Träumerle

Der Blog zur Aue

Tag: Johnny

Sendepause

Da es mit Johnny ständig nur auf und ab geht, wir mal ein paar gute Stunden haben und mal schlechte, ich nichts anderes berichten kann, wird es hier eine vorläufige Blogpause geben.
Vielleicht bin ich schon in 3 Tagen wieder da und wir sind dem Grund seines Leidens auf die Schliche gekommen (morgen geht es ja wieder zum Tierarzt). Vielleicht bin ich in 3 Wochen wieder da – mit oder ohne ihn.

Ich werde euch besuchen kommen, wenn ich die Zeit dafür habe und die Lust.
Kommt gut durch einen hoffentlich sonnigen Herbst.

Tag 3 danach

Es geht noch immer auf und ab mit Johnny. Gestern Abend lief er wieder stundenlang durch die Wohnung, bis ich ihn endlich nach 23 Uhr dazu bewegen konnte, in seine Hütte zu kriechen und zu schlafen.
Heut war bisher ein guter Tag. Viel schlafen ist angesagt, das Fressen gibt es nur häppchenweise, an die frische Luft geht es nur wenige Minuten. Es funktioniert – vorläufig.

So schön schien die Sonne heut. Da ich jedoch ohne Kamera mit Johnny an den Rand der Aue bin (falls ich ihn doch tragen muss), gibt es ein Bild vom Oktober letzten Jahres. So schaut es jetzt hier aus.

Ich werde jetzt noch einen Apfelkuchen backen für morgen. Dann noch ein paar Meter laufen mit Johnny. Ich werde heut zeitig im Bett verschwinden, denn der gestrige Abend zehrte an meinen Nerven und ich habe schlecht geschlafen.
Habt noch einen sonnigen Sonnabend-Ausklang!

Tag 2 danach

Heut begann der Tag wunderbar. Johnny war fit, begrüßte mich am Bett, wollte mich abschlecken. Nach 15 Minuten an der frischen Luft gab es Frühstück. 1/3 seiner Tagesration als Nassfutter landete in seinem Napf und gierig in seinem Magen. Oh weh, das war wohl zuviel des Guten, denn es ging wieder los. Hecheln, Runden laufen. Na prima. Ob es zuviel aufs Mal war? Lieber winzige Portionen nach und nach geben war unsere Schlussfolgerung.
Er tamperte dann bis Mittag durch die Wohnung, aber er hechelte nicht mehr, ließ sich streicheln.
Dann endlich legte er sich schlafen und war anschließend wieder fit. Puh, aufatmen.
Draußen zerknabberte er dann in alter Manier Stöckchen, kläffte ein Müllauto an, flitzte durch den Garten, sprang aufs Sofa und schläft nun. Zwischendurch bekam er immer wieder nur wenige Stücken Trockenfutter. Nie zuviel auf einmal. Vielleicht hilft uns das weiter. Die nächste Ration Nassfutter am Abend werde ich ihm löffelweise geben, immer zwischendurch Pause einlegen.

Seine Schaumstoffhütte hat er heut ordentlich durchwühlt, mit seinem Spielzeug drin gekämpft. Ich konnte zum ersten Mal wieder richtig lachen. (Am Bauch könnt ihr die kahle Stelle vom Rasieren für den Ultraschall erkennen – und das, wo es doch nun kälter wird 😯 )

Nun wünsche ich euch ein ruhiges Wochenende. Danke nochmals für die vielen lieben Worte und Wünsche. Für uns selbst hoffe ich, dass wir zur Ruhe kommen und die Ursache des Leidens weiter eingrenzen können.
Hier zieht es sich gerade zu, soll auch regnen. Aber am Wochenende soll es wieder besser werden. Vielleicht können wir wenigstens einen kleinen Ausflug unternehmen, während Sohnemann Robert auf Johnny aufpasst.

