Träumerle

Der Blog zur Aue

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Endlich wieder Socken

Also für dieses Paar habe ich ewig gebraucht. Angefangen noch vor dem März-Urlaub, kam ich irgendwie nicht dazu und somit nicht vorwärts. Aber nun sind sie endlich fertig und können verschenkt werden.
Bestimmt sind sie für eine Kommilitonin von Sohnemann und bekommen daher den Namen „Försterliesel“ 🙂 Die Farben passen ja zum Wald.

Försterliesel

Es stinkt

So oft ich auch von der schönen Aue berichte, es gibt immer und überall auch Schattenseiten. Mensch und Tier fühlen sich wohl hier auf den romantischen Pfaden.

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Die Jugend hier in Königsbrück hat zwar einen Jugendclub gleich an der Aue, aber der ist – wie mir inzwischen zu Ohren gekommen ist – vorübergehend geschlossen.

Es gibt einen Abenteuerspielplatz, da kann man auch Skater fahren und Volleyball spielen. Doch alles wird irgendwann einseitig und die Jugendlichen wissen nichts mit sich anzufangen. Also traf man sich jahrelang in der Aue auf der Bank, machte Feuerchen, hinterließ regelmäßig Müll und Glasscherben, schälte die Rinde von gepflanzten Bäumchen. Ich berichtete schon mal und schrieb einen Artikel im Stadtanzeiger.

Nun hat dem jemand einen Riegel vorgeschoben und einen großen Haufen Mist genau vor der Bank abgesetzt. Ich vermute, dass es der Bauer war, der hier die Wiesen bewirtschaftet.

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Wie habe ich gelacht, als ich das sah – und roch 😆 Nun ist wirklich seither Ruhe. Kein Müll, keine Scherben, keine Speisereste. Doch der Geruch wird verfliegen, der Haufen muss ja irgendwann auch wieder weg. Und dann? Geht es sicher von vorne los.

Ich habe wieder einen kleinen Artikel im Stadtanzeiger veröffentlicht und schon den ersten lobenden Anruf erhalten.

Aue-Spaziergang

Ich ging in der Aue so vor mich hin,
die Schönheit der Natur zu genießen,
das war mein Sinn.
In die Unterführung der Umgehungsstraße
bog ich ein,
da lagen Scherben der Flaschen
von Bier und Wein.
Die Jugend, die am Abend Party gemacht,
die hat an den Spaziergänger am Morgen gedacht:
Decken fürs Picknick lagen am Boden bereit,
für die Vögel gab es Speisereste und eine Brotmahlzeit.
Das Geläut heller Glöckchen
lies mich dann horchen auf,
doch es waren klirrende Flaschen
in des Baches Lauf.
Ich ging in der Aue so vor mich hin,
die Schönheit der Natur zu genießen,
dafür haben die Schmutzfinken wohl keinen Sinn.

Helmpflicht

Das Thema Helmpflicht beim Fahrrad spaltet manchmal die Gemüter. Für Kinder ein Muss, das sehe ich ein. Aber als Erwachsener sollte man auch in Zukunft selbst entscheiden können, ob man nun einen tragen möchte oder nicht. Fakt ist: wenn er generell Pflicht wird, werde ich wohl kein Rad mehr fahren.
Frau steht morgens vor dem Spiegel. Kämmt und föhnt und legt das Haar, um schick durch den Tag zu kommen. Dann soll sie aufs Rad steigen, um zur Arbeit zu fahren. Und wie kommt sie dann an? Plattgedrückt! :mrgreen: Ich meine die Haare, nicht die Frau :mrgreen: Nein, nicht mit mir.

Wenn wir durch die Aue streifen, überqueren wir immer eine kleine Brücke, die ich schon oft zeigte. Seit Jahren fehlen da die Handläufe. Oft schon bei der Stadt kritisiert, doch es fehlt offenbar am Geld. Ältere Menschen kommen da schlecht hoch und auch ich bin im Winter immer vorsichtig die Stufen auf und ab gestiegen. Bloß nicht rutschen und fallen!

Die Stadt hatte nun eine prima Idee. Sie legte einen Helm bereit, den jeder nutzen kann. Schaut selbst:

„Frauchen, muss ich den dann auch aufsetzen?“

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Ich dachte früh, ich sehe nicht recht. Es war noch etwas duster, aber meine Augen sehen gut.

Und weil die Brücke zwei Seiten hat, muss logischerweise auch auf der anderen Seite ein Helm bereit liegen:

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Nun kann man ohne Ängste die Brücke überqueren. Die Stadt hat Geld gespart und wir sind dankbar dafür.

Hihi – und wer glaubt das jetzt? 😆
Der Helm – Kindergröße – lag da auf den Stufen der Brücke. Ich habe ihn lieber auf den Baumstamm daneben gelegt, so war er aus allen Richtungen besser zu sehen. Am Mittag war er dann auch verschwunden.

Aber was ist nun mit dem Helm beim Rad fahren? Nutzt ihr einen oder nicht? Wer richtig sportlich ist und viel fährt, da sehe ich es auch noch ein. Aber wenn ich hier paar hundert Meter zum Friedhof radle oder auf Arbeit, da setze ich doch keinen auf. Wir sind nur eine Kleinststadt und abends werden die Bürgersteige hoch geklappt. Wenn ich nach 18 Uhr durch die Stadt laufe, ist kein Mensch mehr auf den Straßen zu sehen. Durch Dresden oder andere Großstädte würde ich sowieso niemals mit dem Rad fahren, da wäre dann ein Helm auch wirklich angebracht.

