Träumerle

Der Blog zur Aue

Archiv: Juni 2010

DTM-Erlebnis

Ich fange rückwärts an zu berichten. So bekommt ihr heut zuerst unsere Erlebnisse vom Sonntag.
Der EuroSpeedway liegt ca. 40 km nördlich von Königsbrück Richtung Spreewald. Laut Zeitungsbericht waren 79.000 Gäste da (wir waren elf Mann bzw. Frau). Ich bin ohne jegliche Erwartungen da mitgefahren und wurde total überwältigt. Ausgerüstet mit Sonnenschutzcreme, einem Seidentuch als zusätzlichem Sonnenschutz, Kamera, Sonnenbrille und: meinem Träumerle-Hütchen ging es los. Habe es jedoch etwas „entdekoriert“ und nur ein kleines Rosenkränzchen dran gelassen.
9 Uhr waren wir da und schon 9.30 Uhr begann das Warm up. Beim allerersten Knattergeräusch und dem Anblick der Fahrzeuge bekam ich Gänsehaut – das musste einfach nur toll werden.
Als erstes kleines Rennen fuhren Seat Leon Supercopa und anschließend Porsche Carrerea Cup. Im Eventprogramm trat Lou Bega auf. Nach den üblichen Abläufen vornweg (Einfahrt der Fahrer, Musik usw.) startete 14 Uhr das große Rennen.
Von allen Rennfahrern kenne ich aber nur Ralf Schumacher und David Coulthard. Und jetzt folgen einfach Bilder.

Leider gab es schon in der ersten Runde einen Crash mit David Coulthard und er musste aufgeben.

In diesem Wagen fuhr Ralf Schumacher.

Die Boxenstopps waren Wahnsinn. Reifenwechsel in 2 – 3 Sekunden. Kamera im Anschlag, abdrücken, wieder scharf stellen, anvisieren – schon wars wieder vorbei.

Der Sieger des Rennens war nach 52 Runden = 180,856 Kilometern der Kanadier Bruno Spengler.

                        

Leider gab es das angekündigte Show-Rennen der Historischen Rennwagen nicht. Warum, das haben wir nicht erfahren. Schade, das wäre noch was Besonderes gewesen.
Alles in allem war es ein super Tag mit viel Sonne und noch viel mehr Radau. Viele hatten Ohrenstöpsel und Kinder Kopfhörer. Es hat mir total Spaß gemacht. Leute, wenn ihr nächstes Jahr wieder fahrt – ich komme wieder mit 🙂

Ruhetag

Ich brauch heut ne Pause. Das ganze Wochenende unterwegs gewesen und so viele Bilder geschossen. Am Samstag war ich auf dem ehemaligen russischen Militärgelände und auf dem Aussichtsturm. Gestern dann zum Autorennen von 9 bis 17 Uhr Sonne und volle Dröhnung. Ich kann nur sagen: Geil!
Heut muss ich erst mal meine Hausarbeit nachholen und die Fotos zusammenstellen. Ich hoffe, ich kann heut Abend einen ersten Bericht für Morgen zusammenstellen.
Habt einen angenehmen Wochenstart!

Das „Neue Lager“ – Teil 4: Der Kriegsgefangenenfriedhof

Der Friedhof befindet sich am Rand des Lagers, direkt neben der B 97 zwischen Königsbrück und dem Nachbarort Schmorkau (2 km). Ich bin mit dem Auto hingefahren. Der Parkplatz wurde neu gestaltet, denn von hier aus führt auch ein zweiter Weg zum Aussichtsturm.

Im ersten Weltkrieg wurde das Neue Lager für russische, serbische, italienische, belgische und französische Kriegsgefangene eingerichtet. Am 27. Oktober 1914 umfasste das Gefangenenlager 14.535 Kriegsgefangene. Insgesamt starben 724 Gefangene, die auf diesem Friedhof beigesetzt wurden.
Auch im zweiten Weltkrieg war das Neue Lager ein Kriegsgefangenenlager. Der Friedhof wurde weiter genutzt. Die genaue Gräberanzahl ist jedoch unbekannt.

Ich war am Montag im beginnenden Nieselregen mit meinem Sohn da. Es war schon duster, deswegen sind die Fotos auch recht dunkel – trotz Aufhellung.
Hinter dem Friedhof im Wald befindet sich ein Versteck vom Geocaching, das haben wir gleich noch mit gesucht.

Das war meine Führung durch das Neue Lager. Ein paar allgemeine Informationen werde ich in den nächsten Berichten noch mit einbauen, es geht also noch ein bissel weiter.
Am Sonnabend habe ich bei schönem Wetter (und endlich hat es gestern Nachmittag aufgehört zu regnen und die Sonne kam durch) die Wanderung zum Aussichtsturm auf dem Truppenübungsplatz geplant. Ich werde euch noch Fotos von einem Fest im Lager zeigen, denn da gab es Technik und Fahrzeuge zu sehen – ganz toll!

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende. Am Sonntag sind wir mit unseren Freunden auf  dem Lausitzring zur DTM – Deutsche Tourenmeisterschaft. Oh man, da gibt es was für die Männer zu berichten: Porsche, Audi, Seat starten zum Rennen und ein Show-Rennen mit historischen Rennwagen steht auch auf dem Programm. Ich werde also mächtig viel zu berichten haben nächste Woche.