Tag 1 danach

Man soll sich bekanntlich nie zu früh freuen, den Tag nicht vor dem Abend loben.
Doch ein klitzekleines Wunder ist heut geschehen: Johnny schlief die Nacht durch, nachdem er gestern Abend noch stundenlang wanderte. Heut war er den lieben langen Tag nur damit beschäftigt zu schlafen und zu fressen. Das ging im ständigen Wechsel. Zwischendurch brachte er mir sein Spielzeug und kläffte mich an. Auf der Mini-Runde vorm Haus suchte er sich Stöckchen zum Zerknabbern. Er bewegt sich noch etwas wackelig und schwach, doch heut war er das totale Gegenteil zu gestern. Kein Zittern, kein Hecheln, kein Runden laufen, lässt sich streicheln und wandert immer zwischen Körbchen und Schlafhütte hin und her zum Ruhen. Der Schwanz bleibt oben und wedelt 🙂 Er reagiert auch wieder, wenn er angesprochen wird, springt auf das Sofa und schaut zum Fenster raus. Alles etwas wacklig, aber es geht. Ich vermeide es, ihn am Hinterteil zu berühren, will ihn vorläufig in Ruhe lassen. Er soll spüren, dass wir ihm nichts tun und er sich erholen kann.
Ich denke, wir werden eine ruhige Nacht haben und morgen sehen wir wieder weiter.

Sorgenkind Johnny

Er ist wieder daheim. Nun kann ich berichten, wie es ihm ergangen ist in den letzten Tagen. Mit wenigen Worten ist es nicht getan, aber ich versuche mich kurz zu fassen.

Am Montag ging es ihm früh so miserabel, dass ich zu unserer Tierärztin bin. Er hat eine Schmerzspritze bekommen, 13 Uhr bekamen wir einen Termin in einer anderen Tierarztpraxis in der Nähe, die über mehr Technik verfügt. Vorgesehen war nur Ultraschall, von dem ich mir Klärung erhoffte. Wir mussten Johnny leider da lassen.
In den nächsten 2 Tagen folgte das volle Programm: Röntgen, Ultraschall, Röntgen mit Kontrastmittel im Futter, große Blutuntersuchung, Urinuntersuchung, Untersuchungen der Beweglichkeit (Wirbelsäule, Gliedmaßen).
Ergebnis: nichts, nichts, nichts! Keine Auffälligkeiten beim Röntgen und Ultraschall, alle Blutwerte (wurden eingeschickt in ein Labor) bestens, keine Anzeichen für einen Fremdkörper, keine erkennbaren Entzündungen, keine Gase wie letztens, keine Auffälligkeiten am Magen, Prostata, Leber, Nieren, sonstwas.

Nach Abklingen des Schmerzmittels traten die typischen Symptome wieder auf: Runden laufen, hecheln, Schwanz nach unten, teilnahmsloser Blick. Wieder wurde geröntgt, Ultraschall vorgenommen, abgetastet. Bei der Untersuchung mussten sie ihm einen Maulkorb anlegen, da er sich wehrte. Er hatte Schmerzen im hinteren Beckenbereich. Dies könnte ein Defekt an den Wirbeln sein.
Die schlimmste Diagnose ist ein Hirntumor.
Uns wurde ein CT angeboten, das jedoch lehnten wir ab. Hat er einen Tumor, so können wir ihm nicht mehr helfen und müssen Prioritäten setzen. Ist es die Wirbelsäule, würde uns die OP mit CT zusammen ca. 1.000 Euro kosten.
Er wurde zum Beobachten eine Treppe rauf und runter geschickt. Da und auch nach den kleinen Runden im Gelände konnten wir erkennen, dass er langsamer wurde, die Treppe schlecht hoch kam, das rechte Hinterbein wollte nicht so richtig.

Die dritte Möglichkeit ist eine Futterunverträglichkeit. Wir haben wieder Spezialfutter bekommen und werden nun das Ausschlussverfahren versuchen.

