Träumerle

Der Blog zur Aue

Tag: Damwild

Schwarzwald – Teil 1

Wo soll man anfangen, wenn man so viel zu zeigen hat? Ganz vorn.
Wir wohnten in Simonswald, nördlich von Freiburg. Unser Haus lag direkt am Hang, im Erdgeschoss befand sich die Ferienwohnung und oben wohnten nette junge Leute. Wenn ich morgens mit Johnny die erste Runde drehen wollte, so gab es nur zwei Wege: hinauf und wieder runter oder runter und wieder hinauf 🙂

Hinter dem Haus befand sich ein Gehege mit Damwild, das konnten wir ständig beobachten.

Morgenstimmung:

Nach der ersten Frostnacht gab es Schnee oben in den höheren Lagen:

Und unten im Tal herrlichstes Bilderbuch-Frühlingswetter:

Am letzten Tag sind wir hinauf zum „Kandel“ gefahren. 1.242 Meter hoch. Frischer Schnee, strahlend blauer Himmel. Ein Traum von Winter:

So schön, auch wenn ich keinen Winter mit Schnee mehr haben wollte um diese Zeit.

Die Sonne brannte ins Gesicht.

Dann ging es wieder hinab in den Frühling. Aber ich möchte da nicht Auto fahren müssen. Schmale Straßen, Ausweichbuchten, steile Abhänge. Nein, ich habe das Lenkrad nur meinem Mann überlassen 🙂

Auf Pirsch im Wald.

Unser kleiner Förster ist derzeit daheim, arbeitet im Wald für seine Masterarbeit. Gestern aber wollte er mal eine Pause einlegen und so zogen wir nach dem Mittag gemeinsam los.
Ich hatte in den letzten Wochen Wild auf einer Wiese gesehen, aber beim Vorbeifahren mit dem Auto gab es keine Chance für ein schnelles Foto. Diese Wiese und den angrenzenden Wald wollten wir beobachten, denn das Wild erkannte ich beim letzten Mal als Damwild. Noch nie hier gesehen, da mussten wir einfach „kontrollieren“ 🙂

Los ging es über Wiesen und Felder. Keine Spur vom Wild.

Damwild 01

Ein Stück brach liegendes Feld fiel uns auf. Ein Schild gab die Erklärung dafür.

Damwild 02

Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben und befanden uns auf dem Rückweg, da entdeckten wir viele Spuren. Und dann raschelte es, Getrappel war zu hören. Leider ging alles so schnell, dass ich keine brauchbaren Bilder machen konnte. Aber wir haben sie gesehen. Ca. 15 – 20 Tiere, wenn nicht noch mehr. War das schön!
Ein Stück folgten wir ihrer Spur, schlichen uns vorsichtig auf dem Weg vorwärts. Und sie kamen noch einmal, so ein Glück für uns.

Und wer sich so müht, der wird belohnt. Nachzügler kreuzten unseren Weg, blieben stehen und schauten uns direkt an. Ein besseres Foto ist mir jedoch auch hier nicht gelungen:

Damwild 03

Wenige Meter weiter tauchten sie noch einmal neben uns auf, also das war der reinste Glückstag gestern. Nun ist unser Eifer geweckt, da ziehen wir ganz sicher in nächster Zeit noch einmal los. Und wenn wir an der Wiese auf Lauer sitzen, kann ich hoffentlich mal das ganze Rudel aufs Foto bekommen.

Die Geschichte vom Damwild

Also – mein Foto gestern war echt. Ich war im Wald, ich hab das Wild gesehen, ich bin hinterher. Aber ein ganz klein wenig hab ich geflunkert 🙂
Doch der Reihe nach.
Ich bin mit Johnny einen Weg gegangen, den ich ganz selten laufe, ganz am Ende der Stadt. Nur Wald und Ruhe und die Geräusche der Bäume im Wind.

                        

Dann kamen wir an einen kleinen See, eher Tümpel. Das Wasser war so klar und ruhig, ich konnte bis auf den Grund schauen.

                           

Auf dem Rückweg kam ich wieder an einem Grundstück vorbei, wo ich hinzu schon stehen geblieben bin und gerätselt habe. Maschenzaun, hoher Erdwall, Baumaterial, Auto im Grundstück. Ich weiß nicht, wer da wohnt und so viel private Fläche am Wald hat. Und die Bäumchen sind alle angeknabbert, komisch.
Und plötzlich standen sie da: Rehe (dachte ich erst). Luft anhalten, Kamera schnell hoch nehmen und knipsen auf Teufel komm raus. Husch, waren sie verschwunden. Aber wieso rennen die hier auf dem Grundstück rum? Wo wollen denn die hin?
Ihr könnt die Bilder anklicken, dann seht ihr sie besser.

                        

                          

                          

Ich dachte mir, am Zaun lang laufen ist ja nicht verboten, also rum um die Ecke und ab in den Busch. Da standen sie wieder. Ich wieder los geknipst und Johnny winselte. Da tauchte ein Mann auf. Ich hab ganz nett zugerufen und er kam näher. Er klärte mich auf, dass es 9 Stück Damwild sind. Hirsche – keine Rehe! Oh man, war mir bissel peinlich, dass ich das nicht erkannt habe.
Er meinte, ich könne ruhig weiter laufen am Zaun, aber Johnny würde sie sicher vertreiben. Ich hab ihm von meinem Blog erzählt und mich nett bedankt. Da gehe ich sicher wieder mal hin und hoffe, ich treffe die Tiere wieder an.
Und mal ehrlich: Hättet ihr erkannt, dass es Hirsche sind? Haben ja noch kein Geweih die Kleinen (ganz rechts das hat schon ein kleines).

                          

So, ich hoffe ihr seid mir nicht böse, dass ich ein ganz klein wenig geschummelt habe. 
Habt einen guten Start in das Wochenende!

Mein Donnerstag-Foto Nr. 38

Gestern hab ich eine große Runde mit Johnny gedreht, so weit wollte ich eigentlich gar nicht gehen.
Aber ich wurde belohnt, schaut mal: Das ist mein Foto für Follygirl Petra – Damwild.

Die ganze Geschichte erzähle ich morgen, hab noch mehr Fotos von der Tour. Sind die nicht süß?

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