Träumerle

Der Blog zur Aue

Archiv: September 2013

Abenteuer Russland – Teil 1

Sohnemann Robert ist wieder da, am Freitag pünktlich gelandet, 23 Uhr konnte ich ihn am Bahnhof in Königsbrück abholen.
Knülle und übermüdet (26 Stunden auf den Beinen) freute er sich auf sein Bett, ein ordentliches WC, fließend warmes Wasser und 24 Stunden Strom am Tag 🙂

Sie übernachteten in verschiedenen Camps und Hostels, wurden mit einem Bus durch die Gegend gefahren, besuchten forstwirtschaftliche Einrichtungen, Universität, Forstarbeiter bei der Arbeit, Parks und Museen.

Von Berlin aus ging es ja nach Moskau, von da aus dann nach Wladiwostok. 4 Stunden Busfahrt brachten sie dann zum ersten Ziel, einem Camp am Pazifik.

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Sieht ja erst mal schön aus. Die Unterkunft war sehr einfach, mit unseren Verhältnissen darf man da nichts vergleichen. Die Zimmer waren ausgestattet mit 3 Betten, 3 Nachtschränkchen und einer Steckdose – mehr nicht:

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In dieser kleinen Bucht befand sich das Camp:

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Romantische Stimmung am Abend:

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Fließendes – und gar warmes – Wasser gibt es in solchen Camps nicht. Das Wasser kommt aus Tankwagen:

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In einem alten Eisenbahnwaggon war das Dieselaggregat untergebracht. Es lief nur tagsüber, abends wurde es abgeschalten. Dann gab es keinen Strom mehr.

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Die sanitären Anlagen sahen dann so aus: vorn links die Waschbecken, hinten links die Toiletten und rechts die Freiland-Duschen:

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Das war die Kantine, von außen auch gar nicht so schlecht anzuschauen:

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Und nun mal genauer hingeschaut:

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Offenbar hat man da mit den Wassermassen im Frühjahr und Herbst zu kämpfen, daher diese „Hochbauten“. Drunter war ein Mix aus Betonpfeilern, Eisenträgern, Holzkonstruktionen. Alles, was greifbar ist, wird in der Not verarbeitet.

Die Verständigung klappte auf Russisch und Englisch. Ein Professor der Truppe sprach perfekt Russisch, eine Dolmetscherin war auch manchmal dabei.

Beim Anblick dieser Ural´s kommen doch gleich Erinnerungen an die endlosen Kolonnen der Sowjetarmee in der DDR hoch:

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Eine interessante Hundehütte, so hübsch dekoriert ist nicht mal ein Haus:

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Alles auf einmal zu zeigen wäre zuviel, daher gibt es mehrere Teile. Ich hoffe, wir haben euer Interesse geweckt und ihr habt einen klitzekleinen Einblick in ein anderes Leben am hintersten Ende von Russland.

 

Schöner Freitag

Heut ist ein schöner Tag. Ich hoffe zumindest, dass er schön wird.

Erstens hat heut mein Mann Geburtstag. Wir werden heut nur in Familie zusammen sitzen, morgen ist dann die Feier mit der Verwandtschaft angesagt.

Zweitens scheint heut schon am Morgen die Sonne mit aller Kraft, es soll sehr warm werden.

Drittens kommt heut Sohnemann Robert heim. Er sitzt schon im Flieger aus Wladiwostok. Aber es wird viele Stunden dauern, bis er irgendwann spät am Abend hier eintreffen wird. Haben die Flieger Verspätung und er erreicht seinen Fernbus von Berlin aus nicht, müssen wir ihn vielleicht sogar noch abholen.

Ich wünsche allen ein rundum sonniges Wochenende.
In meinem Garten schießen die Sonnenblumen in Wahnsinnshöhe. Alle Arten sind vertreten: Exemplare in Gelb, in Dunkelbraun und gemixt. Die dunkelbraune sieht fast aus wie eine Gerbera. Hab ich so noch nie gesehen.

