Träumerle

Der Blog zur Aue

Tag: Neues Lager

Militärfahrzeugtreffen

Gestern fand es hier nun wieder statt: das große Militärfahrzeugtreffen.
Meine Güte, war da was los. So viele Fahrzeuge, so viel Technik – ob nun russische oder aus DDR-Zeiten – so viele Menschen, so viel Musik und Tanz und Lachen.

Ich habe nicht mehr so viel fotografiert, denn es sind ja dann doch immer die selben Fahrzeuge.

Da reiste jemand mit einem straßentauglichen Hummer an:

Treffen 01

Und als Gegensatz dazu ein alter. Man konnte auch wieder Panzer fahren, das ist schon abenteuerlich.

Treffen 02

Überall wurde gecampt, manche haben die alten Fahrzeuge umgebaut zu Wohnmobilen. Schön groß, aber sicher auch Spritfresser.

Treffen 04

Treff 03

Russische Livemusik gab es auch. Da tobte die Masse, es wurde geklatscht und gejubelt. Leider war es zu dunkel und mit Blitz wollte ich nicht fotografieren.

Treffen 05

Treffen 07
Es gab Schwein am Spieß, Bratwurst, Gulasch, russisches Bier und Wodka.

Diese Veranstaltung wird nun sicher ein festes jährliches Event. Und wer immer alte Militärkleidung, Rucksäcke, Utensilien sucht – der wird hier an den Ständen fündig.

„Katzenwäsche“ ist so möglich:

Treffen 06

Nun lasse ich bei einem Glas Rotwein das Wochenende ausklingen. Heut haben wir alle Pflanzen vom Garten ins Haus gebracht. Da bin ich immer froh, wenn das geschafft ist. Das Wasser außen ist abgestellt, die letzten Birnen sind eingesammelt, der Frost kann kommen – wenn ich ihn auch noch nicht brauche.

Der Kriegsgefangenen-Friedhof

Ich zeigte ihn schon mal. Der Kriegsgefangenen-Friedhof befindet sich zwischen Königsbrück und dem Nachbardorf Schmorkau. Gleich vom Parkplatz aus, von dem man zum Aussichtsturm wandern kann, gelangt man in diese Anlage.

Zur Zeit blühen die Rhododendren und geben allem einen bunten Farbklecks.

Friedhof 01

Friedhof 02

Am 27.10. 1914 umfasste das Gefangenenlager 14.535 Kriegsgefangene mit einem Bewachungskommando von 1800 Mann. 1916 waren ca. 15000 Mann untergebracht, ca. 3000 Serben im Serbenlager, ca. 4000 Franzosen im Franzosenlager, ca. 8000 Russen im Russenlager, später wurde auch ein Italienerlager eingerichtet.
Viele Kriegsgefangene wurden schwer verletzt nach Königsbrück gebracht und überlebten trotz Hilfe nicht, andere starben an den Unzulänglichkeiten der Haftbedingungen.
Insgesamt wurden 724 Kriegsgefangene auf dem Kriegsgefangenenfriedhof des Neues Lagers begraben.
Die Gräber waren in Abteilungen nach Nationalitäten getrennt angelegt, in den Abteilungen der Russen, Franzosen, Italiener und Serben wurden Denkmäler errichtet.
(Auszug aus „Lexikon der Wehrmacht„).

Friedhof 03

Friedhof 04
Die Grabstellen wurden später eingeebnet, nur die Gedenksteine blieben erhalten.

Friedhof 05

Friedhof 06

Ehrfurcht empfindet man, wenn man hier entlang schreitet. Wie viele Soldaten doch fern der Heimat begraben wurden, die Angehörigen können nicht an ihrem Grab stehen und trauern. Das ist ein trauriges Kapitel unserer Geschichte.

