Nicht nur die Pflanzenwelt erweckt zu neuem Leben, auch die Tiere in der Natur freuen sich über die derzeitige Wärme. Letzte Woche auf der Kinderwagen-Runde (wie witzig, bisher war es die Hunderunde) hüpfte es vor meinen Füßen.
Ganz langsam, fast in Zeitlupe bewegte sich die Kröte vorwärts. Schmutzig war sie, voller Sand. Sicher war sie gerade aus der Erde gekrochen.
Lange war ich nicht mehr beim „Feldbaum“. Für Johnny war die Runde zuletzt zu schwer. Nun hab ich mal wieder nach ihm geschaut.
Es geht uns gut. Die Nachrichten überschlagen sich, doch wir versuchen ruhig zu bleiben. Heut musste ich doch ein paar Kleinigkeiten besorgen und stand verdutzt vor leeren Regalen. Kein Toilettenpapier, keine Küchentücher, keine Milch, keine Flüssigseife, keine Damen-Hygieneartikel, keine Spültücher. Selbst Katzenfutter hatte sich gelichtet. Hilfe!
Kommt gut durch diese Tage und passt auf euch auf! Bei mir fällt nun auch der wöchtentliche Sport aus.
Nach den letzten kalten Nächten wird es nun richtig Frühling mit viel Sonne und Wärme.
Es wird Frühling.
Die Natur explodiert, überall beginnt es zu grünen und zu blühen. Ich habe sogar die ersten Buschwindröschen entdecken können. Sonst kommen sie erst im April.
Buschwindröschen
Die Wäsche kann wieder auf der Leine flattern, die Gartenarbeit ruft, die Sitzecke lädt wieder zum Verweilen ein.
Auf der Abendrunde.
Der Biber hat neue Spuren hinterlassen. Ich muss die Augen offen halten, um ihn vielleicht wieder zu entdecken.
Biberverbiss
Wie geht es euch, gibt es in unmittelbarer Nähe schon Corona-Fälle? Hier zum Glück noch nicht. Dennoch haben wir mal einen etwas größeren Einkauf getätigt, man kommt sich dabei so schäbig vor. Aber lieber eine Reserve da haben als dann daheim bleiben zu müssen und nichts zu haben. Verhungern lässt man uns schon nicht, aber der Blick in andere Länder und die Zustände da macht doch langsam ängstlich. Passt gut auf euch auf!
Kaum ist Weihnachten vorbei, schon gibt es wieder neue Socken. Ein Paar musste in Windeseile als Überraschung zum Geburtstag fertig werden. So bekamen sie den Namen „Schnelle Socke“ 🙂
„Schnelle Socke“
Und auch das nächste Paar wird ein Geschenk. Da ich auf dem Küchentisch einen Lichterhalter aus der ortsansässigen Töpferei stehen habe und ständig auf die Farben sah, so bekam dieses Paar den Namen „Töpfersocken“.
Töpfersocken
Nun lasse ich die Nadeln erst mal zur Ruhe kommen, muss neue Wolle bestellen.
Termine stehen diese Woche an, die Zeit wird schnell vergehen. Kommt gut durch die Woche!
Jedes Jahr im Winter gibt es im Schloß Moritzburg eine Ausstellung zum Märchenfilm „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“. Vor einigen Jahren war ich mit meiner Mutti da, aber leider war Fotografieren verboten.
Nun gab es aber im Dresdner Elbepark eine Ausstellung und ich konnte Bilder machen.
Gibt es jemanden, der diesen Film noch nicht gesehen hat? Also jedes Jahr schaue ich ihn mir nicht an um die Weihnachtszeit, aber ich habe eine DVD davon.
So niedlich war die kleine Ausstellung anzusehen.
Nun müsste wieder alles abgebaut sein. Bis zum nächsten Mal.
Es muss weiter gehen – ohne Johnny. Die Tage sind so lang, wenn man sich nicht ständig um Hunderunden, Hundehaare, Medikamente, Futter und Arztbesuche kümmern muss. Es ist noch immer so leer, daran muss ich mich gewöhnen. Ich bin noch immer sehr traurig, auch wenn die Miezen mich ablenken.
Am Wochenende waren unsere beiden Förster aus Dresden zu Besuch. Und zum ersten Mal sind wir mit ihrer neuen Hündin in die Aue gelaufen.
Die Aue im März.
Twinky – eine Dame – haben sie aus dem Tierheim geholt. Sie ist noch sehr ängstlich und voll auf ihr neues Frauchen fixiert.
Mischlingsdame Twinky
Aber in der Aue hat es ihr gefallen. Sie tobte durchs Wasser, holte Äste heran, knabberte wie Johnny auf ihnen herum. Lebensfreude pur.
Knabbern mach Spaß
Ich laufe nun fast jeden Tag allein meine Runden, ich brauche die frische Luft. Entweder mit dem Kinderwagen oder auch mit den Stöcken die Walkingrunde im Nachbarort.