Sonnenblumen

Kuscheliger Nachwuchs

Nein, nicht bei uns 🙂 Bei meiner Schwester gibt es süße Osterhäschen. Neulich berichtete sie, dass die kleine Bande ganz schön was wegfuttert, sie müssen viel Gras hauen. Sollen ja auch fette Braten große Kuschelhasen werden 😈

Kaninchen01

Da möchte man in den Monitor greifen und streicheln, einfach so niedlich.

Kaninchen02

Der Frechdachs unter den Kleinen behauptet gleich den ganzen Napf für sich allein:

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Wer von euch hat überhaupt was für Haustiere? Also Meerschweinchen, Vogel, Hasen, Hühner … ?

Besuch am Morgen

Neulich morgens in der Küche hatte sich doch von uns allen unbemerkt ein Gast eingeschlichen. Das Fenster war angekippt – DIE Chance für ihn 😉
Er fiel nicht gleich auf, hatte sich in den Werbeprospekten für die neue Woche versteckt.

Heupferd

Doch wie ihn wegbekommen? Ich lies ihn erst mal sitzen – kommt Zeit, kommt Rat 😛
Hilfe kam tatsächlich in Gestalt meiner Mam. Sie nahm eine Zeitung, trug ihn vorsichtig zum Fenster und beförderte ihn an die frische Luft.

Heut nieselte es immer wieder vor sich hin, aber gegen Abend wurde es zunehmend wärmer. Ich koche mir jetzt wieder abends Tee. Gestern habe ich noch mein Handarbeitskörbchen herzu geholt und Socken angefangen zu stricken. Die Lust kommt wieder und bald brauchen wir auch wieder Warmes an die Füße.

Noch mal Laußnitzer Heide

Bevor Sohnemann Nr. 2 auf große Reise ging, waren wir noch mal gemeinsam in der Laußnitzer Heide. Sind eine andere Runde gelaufen als ich das letzte Mal.

Laußnitz August 01

Er hat mir erklärt, wie diese Verfärbung entsteht und wie man sie nennt, hab ich aber schon wieder vergessen:

Laußnitz August 02

Dieser Baum fiel uns auf, er hat den Stein beim Wachsen eingeschlossen:

Laußnitz August 03

Ein Förster findet immer was zum Schauen, zum Untersuchen, zum Erklären:

Laußnitz August 04

Es summte plötzlich ganz laut – da können Bienen fleißig Nektar sammeln für Waldhonig:

Laußnitz August 05

Was das ist, haben wir nicht heraus gefunden. Die Kappe ließ sich abnehmen, drin war nichts:

Laußnitz August 06

Doch eine Winzigkeit zog meinen Blick auf sich. Ein erstarrtes Würmchen. Ob es noch lebt? Angestupst – und schon bewegte es sich, zeigte mir seine Gelenkigkeit:

Laußnitz August 08

An einer Stelle des Waldes hingen gleich mehrere Vogelhäuschen, das finde ich schön, weil nützlich:

Laußnitz August 09

Das Insektenhotel haben wir uns noch mal von Nahem angeschaut. Aber dann schnell weg, denn die Tierchen wurden lästig 🙂

Laußnitz August 10

Zum Schluss kreuzte noch eine Blindschleiche unseren Weg. Johnny war zum Glück drüber gestiegen, hatte sie gar nicht bemerkt:

Laußnitz August 11

Huch ist es heut kalt! Es ist grau, es nieselt ab und zu ein wenig, es geht Wind. Also dickere Jacke angezogen, alle Fenster sind geschlossen. Doch das herbstliche Wetter soll angeblich nicht lang anhalten. Ab Mittwoch sollen 30 Grad werden 😯

Sohnemann Martin und seine Sandy sind heut Vormittag aus Kreta zurück gekehrt. Ich koche gleich Kaffee, dann sitzen wir beisammen und sie werden berichten und Fotos zeigen.
Aus Wladiwostok haben wir noch nichts gehört. Ist schon komisch, wenn absolute Funkstille herrscht, man gar keinen Kontakt hat. Ich müsste mal googeln, wie das Wetter da grad ist.

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