Ich hatte nur eine einzige Chance. Schauen, anvisieren, auf den Auslöser drücken. Und schon war er wieder weg. Schade, ich hätte ihn gern noch ausgiebiger fotografiert.
Ein himmelblauer Bläuling (denke ich jedenfalls):

Habt alle einen guten Start ins Wochenende. Wir sind morgen zum 50. Geburtstag eines Freundes.
Ich bin ein Glückspilz 🙂 Intuitiv nahm ich am Morgen die Kamera mit zur Hunde-Runde. Was soll es schon am frühen Morgen zu sehen geben?
Da habe ich mich aber gefreut, als ich sie sah:

Es ist schön, dass sie sich wohl fühlen in der Aue und immer mal zum Fressen kommen. Einen einzelnen habe ich letztens öfter gesehen, aber im Doppelpack – das war echt Glück.
Sie fressen gut und sie wachsen gut: unsere Schäfchen.
Was gibt es heut zu futtern? Oder: Die Suche im Heuhaufen 😆

Natürlich trocken Brot – wie fast immer:

Wenn ich die Abfälle bringe, kommen sie jetzt sofort angelaufen. Aber sie sind immer noch scheu, vor allem wenn ich Johnny dabei habe.
Drückend schwül war es heut am Mittag wieder. Nun wird es zusehends grauer draußen, es soll auch regnen.
Morgen sind wir bei unseren Lieblings-Nachbarn zur Riesen-Geburtstagsparty. Da ein großes Partyzelt aufgebaut wurde, wird uns der Regen nichts ausmachen. Aber mit Sonnenschein wäre es doch schöner.
So, jetzt kommt mal schnell die Geschichte dazu.
Unsere Lieblings-Nachbarn haben ein sehr großes Grundstück mit viel Wiese. Immer im Sommer bringt ein Hobby-Schafzüchter einige seiner Tiere auf diese Wiese zum Grasen. Als er vor Wochen wieder anfragte kam unserem Nachbarn die Idee: wir könnten doch zwei Lämmer kaufen, die dann unser eigenes Gras fressen. Wir bringen unsere verwertbaren Abfälle und trockenes Brot und kümmern uns mit um die Tiere.
Wir einigten uns und so besitzen wir nun gemeinsam zwei Kamerun-Lämmer. Das Muttertier durfte auch noch mit und leistet nun Gesellschaft.
Da sie sich das Areal mit der großen Ziege Tom teilen, bin ich bis jetzt immer noch hinter dem Zaun geblieben. Tom verteidigt nämlich auch sein Revier und kann mächtig schubsen 🙂

Morgens schlafen sie manchmal noch, wenn ich die ersten Schalen bringe (keine gute Bildqualität, ich musste voll zoomen). Mama Schaf ist noch im Fellwechsel, das sieht lustig aus.

Gern würde ich die Kleinen mal streicheln. Aber Mama ist sehr aufmerksam und würde mich sicher nicht heran lassen. Also warten wir, bis sie mehr Vertrauen aufgebaut haben. Zu viel Nähe sollten wir aber nicht suchen, denn … na ja, ewig werden sie nicht leben.
Tom bekommt auch immer seine Ration und lässt es sich aus der Hand schmecken.

Endlich regnet es bei uns! Am Sonnabend stieg das Thermometer auf 34 Grad. Wir haben bis 1 Uhr nachts mit unseren Nachbarn zusammen gesessen und gegrillt. Es wurde einfach nicht kühl.
Nun aber kann die ausgetrocknete Erde trinken, es ist sogar richtig frisch draußen. So werden wir heut Nacht entspannt schlafen können.
Gestern Abend bin ich mit Johnny schnell noch mal ins Neue Lager gefahren. Wir haben bei der Tierärztin Mittelchen gegen Zeckenbefall geholt (er hatte schon die erste) und da sind wir gleich noch ein Stück gefahren.
Nichts zu sehen gab es auf der kleinen Runde. Aber dann fiel mir dieser Baum auf:

Da musste ich natürlich meine Nase reinhalten 😆 Das Nest war auch gar nicht hoch und ich kann nur hoffen, dass da kein Fuchs rankommt.
Ich müsste jetzt suchen, aber weiß jemand von euch, um welche Vogeleier es sich handelt?