Es gibt immer einen neuen Morgen, der mich hoffen lässt, dass die Traurigkeit schwindet.
Ich danke euch allen für eure so liebevollen Worte, euer Mitgefühl, die Mails und Briefe.
Am 22.02. war mein Blog 10 Jahre. Mein Mann stellte den kurzen Beitrag ein und überraschte mich mit roten Tulpen. Die waren damals mein allererstes Foto.
Wir mussten unseren lieben kleinen Johnny über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Es ging ganz schnell. Er hustete vermehrt, lief langsam, der Schwanz ging nach unten. Die Röntgenaufnahme bei der Tierärztin war der Punkt, an dem wir beschlossen ihn zu erlösen. Es war weniger das ständige Wasser in der Lunge, sein Herz schaffte es nicht mehr. Es war extrem groß und stieß schon gegen die Wirbelsäule und die Bauchdecke.
Am 13.12.2005 zog er bei uns ein und somit das Lachen, am 13.02.2020 erlösten wir ihn von seinem Leiden.
Der kleine Johnny
Wir sind so unendlich traurig, es ist so leer in der Wohnung. Doch er hatte ein so schönes Leben bei uns.
Das erste getrocknete Schweineohr.
Überall haben wir ihn mitgenommen, er hat so viel gesehen in seinem Hundeleben.
Johnny mit seinem Gummiknochen
Er war mit uns an der Ostsee, von Ost nach West sind wir sie abgefahren.
An der Ostsee.
Wir waren am Gardasee, im Spreewald, in der Sächsischen Schweiz sind wir auf den Pfaffenstein gekraxelt, im Schwarzwald, an Rhein und Mosel, in Hamburg zur Hafenrundfahrt, an der Nordsee bei den vielen Schafen und in Dänemark, im Bayrischen Wald.
Am Strand in Dänemark
Nun schläft er im Garten, er wird für immer in unseren Herzen bleiben. Sein Foto steht in der Schrankwand.
Er war als Welpe ein kleiner Sockendieb, er jagte dem Wasserstrahl im Garten hinterher, er buddelte bis zur Erschöpfung, er lag gern in der Sonne, stürzte sich auf das restliche Katzenfutter im Napf, versteckte sich gern unter seiner Decke, kläffte am Fenster seine Feinde an, zerknabberte mit Vorliebe Stöckchen und fuhr so gern Auto.
Schlaf gut mein Kleiner!
letztes Foto vom 04. Februar
Seine Wegbegleiter waren in den letzten Jahren Theo und Mauz. Sie werden ihn vermissen. Sie sind irritiert, weil die Futternäpfe nun an einer anderen Stelle stehen und die Körbchen leer bleiben.
Es braucht Zeit, über den Verlust hinweg zu kommen. Ich weiß noch nicht, wie lange es jetzt hier still bleiben wird.
Ganz spontan haben mich die jungen Leute mit in den Zoo nach Hoyerswerda genommen. Einfach mal raus, was anderes sehen, abschalten, lachen, beim Enkelkindchen sein.
Es ist nur ein kleiner Zoo, einige Anlagen werden gerade neu gebaut und viele Tiere waren noch in ihren Winterquartieren.
Wird man beim Anblick eines Faultieres müde? 🙂
So müde 🙂
Aber dann kam Bewegung ins Spiel. Die können ja doch ganz schön schnell klettern.
Ich habe mich mal nicht so sehr aufs Fotografieren konzentriert, sondern einfach mal geschaut und mich gefreut.
Die Kraniche flatterten wild umher, hüpften, legten den Kopf in den Nacken. Balztanz!
Balztanz
Leider konnten wir viele Tiere nicht sehen. Aber einige lagen in der Nachmittagssonne und genossen diese ebenso wie wir.
Eine Katze mit nur einem Auge tauchte plötzlich auf, lief mit uns mit, strich um meine Beine und wollte gestreichelt werden. Ob sie hier wohnt? Sicher, denn sie fühlte sich wohl und war auch gut genährt. „Ich habe aber schon ein Findelkind“ meinte ich im Spaß zu ihr.
Durch einen kleinen Bereich mit Mini-Kängurus und Nandus konnte man laufen. Wie schön. Doch als ein Nandu auf uns zu kam, da sind wir doch lieber geflüchtet. Die sind so groß 🙂
Klein-Emilia hat alles super verschlafen 🙂 Abschließend gab es noch einen Kaffee in einer Bäckerei zum Aufwärmen.
Nun kommt draußen langsam Wind auf. Wir haben alles weggeräumt, was davon fliegen könnte. Doch so schlimm wird es bei uns nicht werden. Ehe der Osten des Landes dran ist, hat sich der Sturm sicher im Westen schon ausgetobt. Passt alle gut auf euch auf!