

Nach Abklingen des Schmerzmittels traten die typischen Symptome wieder auf: Runden laufen, hecheln, Schwanz nach unten, teilnahmsloser Blick. Wieder wurde geröntgt, Ultraschall vorgenommen, abgetastet. Bei der Untersuchung mussten sie ihm einen Maulkorb anlegen, da er sich wehrte. Er hatte Schmerzen im hinteren Beckenbereich. Dies könnte ein Defekt an den Wirbeln sein.
Die schlimmste Diagnose ist ein Hirntumor.
Uns wurde ein CT angeboten, das jedoch lehnten wir ab. Hat er einen Tumor, so können wir ihm nicht mehr helfen und müssen Prioritäten setzen. Ist es die Wirbelsäule, würde uns die OP mit CT zusammen ca. 1.000 Euro kosten.
Er wurde zum Beobachten eine Treppe rauf und runter geschickt. Da und auch nach den kleinen Runden im Gelände konnten wir erkennen, dass er langsamer wurde, die Treppe schlecht hoch kam, das rechte Hinterbein wollte nicht so richtig.

Die dritte Möglichkeit ist eine Futterunverträglichkeit. Wir haben wieder Spezialfutter bekommen und werden nun das Ausschlussverfahren versuchen.

Wir haben ihn nun also heut Mittag mit nach Hause genommen, sollen keine Schmerzmittel verabreichen und beobachten. Morgen sollen wir den Arzt über seinen Zustand informieren.
Er hat sich auf sein Futter gestürzt, wir sind wenige Meter vor dem Haus gelaufen, dann schlief er 2 Stunden. Stand auf, hat ein wenig gefressen, ist wieder Runden gelaufen mit Schwanz nach unten, hat sich wieder vorsichtig hingelegt.

Und nun heißt es wieder einfach warten und beobachten. Ich kann nicht sagen, wie es weiter geht. Ist es eine Allergie gegen bestimmtes Futter (oder beigemengte Zutaten), so wäre dies kein Problem für die Zukunft.
Verhält er sich weiter so, werden wir als nächstes – in Absprache mit unserer Tierärztin – Schmerzmittel gegen eine eventuelle Entzündung im Wirbelbereich verabreichen. Wir können auch damit umgehen, ihm für den Rest seines Lebens Schmerzmittel zu geben. Menschen mit chronischen Schmerzen, welcher Art auch immer, müssen auch Medikamente nehmen.
Hilft auch das nichts, müssen wir der Realität leider ins Auge sehen und vom Schlimmsten ausgehen. Wir werden ihn nicht leiden lassen, aber irgendwann wird eine Entscheidung fallen müssen.

Eine letzte Möglichkeit wäre noch immer ein Fremdkörper, der auf Röntgen- und Ultraschallaufnahmen nicht zu sehen ist.

Mehr kann ich momentan nicht berichten. Die nächsten Tage wird es hier still werden. Statt zu bloggen werde ich bei ihm sein, mich mit ihm beschäftigen. Da große Runden ausfallen, werde ich ihn öfter kurz vors Haus bringen, ein wenig hin und her laufen, bis er seine Geschäfte erledigt hat. Wir bleiben in Kontakt mit unserer Tierärztin. Gestern Abend hatten wir noch ein langes Gespräch mit ihr, bevor wir heut in die andere Praxis gefahren sind. Wir wollten ihre Meinung hören.

Also: ich werde zwischendurch berichten, wie es ihm geht. Vielen Dank für all eure guten Wünsche, vielleicht geschieht ja doch noch ein kleines Wunder.

1. Sonntag im Oktober

War es gestern noch außergewöhnlich warm mit 20 Grad, nieselt es heut bei kühlen 8. Die Heizung läuft, abends brennt die Kerze auf dem Tisch, der Rotwein wärmt von innen – Wohlbehagen.
Leider geht es Johnny wieder schlechter, wir mussten ihm sogar gestern Abend die Schmerzspritze geben. Wir haben einen neuen Verdacht, haben jede Abfolge Fressen/Laufen/Schlafen/Schmerzen genau beobachtet. Nun geht es morgen wieder zur Tierärztin, wir werden den Ultraschall in Angriff nehmen.

Gestern waren wir in Dresden bissel shoppen, haben eine neue Deckenlampe fürs Schlafzimmer gekauft. Tagesausflüge werden wir nun ganz danach richten, wie es weiter geht mit unserem kleinen Sorgenkind.

Ich schenke euch einen Glückspilz und hoffe, ihr drückt uns noch mal die Daumen in den nächsten Tagen.

Macht euch einen gemütlichen Sonntag, bei wem scheint noch die Sonne?
Ich wünsche mir so sehr, bald wieder mit Johnny durch die Aue laufen zu können. Aber mehr wie ein paar Schritte vor die Tür sind nicht mehr drin.

Socken Nr. 19

Irgendwie musste ich mich ja zwischendurch ablenken. Also wurde fleißig gestrickt.
Diese bekommt meine Mam zu Weihnachten. Bei den letzten blaufarbenen meinte sie, die sehen so schön aus. Sie strickt zwar selbst, aber viiieeel langsamer, braucht Monate für ein Paar.

Johnny geht es heut gut, welch ein Wunder. Schlürft gierig seine Brühe und ruht zwischendurch wieder. Kein Schwanz einklemmen, kein Hecheln, kein Runden rennen. Springt aufs Sofa und kläfft die Mopeds an. Ein Wunder? Ohne Schmerzmittel? Zittert zwar manchmal leicht, aber er wird sich auch schwach fühlen.

Nun haben wir zwei Wochen Urlaub. Die Zeit wird zeigen, was wir noch unternehmen können. Ein paar Ausflüge werden wenigstens drin sein. Sohnemann Robert hat noch eine Woche Praktikum, könnte uns in der zweiten Woche Johnny abnehmen.

Kommt gut ins erste Oktober-Wochenende, hier schaut es heut herbstlich aus. Mal regnet es ein wenig, es geht Wind, es ist trüb. Egal, ich mach es mir heut richtig gemütlich. Werde die ersten Kerzen wieder hervor kramen, ein Glas Rotwein genießen und mich über Urlaub freuen. Beim Frisör war ich auch vorhin. Und Blogrunden werde ich endlich auch wieder schaffen.

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