Träumerle

Der Blog zur Aue

Archiv: Juni 2010

Mein Feldbaum

Ich hab ihn wieder besucht. Da ich die genaue Position beim ersten Anlauf nicht hinbekommen habe, bin ich am nächsten Tag noch mal hin. Die schönen Ballen waren leider weg, aber schaut mal, was mir da vor die Linse gerannt ist:

Somit ergibt sich schon diese schöne Baum-Collage, und es werden noch mehr!

Ich wünsche euch heut viel Spaß beim Fußball schauen und ein geruhsames Wochenende.
Bei uns ist heut im Flugmedizinischen Institut der Bundeswehr die „Lange Nacht der Wissenschaften“. Da stehen alle Türen offen, aber ich denke nicht, dass ich da fotografieren darf. Aber berichten kann ich euch nachher von all den Geräten und Einrichtungen, an und in denen die Flieger getestet werden. Ich bin super neugierig.
Aus Zeitgründen werde ich daher heut wenig an den Rechner kommen. Also nicht wundern, wenn ich nicht antworte.

Mein Donnerstag-Foto Nr. 6

Für Follygirl hab ich heut zu meinem Foto noch ein Rezept. Derzeit blüht der Holunder und ich schau schon mal, wo sich wieder welcher holen lässt im Herbst.

Das Rezept habe ich vor zwei Jahren von Mari bekommen und seither koche ich diese Marmelade:

Zutaten:
500 g Holunderbeeren
700 g Birnen
1 Zitrone
Aniskörner (oder gemahlen)
500 g Gelierzucker 2:1

Die Beeren waschen (schöne Zupferei vorher 🙂 ) und mit dem Pürierstab kurz bearbeiten,
die Birnen schälen, entkernen und ganz fein schnipseln (macht tierisch Arbeit 🙂 ),
die Zitrone auspressen und den Saft mit 0,5 TL Aniskörnern mit den Früchten mischen.
Mit dem Gelierzucker vermengen und nach Anleitung kochen, in Gläser füllen.

Die Marmelade kommt so gut an, dass ich schon Bestellungen bekommen habe. Ich hab es auch schon mit ganzen Beeren versucht (wollte das Pürieren sparen), aber das ist nicht so schön.
Hab auch schon nur Holunderbeeren verarbeitet, aber Pfui – das schmeckt mir nicht. Die Birne bringt den Geschmack. Und da wir im Garten einen riesengroßen alten Birnenbaum haben, kostet mich die ganze Sache nur den Gelierzucker und Strom.
Probiert es – schmeckt wirklich toll!

Auf der Wiese …

haben wir gelegen und wir haben Gras gekaut – nee, nicht ich und Johnny, sondern das hat mal ein DDR-Schlagersternchen gesungen – Veronica Fischer.
Als ich meinen einzelnen „Feldbaum“ mal wieder besuchen war (Bilder gibt es später), kam ich an dieser Wiese vorbei. Am liebsten hätte ich mich ja hinein gelegt, bin aber mal lieber nur in die Hocke gegangen.

All diese Blümchen auf einer Wiese versammelt, ich wurde gar nicht fertig mit knipsen.

Es war auch mal wieder höchste Zeit für Blümchenbilder. Hat von euch jemand eine Allergie gegen Gräser- oder Getreidepollen? Dann möchte ich mich entschuldigen, wenn euch jetzt die Nase juckt oder die Augen tränen 🙂

Dienstags-Stöckchen

Dieses Stöckchen hab ich bei Irmi entdeckt und fand es interessant, deshalb hab ich es aufgefangen:

Eine Sache die du heute tust, von der du mit 16 nie gedacht hättest dass du sie jemals tun würdest:
Mich für Computer interessieren.

Das letzte, was du gekauft hast, ohne dass es irgendeinen Sinn gehabt hätte:
Deko-Holz-Herzen, liegen noch im Schrank – vielleicht mal zum Verschenken.