Wir haben ihn nun also heut Mittag mit nach Hause genommen, sollen keine Schmerzmittel verabreichen und beobachten. Morgen sollen wir den Arzt über seinen Zustand informieren.
Er hat sich auf sein Futter gestürzt, wir sind wenige Meter vor dem Haus gelaufen, dann schlief er 2 Stunden. Stand auf, hat ein wenig gefressen, ist wieder Runden gelaufen mit Schwanz nach unten, hat sich wieder vorsichtig hingelegt.

Und nun heißt es wieder einfach warten und beobachten. Ich kann nicht sagen, wie es weiter geht. Ist es eine Allergie gegen bestimmtes Futter (oder beigemengte Zutaten), so wäre dies kein Problem für die Zukunft.
Verhält er sich weiter so, werden wir als nächstes – in Absprache mit unserer Tierärztin – Schmerzmittel gegen eine eventuelle Entzündung im Wirbelbereich verabreichen. Wir können auch damit umgehen, ihm für den Rest seines Lebens Schmerzmittel zu geben. Menschen mit chronischen Schmerzen, welcher Art auch immer, müssen auch Medikamente nehmen.
Hilft auch das nichts, müssen wir der Realität leider ins Auge sehen und vom Schlimmsten ausgehen. Wir werden ihn nicht leiden lassen, aber irgendwann wird eine Entscheidung fallen müssen.

Eine letzte Möglichkeit wäre noch immer ein Fremdkörper, der auf Röntgen- und Ultraschallaufnahmen nicht zu sehen ist.

Mehr kann ich momentan nicht berichten. Die nächsten Tage wird es hier still werden. Statt zu bloggen werde ich bei ihm sein, mich mit ihm beschäftigen. Da große Runden ausfallen, werde ich ihn öfter kurz vors Haus bringen, ein wenig hin und her laufen, bis er seine Geschäfte erledigt hat. Wir bleiben in Kontakt mit unserer Tierärztin. Gestern Abend hatten wir noch ein langes Gespräch mit ihr, bevor wir heut in die andere Praxis gefahren sind. Wir wollten ihre Meinung hören.

Also: ich werde zwischendurch berichten, wie es ihm geht. Vielen Dank für all eure guten Wünsche, vielleicht geschieht ja doch noch ein kleines Wunder.

1. Sonntag im Oktober

War es gestern noch außergewöhnlich warm mit 20 Grad, nieselt es heut bei kühlen 8. Die Heizung läuft, abends brennt die Kerze auf dem Tisch, der Rotwein wärmt von innen – Wohlbehagen.
Leider geht es Johnny wieder schlechter, wir mussten ihm sogar gestern Abend die Schmerzspritze geben. Wir haben einen neuen Verdacht, haben jede Abfolge Fressen/Laufen/Schlafen/Schmerzen genau beobachtet. Nun geht es morgen wieder zur Tierärztin, wir werden den Ultraschall in Angriff nehmen.

Gestern waren wir in Dresden bissel shoppen, haben eine neue Deckenlampe fürs Schlafzimmer gekauft. Tagesausflüge werden wir nun ganz danach richten, wie es weiter geht mit unserem kleinen Sorgenkind.

Ich schenke euch einen Glückspilz und hoffe, ihr drückt uns noch mal die Daumen in den nächsten Tagen.

Macht euch einen gemütlichen Sonntag, bei wem scheint noch die Sonne?
Ich wünsche mir so sehr, bald wieder mit Johnny durch die Aue laufen zu können. Aber mehr wie ein paar Schritte vor die Tür sind nicht mehr drin.

Rätsel und Entscheidungen

Sind von der Tierärztin zurück. Johnny wurde wieder ruhig gestellt und geröntgt. Diesmal haben wir aber die Gegenspritze setzen lassen, damit er gleich wieder zu sich kommt und nicht erst in Stunden.
Nachdem er heut schlecht laufen wollte, aufs Sofa nicht mehr hoch kam, bestand der Verdacht auf Gelenk- oder Knochenprobleme.

