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Socken Nr. 2
Sie sind fertig, dieses Mal mit längerem Schaft und verstärkter Hacke.
Und damit ich gar nicht erst aus der Übung komme, waren wir am Freitag im Nachbarort Laußnitz im Fellhandel Körner. Hier gibt es viele tolle Sachen. Schaf- und Wildfelle, Wolle – zum Stricken und Filzen, alles Mögliche aus Fell: Mützen, Kappen, Schuhe, Handschuhe, Westen, Ohrwärmer. Dazu Socken und Strümpfe von der kleinsten bis zur größten Größe.
Wir haben Schafwolle gekauft. Und nun bin ich wieder voll am Nadeln. Ein neues Körbchen für die Utensilien hab ich auch bekommen.
Sportstunde
Heut war mal wieder eine Runde Toben für Johnny angesagt. Über den Mittag kamen sogar mal kurz ein paar Sonnenstrahlen hervor, da zogen wir auf die große Wiese in der Aue – Sohnemann Robert, Johnny und ich.
Johnny erzählt heut mal.
Also, da haben die beiden heimlich getan, sie haben eine Tüte mitgenommen und Leckerlie. Was das wieder werden sollte? Und dann stiefelten wir auch noch quer über die Wiese, na wenigstens gab es Maulwurfhaufen zu beschnüffeln.
Robert öffnete plötzlich die Tüte und meinte, es gehe gleich los. Frauchen lief weg, wo wollte sie denn ohne mich hin?
„Also Johnny, Achtung“!
„Und los“!
Haha, ich war immer schneller an der Scheibe wie die beiden. Hab sie!
Meine, geb ich nicht mehr her.
Aber Robert redete mit mir. „Wenn du sie nicht her gibst, können wir nicht spielen.“ Nun gut, hab es kapiert. Sie schmeißen das Ding in die Luft und ich muss es dann holen, abliefern und es geht von vorn los.
Die ist aber auch verdammt prima zum Anknabbern geeignet.
Das hat voll Spaß gemacht. Dann war ich aber so was von kaputt, oh man, das Sofa war für die nächste Stunde meine 🙂
Sie sind da!
Ich habe sie vorhin entdeckt. Ich glaub es nicht, die ersten Schneeglöckchen sind da. In Nachbars Grundstück recken sie ihre Köpfchen in die Sonne, die heut tatsächlich kurz bei uns vorbei schaute. Ich musste zwar das volle Zoom zum Einsatz bringen (daher etwas unscharf), aber ich hab den Beweis 🙂
In der Aue habe ich wieder neue Biberspuren entdeckt – und neue Knabberspuren. Ich muss doch den Kerl endlich mal wieder entdecken.
Blumenreste
Noch immer habe ich im Hof Balkonkästen stehen mit Pflanzen. Sie wollen einfach nicht aufgeben. Vielleicht schaffen sie es bis zum Frühjahr. Wenn es noch mal irgendwann schneien sollte, kommen sie unters Dach.
Habe heut mal den Garten inspiziert. Neben vielen Gänseblümchen schauen die Ranunkeln schon aus der Erde, haben richtiges Blattwerk entwickelt. Meine Güte, ich kann echt nur hoffen, der Winter kommt nicht noch mit aller Macht. Die Rosen machen auch Anstalten austreiben zu wollen. Und Petersilie könnte ich auch ernten, dabei hab ich im Herbst alles abgeschnippelt.
Wie schaut es bei euch in den Beeten aus?
Der Wurm ist drin.
Er ist da. Hat sich heimlich in unser Haus geschlichen. Langsam, sehr langsam frisst er sich vorwärts – von einem Gerät zum anderen. Der WURM!
Es begann vor einigen Wochen. Da zickte meine Waschmaschine – wieder mal. Aber so lange sie noch zu überreden war ging es ja. Im Keller haben wir eine Ersatzmaschine, die kommt bei großen Wäschebergen mit zum Einsatz. Doch der kleine Kerl muss das gewusst haben, denn plötzlich wollte auch die Zweitmaschine nicht mehr arbeiten. Es half kein Schimpfen, Rütteln, Probieren. Also wurde eine neue Maschine für den Keller bestellt. Doch oh Wunder – ganz urplötzlich lief sie wieder. Nun gut, wird die alte Ersatzmaschine eben nur noch für die Hundedecken genutzt.
Für die Maschine im Bad wurden Ersatzteile bestellt und gestern Abend war die Ordnung wieder hergestellt.
An Heiligabend beim Mittagessen zubereiten machte es „bing“ – und der Glasteller in der Mikrowelle hatte sich verabschiedet. Nun hatte es der kleine unersättliche Wurm also vom Keller bis in die Küche geschafft. Dank ebay wurde zu erschwinglichem Preis ein Ersatzteller bestellt.
Doch in der Küche gibt es viele Geräte, die das Würmchen anziehend findet. So war als nächstes – ebenfalls an Heiligabend – der Herd dran. Beim Vorheizen des Backraumes räucherte es und stank. Dank Selbstreinigungsfunktion wurden sämtliche eventuelle Verschmutzungen abgebrannt und der Weihnachtsbraten war gerettet.
Dick und rund wie der Wurm nun war, gönnte er sich ein paar Tage Ruhe. Doch irgendwann fing der Magen an zu knurren und Herr Wurm ging auf Wanderschaft. Hm, was könnte es denn als nächstes sein?
Und so begab es sich, dass ich eines Abends die Brotschneidemaschine anwarf und – ratter ratter ratter – sie wollte nicht mehr. Also wurden die Schnitten mit dem Brotmesser abgeschnitten. Ersatz haben wir noch nicht besorgt, wir haben ein sehr gutes Brotmesser 🙂
Gestern Abend wollte Sohnemann Robert zurück nach Tharandt fahren, den Sonntag noch zum Lernen nutzen. Nur noch schnell den Bart gestutzt mit dem Haarschneidegerät – Pustekuchen! Der kleine grüne Wurm hatte sich sein neues Opfer gesucht. Denkste! Aufgeschraubt, gereinigt, ging wieder. Puh – Schwein gehabt.
Und nun frage ich mich, was wohl als nächstes dran kommt. Ich suche und rufe und schicke Johnny los mit dem Befehl „Such“. Nichts, keine Spur vom Wurm, wir können ihn nicht finden.
Hat von euch jemand Erfahrung damit gemacht? Wie kann man ihn finden? Also auf eure Vorschläge bin ich echt gespannt 😆
Und nun wünsche ich euch einen gemütlichen Sonntagabend. Hier regnet es schon den ganzen Tag und ist grau. Ich strick dann mal Socken, falls der Winter doch noch kommt.




