Einen Spitznamen von dir, den heute niemand mehr verwendet / kennt:
Jetzt nicht lachen: Rippchen (ich war so dünn).

Ein großes Ziel in deinem Leben, das du noch erreichen willst:
Ich möchte gern die Pyramiden in Ägypten sehen und wilde Elefanten in Afrika. Ich bin noch nie irgendwo hin geflogen. 

Den größten Unsinn, den du als Kind gebaut hast:
Kann mich an nichts erinnern, ich war immer brav 🙂

Ein aus heutiger Sicht vielleicht peinliches Poster das du in deinem Zimmer hängen hattest:
Brigitte Bardot – sie sah so toll aus. So einen Schmollmund und lange Haare wollte ich auch haben. Wenigstens war ich genauso blond.

Dein größter „Medienauftritt“ (Fernsehen, Zeitung, Radio etc.):
Nicht direkt. Hab mal bei einem Urlaubs-Foto-Wettbewerb unserer Tageszeitung den dritten Platz belegt, da wurde mein Name genannt. Und vor unserer Haustür war mal ein Unfall, da stand mein Name als Zeugin in der Zeitung.

Vereine in denen du als Kind Mitglied warst:
Schulchor, Arbeitsgemeinschaft Russisch

Woher du die Person, von der du dieses Stöckchen bekommen hast, kennst.
aus der Bloggerwelt

Dein aktueller Lieblingswitz:
Okay, ist aber nicht böse gemeint:
Ein Pole, ein Wessi und ein Ossi kommen in den Himmel und müssen für ihre Sünden gerade stehen. Als erstes kommt der Pole dran. Man wirft ihm all seine Schandtaten und Betrügereien vor. Der liebe Gott sagt: Lieber Pole, du wirst von deinen Sünden befreit. Aber du bekommst 3 Stockhiebe, dafür hast du einen Wunsch frei. Sagt der Pole: Da nehme ich ein Kissen auf den Rücken.
Dann kommt der Wessi dran. Schimpf und Schande über ihn. Der liebe Gott sagt: Lieber Wessi, du wirst von deinen Sünden befreit. Aber du bekommst 10 Stockhiebe, dafür hast du einen Wunsch frei. Sagt der Wessi: Da nehme ich eine Matratze auf den Rücken.
Nun ist der Ossi an der Reihe. Was hat er nicht alles falsch gemacht in seinem Leben! Der liebe Gott sagt: Lieber Ossi, du wirst von deinen Sünden befreit. Aber du bekommst 20 Stockhiebe, dafür hast du zwei Wünsche frei. Sagt der Ossi: Okay, als erstes möchte ich 100 Stockhiebe und als zweites nehme ich einen Wessi auf den Rücken! 🙂 🙂 🙂

Wer will, kann es auffangen.

Und ganz speziell für Fred und Jürgen hab ich heut noch was. Ihr habt mir gestern so tolle Komplimente gemacht. Jungs von der Hafenkante – ich mag euch 😳

                        

Motorenschau im „Neuen Lager“

Vor 3 Jahren gab es ein Fest im „Neuen Lager“. Ein Königsbrücker Unternehmer hat sich Hallen auf diesem Gelände gemietet, er sammelt alte Technik und Motoren. Da durfte man das Areal des Bunkers betreten, wo die Sprengköpfe für die Atomraketen gelagert wurden.
Vom Lager bis zum Bunker konnten die Besucher im LKW mitfahren, im Jeep oder Motorrad mit Beiwagen.
Meine Schwester hat mir glücklicherweise noch ihre Fotos mit zur Verfügung gestellt, ich hab damals nicht so viel fotografiert.



Dieses Auto wär was! Rechts sitz ich grad auf dem LKW.




Diese Bilder darf ich zeigen. Mein Schwager, meine Nichte und unser Robert.

Hier fährt mein Neffe grad mit Freunden. Danach haben wir das Fahrzeug ergattert.

