Heut ist richtig Herbst, aber er zeigt sich von seiner unangenehmen Seite. Nieselregen, Starkregen, Nebel, die Sonne hat kaum eine Chance. Eben sehe ich zum Fenster hinaus, aus der Aue steigen Nebelschwaden auf. Nun werde ich wohl doch meine derben Schuhe suchen müssen, denn meine jetzigen sind ständig durchnässt.
Neulich habe ich mal mit meiner Kamera gespielt und die verschiedenen Motiv-Möglichkeiten durchprobiert.
So sah es original aus:

Und so mit der Einstellung „Dramatischer Effekt“:

Nun die Einstellung „Pop Art“, schön bunt:

„Soft Fokus“:

Habe ich gleich noch weiter probiert.
Original:

Und nun wieder „soft“:

Die letzten Ballen hat der Bauer inzwischen abgeholt. Nun ist ringsum alles kahl.

Ich koche jetzt Tee, den Salat habe ich schon zubereitet. Pflücksalat (aus Italien), Rucola, Tomaten, Fenchel und Feta-Würfel. Da könnte ich die ganze Schüssel alleine essen, so gut schmeckt mir die Kombination.
Kaum noch zu erkennen ist die leichte Sonnenbräune auf meiner Haut. Die Sommersprossen verblassen und mein Teint wandelt sich wieder hin zur Blässe.
Oh Sommer, du warst so schön und warm. Ich mag noch gar nicht an die nass-kalten Tage denken, die grau und düster am Abend enden wie sie am Morgen begannen.
Die Sonne schickt mit letzter Kraft ihre Strahlen hinaus ins Land. Noch einmal versucht sie uns zu wärmen, bevor sie Pause einlegt und die nächsten Monate auf Sparflamme lebt.
Kalter und feuchter Nebel steigt morgens aus den Wiesen.

Die Tücher und Schals werden aus den Schränken gezogen, die Kragen der Jacken höher geschlagen, die Hände tief in die Taschen geschoben. Taschentücher-Zeit! Die Nase ist kalt, sie tröpfelt, der Hals kratzt, die Füße rufen nach warmen Socken.
Kuscheldecke und flauschige Kissen werden auf dem Sofa ausgebreitet, Teelichter bereit gestellt. In den Geschäften gibt es bereits Pfefferkuchen und Glühwein zu kaufen.
Ja haben wir denn schon November? NEIN! Also weg mit diesen Gedanken 🙂 Wir haben goldenen Oktober! Noch weigere ich mich, die dicken Socken anzuziehen. Ich mag noch keine langärmelige Nachtwäsche und erst recht keine Unterhemden. Ich koste jeden Sonnenstrahl aus und hoffe, der nächste Winter möge so mild werden wie der letzte. Habt ihr schon Lust auf Schnee? 🙄
Ich muss noch sämtliche Fenster putzen. In meinem Wohnzimmer schaut es noch immer nackt aus, denn ich hatte bisher weder Ideen für neue Vorhänge (ich berichtete im Frühjahr, dass die alten Schals und Querbehänge nach dem Waschen nicht mehr aufgehängt wurden) noch Lust auf den Besuch im Gardinenladen. Die Winterdecken schlummern noch in der Versenkung und auch die Sommerschuhe stehen noch parat im Schuhschrank.
Habt ihr schon „umgerüstet“?
Hoffen wir auf einen langen warmen Oktober mit seiner ganzen Farbenvielfalt!

Seit Tagen feuchtes Wetter, Nebel, Trübnis. Alles ist irgendwie klamm, die Granitstufen im Haus ziehen Feuchtigkeit an und sehen nass aus. Wäsche muss in den Trockner, die Hunderunden fallen kurz aus. Nasse Schuhe, nasse Hosen, nasser Hund 🙁 Langsam reicht es mir.

Gestern war es wenigsten noch warm. Sohnemann Nr. 2 hatte Geburtstag. Wir haben aber nur im kleinen Kreis gefeiert.
Meine Güte, jetzt hört das Kuchenessen aber erst mal auf, ich platze bald 😯 So eine Völlerei in letzter Zeit.
Johnny sitzt gelangweilt am Fenster, draußen macht es keinen Spaß.