Willkommen im Dschungel

Wer hat Angst vor Schlangen? Ich mag sie nicht sonderlich, aber momentan kreuzen sie fast täglich unseren Weg in der Aue. Es kreucht und fleucht überall 😯

Auf der Mittagsrunde neulich lag die erste direkt auf dem Weg. Ein schönes Exemplar Ringelnatter:

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Die Sonne schien, sicherlich wärmte sie sich auf.
Weiter ging es durch die grüne Schönheit der Natur.

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Überall schnuffelnd, entdeckte Johnny die nächste. Diesmal eine Blindschleiche:

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Und kurz darauf die nächste. Die sah allerdings recht kurz und dick aus. Sicher ein junges Tier – ein Moppelchen 🙂

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Nun klebten meine Augen nur noch auf dem Boden. Ist schon witzig manchmal. Schaut man durch die Gegend und in die Luft, so stolpert man über die vielen Wurzeln oder Stöckchen auf dem Weg.
Schaut man gebannt auf den Boden, so rennt man in Spinnennetze oder am seidenen Faden herab hängende Raupen 😯

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Und prompt lag das nächste Exemplar mitten auf dem Weg. Bin ich vielleicht erschrocken, als ich fast drauf getreten wäre 😆

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 Also wer auch immer durch den Dschungel die Aue streift: schön auf den Boden achten! :mrgreen:

Wonnemonat Mai

Nun ist er da, der Wonnemonat Mai. Aber er präsentiert sich leider erst einmal mit Kälte und kräftigen Regenschauern 🙁

Am Mittwoch haben wir die Stöckchensammlung von Johnny in unserer Feuerschale verbrannt. Dazu noch ein paar trockene Zweige und der Weihnachtsbaum – es gab ein kleines, aber feines Feuerchen, mit welchem wir den Winter nun vertrieben haben. Wir haben gegrillt und lange draußen gesessen.
Nun kann Johnny wieder für Holz-Nachschub sorgen :mrgreen:

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Auf jeder Runde muss irgendwo was zerknabbert werden 🙂

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Das Wasser ist offenbar auch nicht mehr so kalt, daher wird die Knabberei auch schon mal aus der Bach geangelt.

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Ob kleine Zweige oder halbe Baumstämme, für die Beißerchen ist alles gut 😆

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Da kann der Biber mal schauen, wie man knabbert :mrgreen:

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Gestern war das Wetter noch schön, doch heut hocken wir in der Stube und müssen fast die Heizung aufdrehen. Aber so ein Faulenzertag tut auch mal gut. Nur einkaufen müssen wir noch bissel.
Habt ihr heut alle Brückentag oder muss auch jemand arbeiten gehen?

Zeit zum Pusten

Kaum recken sich die gelben Köpfe des Löwenzahn zur Sonne, schon können wir Pusteblumen entdecken.
Welches Kind hat nicht schon mal die kleinen Schirmchen fliegen lassen? Wir haben uns immer was dabei gewünscht.

 

Tausend kleine Schirmchenflieger
pustet fort der Wind.
Und weil man sich was wünschen kann,
so tut´s auch jedes Kind.
Tausend kleine Kinderwünsche
werden getragen vom Wind.
Damit sie bald in Erfüllung gehen
treibt er sie fort geschwind.
Und kommt ein Schirmchen bei dir vorbei,
so halt es niemals auf.
Irgendwo gibt es dann ein neues Blümchen,
das ist des Lebens Lauf.
K.L.

 

Pusteblume 01

 

Vernebelter Morgen

Nach dem traumhaften Morgen am Freitag bot sich mir am Samstag der totale Kontrast: Nebel und Düsternis überraschten uns in der Aue.

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Da erwartete ich statt Elfen graue Gestalten und Ungeheuer 😯 Bloß gut, dass ich Johnny an meiner Seite hatte :mrgreen:

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Es herrschte Stille. Wahrscheinlich saß die Vogelwelt – sonst zwitschernd um diese Zeit – hoch oben in den Bäumen geduckt in ihren Nestern, Schutz suchend vor diesem unheimlichen Zustand.

Das alte Eisenbahnviadukt war nur zur Hälfte zu erkennen, den Rest verschluckte die Nebelwand:

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Der alte Karren passte perfekt zur mystischen Kulisse, stammt er doch aus alten – grauen – Vorzeiten:

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Aber der Tag meinte es doch noch gut mit uns, es wurde richtig warm mit Sonnenschein. Nur gegen Abend drohte Gewitter, welches aber nach 3 Tropfen an uns vorbei zog. So konnten wir noch draußen sitzen und grillen.

Traumhafter Morgen

Als ich heut früh die verträumten Augen aufschlug, da lächelten mich die ersten Sonnenstrahlen zaghaft an. Aber irgendwie war das Licht anders als sonst. Also flugs in die Sachen und ab zur Morgenrunde.
Der Dunst über der Aue war fast rosa, cremefarben!

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Es war ein eigenartiges Licht. Der Nebel über der Wiese löste sich langsam auf, also schnell noch ein paar Aufnahmen gemacht.

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In solch Momenten fühle ich mich wie in einer Traumwelt. Gleich müssten kleine Elfen auftauchen oder Nixen aus dem Wasser lugen, Kobolde aus den Erdhügeln schauen oder Wundervögel ihre Morgenlieder von den Ästen zwitschern.

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Diese Allee ist so zauberhaft und zauberhaft erstrahlte sie auch heut am Morgen:

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Am Nachmittag waren wir noch einmal an dieser kleinen Brücke. Johnny badete und erzeugte wieder Holzspäne. Die Fotos folgen später noch.

Ich wünsche allen Besuchern meines Blogs ein traumhaft schönes Wochenende mit glücklichen Momenten.

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