Wir sind eine Strecke mit dem LKW gefahren und eine mit dem Jeep. Das war ein Gaudi! Volle Lautstärke russische Musik, rasanter Fahrstil, Wodka gratis. Irgendwer aus der Verwandtschaft hat sogar noch ein Foto von uns, aber nach 3 Jahren hat es den Weg bis zu mir leider noch nicht gefunden.

Tja, so hat sich alles gewandelt. Jahrzehntelang war das russische Militär hier präsent, dann waren wir froh über den Abzug der Truppen und letztlich feiern wir hier Feste, haben Spaß an den Fahrzeugen und der Musik. Aber es hat unheimlich Spaß gemacht!

Hab festgestellt, dass dies mein 100. Artikel ist. Und es macht immer noch Spaß! Fred, ich bin Dir dankbar 🙂

Der Truppenübungsplatz – Teil 2

Nun also kommen wir zum Turm. Richtig heißt er eigentlich Haselbergturm. Er wurde im Mai 2008 eingeweiht. Er ist 34 m hoch und verfügt über 9 Etagen. Auf der ersten Aussichtsplattform in 13 m Höhe befinden sich Bänke, so dass man sich beim Treppen steigen zwischendurch ausruhen kann. Oben weht meist ein angenehmes Lüftchen. Bei guter Sicht kann man bis zu 70 km schauen, man sieht den Fernsehturm in Dresden auch ohne Fernglas.

Da der Ginster schon am Verblühen war, habe ich für diesen Beitrag mal noch ein paar Fotos vom letzten Jahr mit eingebaut, da war er in voller Blüte. So sieht es richtig schön bunt aus.
Dieser ehemalige Truppenübungsplatz ist fast 70 Quadratkilometer groß. Nach dem Abzug der sowjetischen Armee war dies eine einzige öde Fläche – wie eine Wüste sah es hier aus. Sand, Sand und nochmals Sand, kein Baum, kein Strauch, keine Vegetation – alles zerfahren, zerschossen, aufgewühlt. Leider kann ich davon kein Foto präsentieren. Und nun schaut, wie es heut hier aussieht:


Hier seht ihr das Flugmedizinische Institut in Königsbrück mit der Kuppel der Zentrifuge.

Das war das Warensilo, da darf man aber nicht hin.

Für diesen Platz mussten viele Ortschaften weichen. Insgesamt laut meinem Buch 10 Orte mit knapp 2.200 Einwohnern.

So weit das Auge reicht, war alles „Schießplatz“. Jahrzehntelang litt die Bevölkerung ringsum in allen Orten unter dem ständigen Lärm der Schießübungen. Nachts klang das wirklich, als ob Krieg wäre. Es donnerte manchmal so heftig, dass das Geschirr in den Schränken klapperte, die Fenster vibrierten.
War ein größeres Manöver angesagt, fuhren endlose Schlangen LKW durch die Orte. Tage vorher standen Soldaten an den Kreuzungen, um den Verkehr zu stoppen und zu regeln. Als Kind haben wir diesen „armen Kerlen“ unsere Schnitten und Obst gebracht, damit sie was zum Essen hatten.
Fuhren wir als junge Mädchen zum Tanz, waren wir nie allein. Grad an diesem Platz vorbei sind wir mit unseren Rädern geradelt wie die Weltmeister – nur schnell vorbei. So manches Mal saßen die Soldaten am Straßenrand und haben den Verkehr beobachtet. Doch, die Angst war präsent und heut kann ich auch die Angst meiner Mam verstehen.

Wenn ihr noch mehr Bilder sehen wollt, dann schaut mal rein unter www.11TD.ru. Ist zwar in Russisch geschrieben, aber es gibt unzählige Bilder von den ehemaligen militärischen Objekten, auch von Königsbrück. In der Leiste unter den oberen Fotos das zweite Wort heißt übersetzt „Fotoalbum“. Da mal draufklicken.