Ich werde bestimmt in ein paar Tagen schauen gehen, ob kleine hungrige Schnäbel aus dem Nest schauen 🙂
Unser kleiner Förster ist derzeit daheim, arbeitet im Wald für seine Masterarbeit. Gestern aber wollte er mal eine Pause einlegen und so zogen wir nach dem Mittag gemeinsam los.
Ich hatte in den letzten Wochen Wild auf einer Wiese gesehen, aber beim Vorbeifahren mit dem Auto gab es keine Chance für ein schnelles Foto. Diese Wiese und den angrenzenden Wald wollten wir beobachten, denn das Wild erkannte ich beim letzten Mal als Damwild. Noch nie hier gesehen, da mussten wir einfach „kontrollieren“ 🙂
Los ging es über Wiesen und Felder. Keine Spur vom Wild.

Ein Stück brach liegendes Feld fiel uns auf. Ein Schild gab die Erklärung dafür.

Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben und befanden uns auf dem Rückweg, da entdeckten wir viele Spuren. Und dann raschelte es, Getrappel war zu hören. Leider ging alles so schnell, dass ich keine brauchbaren Bilder machen konnte. Aber wir haben sie gesehen. Ca. 15 – 20 Tiere, wenn nicht noch mehr. War das schön!
Ein Stück folgten wir ihrer Spur, schlichen uns vorsichtig auf dem Weg vorwärts. Und sie kamen noch einmal, so ein Glück für uns.
Und wer sich so müht, der wird belohnt. Nachzügler kreuzten unseren Weg, blieben stehen und schauten uns direkt an. Ein besseres Foto ist mir jedoch auch hier nicht gelungen:

Wenige Meter weiter tauchten sie noch einmal neben uns auf, also das war der reinste Glückstag gestern. Nun ist unser Eifer geweckt, da ziehen wir ganz sicher in nächster Zeit noch einmal los. Und wenn wir an der Wiese auf Lauer sitzen, kann ich hoffentlich mal das ganze Rudel aufs Foto bekommen.
Die Natur erwacht zu neuem Leben, die Tierwelt ist im Liebesrausch. Und in der Aue war heut Froschwanderung angesagt.
Gleich am Beginn der Aue traf ich einen netten Herren mit Kamera, der gerade mit einem Stöckchen einem Frosch ins Wasser half. Ich kenne Froschgequake, aber dieser schrie wie eine kleine Katze. Ich konnte das gar nicht glauben, noch nie habe ich solche Töne gehört. Wir mussten beide lachen und er fragte mich, ob ich nicht das Träumerle sei. Ich war freudig überrascht und wir plauderten ein Weilchen.
Wenige Meter weiter wäre ich fast drauf getreten:

Ist gar nicht so einfach zu fotografieren, wenn man einen Hund an der Leine hat, der sich natürlich auf das Tier stürzen will. Also hingekniet, mit der linken Hand Johnny kurz gehalten und mit der rechten fotografiert. Da fällt mir ein: Woran erkennt man einen leidenschaftlichen Fotografen? An schmutzigen Knien 😆
Zum Glück überlegte sich das Tier, dass es im Wasser sicherer sei.

Und ein Weilchen später das nächste Exemplar, ziemlich groß und dick:

Jetzt nahm ich ein Stöckchen und schubste ihn ins Wasser, denn Johnny war kaum zu halten.
Nun muss ich meine Augen wohl ständig nach unten richten. Denn wehe, ich trete mal auf einen drauf und der platzt dann 😯
Die Wiesen sind noch so saftig in der Aue. Dachte ich mir schon, dass da der Bauer sicher die Kühe noch mal drauf treibt.
In der Mittagssonne ging es heut los – Verdauungsspaziergang.

Und da sah ich sie schon von Weitem. Kühe. Ja da müssen wir doch hin und schauen.

Zum Glück ist ein kleiner Wassergraben zwischen den Wiesen und dem Weg. Und der Elektrozaun ist eine zusätzliche Absicherung.
Die hat aber schönes kuscheliges Fell:

Vorhin haben wir dann noch eine Runde im Stadtpark gedreht und eine Freundin von Johnny getroffen. Der kleine Kerl steht auf große Damen und konnte gar nicht von ihr lassen. Eine große schwarze Schäferhündin. Würde ich mal fotografieren, aber sie ist total tief-schwarz, das wird sicher schwierig.