Ich werde jetzt mal eine kleine Pause einlegen. Es gibt derzeit so viel zu tun und ich schaffe kaum noch meine Blogrunden. Aber vielleicht dauert die Pause ja auch nicht lange 🙂

Männertag mit Action

Wir waren heut also im „Neuen Lager“ und haben zum Männertag Kesselgulasch gegessen, Bier getrunken und russische Musik gehört.
Wer wollte, der konnte wieder Panzer oder Kettenfahrzeug fahren.

Himmelfahrt 01

Ob aus diesen Töpfen echt gegessen wird?

Himmelfahrt 02

Ganz so groß aufgeführt wurde das Treffen heut nicht, es fehlte leider die Live-Musik. Aber am 10.10.2015 gibt es wieder ein großes Militärfahrzeug-Treffen, da wird dann noch mehr geboten.
Fahrzeuge gab es jedenfalls wieder zu schauen:

Himmelfahrt 03

Himmelfahrt 04

Himmelfahrt 05

Das Wetter spielte super mit, so dass auch Motorräder unterwegs waren:

Himmelfahrt 06


Himmelfahrt 07

Anschließend liefen wir noch ein wenig durchs Gelände. Abkühlung? Wer kommt mit ins Freibad? Leider war noch kein Wasser eingelassen 😆

Lager 01

Vielleicht gibt es im ehemaligen Casino was zu sehen? Nein, auch hier kein Ausschank mehr 🙂

Lager 02

Wenige Gebäude stehen noch, sie verfallen, aber sind immer noch ein Anziehungspunkt.

Johnny haben wir auch mitgenommen. Er war anschließend platt und schläft nun auf dem Sofa. So viele Gerüche, so viel Lärm, andere Hunde – er war voll beschäftigt.

Nun genießen wir wieder die Stille, lassen den Tag noch bei einem Bierchen und später Pizza und Wein ausklingen.

2. Advent – Weihnachtsmarkt im „Russenlager“

Gestern fand hier im ehem. russischen Militärgelände ein Weihnachtsmarkt statt. Ich berichtete im Oktober schon mal von dem Militärfahrzeugtreffen. Dieser „Armee-Spaß-Verein“ hat sich hier in einem alten Bunker eingemietet, diese Treffen finden nun offenbar öfter statt.

Und so gab es gestern ein lustiges Event. Lagerfeuer, Erbseneintopf, Schweinefleisch, Wodka, russisches Bier, Tee, Glühwein. Und Musik. Was für welche!
Die Leute tanzten, lachten, klatschten, riefen nach Zugabe.
(Ich habe extra gefragt, ob ich die Aufnahmen auch zeigen darf. Klar!)

 

Weihnachtsmarkt 03

Nur die Lichtverhältnisse sind im Dunkeln halt schlecht zum Fotografieren. Habe auch gefilmt. Irgendwie muss ich mich mal mit YouTube beschäftigen, die Filmchen würde ich gar zu gern zeigen.

 

Weihnachtsmarkt 04


Drinnen ging es weiter, was war das für eine Stimmung!

 

Weihnachtsmarkt 06

Weihnachtsmarkt 01


Man musste einfach mitwippen, wir hatten jedenfalls unseren Spaß.

 

Weihnachtsmarkt 02

Wenn die Russen wüssten, wie wir hier jetzt feiern!

 

Weihnachtsmarkt 07

Letzter Besuch im Freibad

Nun ist der Herbstputz geschafft – zumindest im Garten. Gestern haben wir alle die Gartenmöbel gesäubert und verstaut, Laub geharkt, Rasen gemäht, Fußweg und Schnittgerinne gekehrt, alle Ecken im Hof gefegt, Gartendekoration eingesammelt, Pflanzen zum Teil ins Haus geschafft. Der Rest steht noch in einer geschützten Ecke.
Da die Vögel schon das Vogelhäuschen am Fenster inspiziert haben (und protestiert haben, weil noch nichts da ist 😆 ), habe ich heut die erste Hand voll Sonnenblumenkerne angeboten. Sofort war ein Geflatter und Gepiepe zu vernehmen.