Dies war meine Führung. Sollte jemals jemand von euch in meine Gegend kommen, zeig ich euch gern alles. Nur sollte man wirklich auf den freigegebenen Wegen bleiben. Man kommt offiziell nur bis zum Turm.
Es finden Kontrollen statt und wenn man erwischt wird, muss man Bußgeld zahlen. Es haben sich schon Pilzsucher verirrt und mussten dann gesucht werden.

Nächste Woche zeige ich noch Fotos von der Motorenschau vor 3 Jahren auf dem Gelände des „Neuen Lager“. Das war was! Wir waren froh, als die „Russen“ weg waren und nun haben wir sie imitiert und gefeiert – was für eine Wendung!

Habt einen guten Start in das Wochenende, bei mir steht sogar mal nichts an außer der üblichen Arbeit.

Mein Donnerstag-Foto Nr. 5

Hach, heut ist schon wieder Donnerstag und somit Zeit für mein Foto für die Aktion von Follygirl. Also muss der Spaziergang zum Turm noch bis Freitag warten.
Ich dekoriere ja so gern. Im KIK geh ich immer mal stöbern und habe zwei Vogelhäuschen mitgebracht. Für Vögel ungeeignet – nur zur Deko. Aber mir gefallen sie und falls sich doch mal ein Piepmatz da breit machen möchte, hat er sogar „Hauslicht“ unter unserem Pavillon.

                        

Mir fällt dabei auf, dass ich schon wieder zu den Farben Grün und Gelb gegriffen habe. Passt auch gleich noch zum Header.
Habt einen schönen heißen Tag, wir werden heut gegrillt.

Der Truppenübungsplatz – Teil 1

Am Sonnabend bin ich mit meinem jüngeren Sohn zum Aussichtsturm gewandert. Es war so warm, dass ich Johnny lieber zu Hause gelassen habe und das war auch gut so.
Start war am Solarpark (am „Neuen Lager“). Hier begann zu DDR-Zeiten das militärische Sperrgebiet. Es gibt noch einen Weg vom Gefangenenfriedhof aus, aber da läuft man mehr durch Sonne, hat nicht so viel Schatten.

Man kommt an einem kleinen See vorbei. Dort haben Frösche (oder Kröten?) so laut gequakt, dass ich laut lachen musste. So was hab ich noch nie gehört.

Dann kamen wir zum Bunker, in dem die Sprengköpfe für die Atomraketen gelagert wurden. Man wusste gar nicht, auf was für einem Pulverfass man saß. Hier stand sicher der Wachposten.

In diesen „Ausguck“ musste ich unbedingt kriechen. War gar nicht hoch und mit Rundum-Guck-Löchern versehen.

Dann stand ich vor dem Tor. Zutritt ist nicht möglich. Aber ich werde euch noch Bilder zeigen von einem Fest vor 3 Jahren, da waren alle Tore offen und man konnte den Bunker betreten.

Eine Libelle fand das Cape von Robert ideal als Landeplatz.

Dann ging es immer geradeaus zum Aussichtsturm. Man braucht – ohne Abstecher zum See – ungefähr 40 Minuten.
Diese Bilder zeig ich morgen.
Es ist schon toll zu sehen, wie die Natur sich wieder erholt. Das müssten die „Russen“ mal sehen. In den Seen wurden die Panzer gewaschen, es erfolgte die Verbrennung von Müll und Altöl, es gab offenes Feuer (unsere Feuerwehren mussten im Sommer oft ausrücken auf den Platz), durch die nicht mehr funktionstüchtigen Ölabscheider floss kraftstoff- und ölhaltiges Wasser in die Bäche – es  waren unzumutbare Zustände für die Natur. Dafür wird sie heut entschädigt als Naturschutzgebiet. Robert lief vor einer Woche vom Nachbarort Glauschnitz aus auf dem Biberpfad – und stand plötzlich 5 Meter vor zwei Wildschweinen. Zum Glück haben sie nach kurzem Blickkontakt das Weite gesucht. Oh man, das dürfte mir nicht passieren. Deshalb geh ich auch nicht gern allein. Aber es ist auch gar zu schön auf diesen Wegen.

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