Nun müssen wir dennoch noch mal eine Runde drehen. Dabei nieselt es recht kräftig und ich habe gar keine Lust. Hat nicht mal jemand Lust, mir das Hündchen für eine Runde abzunehmen? Aber bei dem Wetter findet sich niemand, nicht mal in der eigenen Familie 🙁
Nach dem traumhaften Morgen am Freitag bot sich mir am Samstag der totale Kontrast: Nebel und Düsternis überraschten uns in der Aue.

Da erwartete ich statt Elfen graue Gestalten und Ungeheuer 😯 Bloß gut, dass ich Johnny an meiner Seite hatte 

Es herrschte Stille. Wahrscheinlich saß die Vogelwelt – sonst zwitschernd um diese Zeit – hoch oben in den Bäumen geduckt in ihren Nestern, Schutz suchend vor diesem unheimlichen Zustand.
Das alte Eisenbahnviadukt war nur zur Hälfte zu erkennen, den Rest verschluckte die Nebelwand:

Der alte Karren passte perfekt zur mystischen Kulisse, stammt er doch aus alten – grauen – Vorzeiten:

Aber der Tag meinte es doch noch gut mit uns, es wurde richtig warm mit Sonnenschein. Nur gegen Abend drohte Gewitter, welches aber nach 3 Tropfen an uns vorbei zog. So konnten wir noch draußen sitzen und grillen.
Am Sonntag war ich schon früh 5 Uhr munter, an Schlaf war nicht mehr zu denken. Also bin ich mit Johnny schon vor 7 Uhr in die Aue, ich musste raus.
Was für ein Morgen! Es war eine mystische Stimmung, der Nebel stieg von den Wiesen auf.

Ich kam mir vor wie im Märchenland, gleich müssten kleine Elfen geflogen kommen und mir sagen, dass alles wieder gut ist.

Aber es wird nichts mehr gut, die Gedanken kreisen noch immer in meinem Kopf. Dabei stand mir dieser Mann doch gar nicht sooo nahe. Aber er war so ein guter Junge.

Könnt ihr nicht doch irgendwo auf den Bildern kleine Gnome oder Elfen erkennen?


Und dann schickte mir der Himmel seine Strahlen. Fast hätte ich mich gefreut, aber sie können die trübe Stimmung nicht aufhellen.


Hier lacht wieder die Sonne vom blauen Himmel, dicke weiße Wattewolken ziehen ihre Bahnen. Die nächsten Tage soll es wieder regnen, zum Glück nicht mehr so schlimm.
War das windig heut! Zwar kletterte das Thermometer ganz schön nach oben, aber es wehte ein kräftiger Wind. Am späten Nachmittag kam ein kräftiger Regenguss, nun hat es sich abgekühlt.
Mittwoch Morgen gab es wieder Nebel in der Aue.

Aber wenn die Sonne über den Berg kommt, das sieht sooo schön aus.

Der Rasen am Haus war benetzt mit Morgentau, der glitzerte in der Sonne. Wie tausend kleine Perlen.

Gleich am Haus blühen die kleinen Veilchen im Gebüsch.

Sogar im Baum blühen Buschwindröschen. Das sieht so ulkig aus.

Ich muss morgen schon zeitig auf Arbeit, hab dafür auch zeitig Feierabend. Und ab Montag haben wir eine Woche Urlaub! Allerdings nicht zur Erholung, sondern Renovierung. Die Schlafstube ist fällig. Mal sehen, wie weit wir kommen.
Seit letzter Nacht regnet es mit wenigen Unterbrechungen. Heut morgen in der Aue kam ich mir vor wie in einem Gruselfilm. Neblig, grau, nass. Aber Dank meiner neuen Gummistiefel bin ich mit Johnny sogar quer über die Wiese gelaufen – und hab trockene Füße behalten 🙂