Mein Donnerstag-Foto Nr. 4

Eine kleine Unterbrechung der Führung durch das „Neue Lager“ tut unseren Füßen gut. Bei dem Dauerregen derzeit sind sämtliche Schuhe von mir durchgeweicht.
Heut präsentiere ich bei Follygirls Aktion als kleinen Lichtblick in all dem Grau ringsum meine allererste Mohnblüte. Ich habe die Pflanze letztes Jahr als kleinen und preisreduzierten Kümmerling gekauft. Nun ist sie so groß geworden, dass ich nebenstehende Pflanzen im Herbst umsetzen muss. Ich schenke euch diese knallrote Blüte als kleine Freude an diesem Donnerstag.

Ich hatte sie schon am Wochenende fotografiert, jetzt liegt sie gemeinsam mit der zweiten Blüte durch den Dauerregen am Boden, so schade. Seit gestern Abend schüttet es, als hätte der Himmel keine Schleusen. Pulsnitz und Mühlgraben sind randvoll und treten über die Ufer, das Wasser reißt alles mit sich.
Ich wünsche euch besseres Wetter für heut, ab morgen soll angeblich die Sonne wieder zu uns kommen.

Das „Neue Lager“ – Teil 3

Vom Offizierskasino aus läuft man zurück zur „Hauptstraße“. Vor uns steht die Königliche Kommandantur. Ich habe erst gestern an Hand von Fotos identifiziert, dass es sich um dieses Gebäude handeln müsste.

Gleich um die Ecke rechts herum befindet sich die Garnisons-Verwaltung.


Aber hier weiß ich nicht, was es war. Sicher Mannschaftsunterkünfte. Weiß jemand was Genaueres?

Die Natur gewinnt allmählich die Oberhand. Ringsum grünt und blüht es.

Zur Zeit entsteht hier auf diesem Gelände der zweite Solarpark. Viele Gebäude/Baracken wurden abgerissen. Es war ja eine richtige kleine Stadt für sich. Man konnte zu DDR-Zeiten auch im „Magazin“ einkaufen gehen. Natürlich musste man die Wache passieren und angeben, wohin man will. Ich habe hier im Königsbrücker Magazin sogar ein großes Plüsch-Schweinchen für unseren Sohn zum Geburtstag gekauft. An Jeans kann ich mich auch noch erinnern. Aber ich kann nicht mehr sagen, welches Gebäude das war und ob es überhaupt noch steht.

Und auch hier kann ich nicht mit genauen Informationen dienen. Durch die heranwachsenden Bäumchen wirkt das Haus wie im Dornröschenschlaf.

Das waren sicher Hallen zum Unterstellen von Fahrzeugen.

All die alten Häuser – richtige Villen – hatten größtenteils Balkone. Das sah sicher richtig herrschaftlich aus.

Dies war nur ein kleiner Einblick in das „Neue Lager“. Die Wege gabeln sich hier. Man kommt in Richtung Grünmetzsee, zum Aussichtsturm, zum Gefangenenfriedhof (alles ehemaliges Militärgelände, heute Naturschutzgebiet). Unzählige Gebäude, Baracken, Bunker stehen im riesigen Areal. Manche kann man von weitem sehen, aber man kommt nicht ran. Einiges werde ich noch zeigen. Morgen gibt es das Donnerstag-Foto für Follygirl. Am Freitag führe ich euch zum Kriegsgefangenenfriedhof. Am Wochenende soll schönes Wetter bei uns ankommen, dann wander ich vielleicht an einem Bunker vorbei zum Aussichtsturm.

Das „Neue Lager“ – Teil 2

Viele Gebäude – auch richtige Wohnblocks – wurden bereits abgerissen. Ein neuer Solarpark ist auf diesem Gelände entstanden, ein zweiter befindet sich gerade im Aufbau.
Leider weiß ich nicht, welches Gebäude zu was diente. Wir haben ein sehr schönes Buch über den Truppenübungsplatz mit vielen Fotos, bei einigen kann ich es daher sagen.

Und so sieht es jetzt aus:


Besonders reizvoll und immer wieder faszinierend für mich ist das alte Offizierskasino. Eine märchenhafte Allee führt zum ehemaligen Offizierspark, die alten Steine und Umrandungen zeugen von den einst liebevoll angelegten Blumenbeeten und Grünflächen. Es gab Wege mit Bänken zum Ausruhen und sogar einen kleinen Brunnen. Dies alles kann ich den Bildern im Buch entnehmen, die Überreste kann man nur noch im heutigen Gestrüpp finden.


                        

Dort, wo auf der linken Seite ein großes Fenster zu sehen ist, wurde später diese Malerei angebracht.


Vor vielen Jahren gab es sogar die Idee, das Kasino wieder zu beleben mit Tanz, Kino oder ähnlichem. Es ist sehr schade drum. Wir konnten es noch besichtigen, jetzt aber ist alles versperrt und man darf die Gebäude auch nicht betreten. Weiß auch nicht, warum wir das damals nicht alles fotografiert haben.

Und auch diese „roten Männlein“ kann man noch entdecken:


Morgen kommen wir zur Garnisonsverwaltung und Gebäuden, von denen ich leider nicht weiß, was es war.
Habt einen netten Tag, bei uns regnet es natürlich wieder 🙁

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