Am Freitag waren wir gleich noch einmal in Dresden. Nun habe ich endlich eine neue Jacke für die kühleren Tage, bevor der Mantel wieder zum Einsatz kommt.

Und da heut am Mittag die Sonne hervor kam, der Himmel blau strahlte – haben wir uns entschlossen, ein letztes Mal ins Freibad zu gehen 😯
Glaubt ihr nicht? Dann folgt mir mal.
Schon am Eingang zum Areal viele Menschen. Parkplatz gut besucht! Los geht es, wir müssen ein Stück laufen.

Bad 01

Aber bitte aufpassen, wo ihr hin tretet. Da, könnt ihr das Becken schon sehen? Links das Becken, vor uns der Weg:

 

Bad 02

Erst mal geht es in die Umkleidekabinen. Na ja, so richtig gepflegt geht es hier offenbar nicht zu, aber hat auch keinen Eintritt gekostet 😆

 

Bad 03

Badekappe habe ich mit, aber hier braucht man schon einen Helm. Nee, nix wie wieder raus.

 

Bad 04

Aha, einen Sprungturm gibt es. Könnt ihr ihn noch erkennen?

 

Bad 05

Ob ich mich noch trauen kann? Sprungturm war noch nie mein Ding:

 

Bad 06

Ach lieber nicht. Aber vom Startblock könnte ich es wagen:

 

Bad 07

Zum Glück sieht mich niemand. Vorsichtig wieder abgestiegen. Nein, das Wasser war mir zu kalt 😆 Weiter geht es, Johnny will noch ein wenig schnuffeln.

 

Bad 08

Im Laub rascheln macht Spaß. Nur scheinen daran auch Tiere Gefallen zu finden. Stellenweise war die Erde aufgewühlt. Na ja, ich war nicht allein und musste keine Bange haben. So ein Herbsttag mit Sonnenschein ist doch schön.

 

Bad 09

Bad 10

Zurück geht es zum Ausgangspunkt. Und wo waren wir nun? Natürlich im „Neuen Lager“. Hatte kürzlich berichtet, dass da die Bagger anrollen sollen. Sie sind da, die ersten Gebäude werden schon entkernt. Überall darf man nun nicht mehr hin. Deswegen waren heut sicherlich auch so viele Leute unterwegs, viele mit Kamera. Alle wollen noch einmal alles sehen und im Bilde festhalten. Und wer sich nicht an die Vorschriften hält, der muss hier rein: ins Gefängnis. Aber keine Bange, auch das kommt weg. Man muss also nicht mehr lange ausharren 😆

 

Bad 11


Nun ist es schon so dunkel draußen, die Abendrunde wird wohl ab jetzt in der Finsternis stattfinden.

Kommt alle gut in eine neue Arbeitswoche morgen. Für uns wird sie kurz, denn am Freitag haben wir Feiertag: Reformationstag.

Militärfahrzeugtreffen

Ich liebe die Natur, die Stille, die Erholung. Doch manchmal koste ich auch das totale Kontrastprogramm. So gestern geschehen.
Hier in Königsbrück auf dem Gelände des „Neuen Lager“ – ehem. russisches Militärgebiet – fand ein Militärfahrzeugtreffen statt.
Hui, war das ein Menschenauflauf. Motorengeräusche, Panzergedröhne, Geknatter, Uniformen wohin man hörte oder schaute.

Das hat zwar nichts mit Militär zu tun, war aber gleich zu Beginn der Hingucker:

Militär 02

Überall waren Fahrzeuge gruppiert, campierten Uniformierte, traf man Krankenschwestern, Soldaten, es wurden Waren feil geboten.

Militär 03

Militär 04

Bei den Männern wurden wohl Erinnerungen wach gerüttelt. Doch so manches junges „ungediente Ohr“ hatte die Armeezeit gar nicht erlebt, fand nur Gefallen am Geschehen und Verkleiden.