Die Röntgenaufnahmen geben wieder Rätsel auf. Also, ein ca. 1,5 cm großer „Knubbel“ – rund – sitzt noch immer im Darm fest und ist nicht gewandert. Zudem hat er extrem viele Gase im Darm, die die Ursache für Darmkrämpfe sein können. Der Knubbel ist weich, lässt sich zusammen drücken, die Ärztin kann ihn gut ertasten. Was ist das? Entweder er hat was Weiches verschluckt oder es hat sich was eingekapselt. Kann Wolle sein oder Gras, das sich aufgerollt hat und nicht rutschen will.
Die Wirbelsäule ist in Ordnung, alle Gliedmaßen sind symetrisch, keine Abweichungen, keine Entzündungen, nichts Auffälliges. Da auch alle Blutwerte bestens sind, kann es kein Geschwür sein.

Zur Debatte stehen nun Ultraschall, aber davon geht der Knubbel auch nicht weg. Müsste also sowieso operiert werden. Oder wir lassen ihn operieren, der Darm wird untersucht, der Knubbel entfernt. Nach 10 Tagen dann Fäden ziehen. Für diese Variante werden wir uns entscheiden, zumal die OP hier durchgeführt wird und wir nicht extra in eine Tierklinik müssen.
Was wir aber vorher probieren werden: 3 Tage lang nur Brühe geben oder Reisschleim, Dünnes. Sollten die Blähungen dadurch verschwinden und er beschwerdefrei sein, so waren die Gase die Ursache. Den Knubbel können wir dann immer noch beobachten.
Sollten die Schmerzen bleiben, wird er nächste Woche operiert.

Nun muss ich den Kopf erst mal wieder frei bekommen. Für den Notfall haben wir noch eine Schmerzspritze, die wir ihm jederzeit geben können, um über die Nacht zu kommen.
Ich werde euch weiter informieren. Vielen Dank fürs Daumen drücken immer noch! Etwas beruhigt bin ich erst mal, dass es nichts Organisches ist.

Es ist noch nicht vorbei

Mir fehlt die Lust, ich hab keine Kraft mehr, ich kann nicht mehr.
Nachdem es Johnny am Freitag besser ging, war es am Sonnabend so la-la. Abends waren wir bei Freunden zum Essen eingeladen und sind erst weit nach Mitternacht ins Bett. An Schlaf war nicht zu denken, denn Johnny lief von 1 Uhr bis morgens 7 Uhr seine Runden durch die Wohnung, ohne auch nur einen Moment zu ruhen. Gegen 4 Uhr hab ich ihm ein Zäpfchen gegeben und bin dann doch eingeschlafen. 7 Uhr lief er immer noch und die Nacht war für mich vorbei. Auf zur Tierärztin!
Er hat wieder eine Schmerzspritze bekommen, wurde abgetastet. Nichts. Der Schmerz wanderte weiter vom Oberbauch zum Hinterteil.
Bis heut 18 Uhr war er wieder mopsfidel, tobte, fraß, kläffte die Mopeds auf der Straße an. Hoffnung! Doch nach der Abendrunde ging es wieder los. Schwanz einklemmen, hecheln, Runden laufen. Also ab ins Auto und zur Ärztin. Diesmal schickte ich meinen Mann, denn ich konnte einfach nicht mehr, ich war nur noch den Tränen nahe.
Wieder gespritzt und erklärt. Der Fremdkörper wandert von Darmschlinge zu Darmschlinge. Also können wir nur warten auf dieses „Sch…“ding.
Jetzt ist er ruhig und will schlafen.
Ich hab noch keine Lust auf Blogrunden, ihr werdet das verstehen.

Und nun hoffe ich, dass es bald plumps macht – wir wollen eigentlich am Wochenende in den Urlaub fahren. Johnny hat einen neuen EU-Ausweis bekommen. Zur Debatte stehen Kroatien oder Italien. Aber alles hängt von seinem Zustand ab.
Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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