Militär 05

Militär 06

Es gab Wildschwein am Spieß, Feldküche, Getränke, Russendisco. Und man konnte mit einem Panzer oder ATS 59 – einem Kettenfahrzeug – mitfahren.

Militär 07

Militär 08

Die Strecke war die reinste Buckelpiste, die Leute klammerten sich fest und hatten ihren Spaß. Wann kann man schon mal Panzer fahren?

Militär 09

Militär 14
Ich habe das meinem Rücken jedenfalls nicht angetan. Als Kind bin ich mal mit einem russischen Schwimmpanzer gefahren – bzw. geschwommen.

Militär 10

Zum Schluss drehten wir noch eine Runde um die im Umfeld befindlichen alten Gebäude. Wer noch einmal alles sehen möchte, der muss sich beeilen. Die Stadt hat die Abrissgenehmigung erhalten, die Arbeiten sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Nur ein Gebäude soll erhalten bleiben.

Militär 01

Militär 11

Militär 12

Militär 13

Nun ist wieder Ruhe eingekehrt. Wenn erst die Bagger anrollen, wird wohl das Areal gesperrt werden. Und dann schauen wir mal, wie es künftig hier aussieht und wie das Gebiet genutzt wird.

Abendrunde am Nachmittag

Nach anfänglichem Grau entschloss sich die Sonne heut, ab dem Mittag doch noch mal zu erscheinen. So entschlossen wir uns gegen 15.30 Uhr, die Abendrunde vorzuziehen und sind mit Johnny an den Ortsrand gefahren. Ziel war ein Obelisk am Rand des „Neuen Lager“, das ich immer wieder mal zeige.

Leider wirkt ja jetzt alles grau und trüb. Dieser Obelisk erinnert an die Gefallenen des 1. Weltkrieges.

Von hier aus drehten wir noch eine Runde durch die alte Plattenbausiedlung der Sowjetarmee.

Irgendwie hab ich es grad mit alten knorrigen Bäumen. Auch hier stehen welche, die ich immer wieder fasziniert betrachte, wenn ich dran vorbei komme:

Zwischendurch immer wieder Unrat aus den Blocks. Ich frag mich wer so dämlich war, diese Teile abzumontieren und nach unten zu schleppen. So ein Becken ist ja nicht grad leicht.

In der Ferne konnten wir sogar den Aussichtsturm entdecken:

Mit der vorgenommenen Hausarbeit bin ich heut nur ein Stück vorwärts gekommen. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag 😆

Heißer Sonntag

Puh war das heut heiß – und ist es noch. Für unsere Nachmittagsrunde mussten wir uns daher einen Schattenort suchen. So sind wir wieder mal durchs „Neue Lager“ spaziert.
So viel sattes Grün. 20 Jahre lässt man der Natur nun schon ihren freien Lauf. Und in 20 Jahren ist von den alten Gebäuden vielleicht nichts mehr zu sehen. Erinnert mich an Dornröschen 🙂

Die Russen haben schon viel Müll hinterlassen, aber es gibt auch deutsche Schweine. Hinter dieser Eingangstür lag ein Berg Hausmüll – pfui! Aber über den kleinen Kerl links musste ich dennoch lachen.

Das war mal das Offiziers-Kasino. Ringsum befanden sich Blumenbeete, die Umrandungen kann man noch finden.

Zum Schluss kam auch grad noch der neue Geländebus der Naturschutzgebietsverwaltung von der Ausflugs-Tour zurück. Ende Juni haben wir auch eine Rundfahrt für Familie und Freunde gebucht, darauf freu ich mich schon. Zwar hat es mit dem alten Bus mehr Spaß gemacht, aber der neue ist wohl rückenschonender 🙂

Die Blogrunden kamen in den letzten Tagen zu kurz, ich wollte einfach das schöne Wetter draußen genießen. Ich hoffe, ich schaff heut Abend eine Runde.

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