Träumerle

Der Blog zur Aue

Autoren-Archiv:

Grüner Tunnel

Ich wollte euch die Flüsterallee zeigen, wenn im Sommer alle Bäume voller Blätter stehen. Nun ist es soweit. Ein einziger grüner Tunnel präsentiert sich.

Und da ich mich schwer für nur ein Foto oder eine Collage entscheiden kann, gibt es noch Nachschlag.

Ich gehe jeden Tag hier lang mit Johnny und erfreue mich immer wieder an der Natur. Ich habe zwar wieder zwei Bäume entdeckt, die eingegangen sind. Aber es werden immer Ersatzbäume gepflanzt, das finde ich sehr schön.

Flugmedizinisches Institut

In Königsbrück befindet sich das Flugmedizinische Institut der Luftwaffe. Die Abteilung Flugphysiologie ist eine der führenden Einrichtungen in der Welt auf dem Gebiet der Flugphysiologie.
Hier befinden sich die Simulationsanlagen, an und in denen die Piloten aller 4 Jahre auf Ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit getestet werden und medizinische Forschung betrieben wird.

Am Freitag war im Rahmen der „Lange Nacht der Wissenschaften“ Tag der offenen Tür. Unkompliziert und ohne Kontrolle konnte man sämtliche Anlagen besichtigen, alles wurde erklärt. Das Personal war ausgesprochen nett und freundlich, das möchte ich an dieser Stelle loben.

Unser Rundgang begann in der Fliegertrainingshalle. Hier durften die Besucher sogar die verschiedenen Trainingsgeräte probieren. Nichts für unsportliche Menschen und erst recht nichts für mich. Da schaute ich lieber meiner Nichte zu. Sie probierte das „Karrussel“. Das funktioniert ähnlich wie das Spiel, wo man um eine Flasche am Boden laufen muss und dann geradeaus laufen sollte. SOLLTE – aber nicht kann!

Es gab tatsächlich mutige Leutchen!

Weiter gings zur Hochleistungszentrifuge. Hier werden die Piloten echt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht. Zur Simulation der bis zur 10-fachen der Erdanziehungskraft wirkenden Kräfte – in „G“ ausgedrückt – nimmt der Pilot in einer Kabine Platz. Die Armlänge der Zentrifuge beträgt 9,50 m. Dann wird ordentlich Gas gegeben, zudem kann die Kabine gekippt werden.

Dies ist ein Schleudersitz. Äußerst sicher, dennoch wünsche ich keinem Piloten diese Erfahrung. Lieber heil wieder runterkommen – mit Flugzeug!

Weiter ging es zum Desorientierungstrainer. Die Orientierungsfähigkeit der Piloten beruht auf verschiedenen Wahrnehmungen und der Fähigkeit, diese miteinander zu vergleichen. Z.B. im Dunkeln oder in den Wolken kann der Pilot die Orientierung verlieren, merkt dies aber nicht. In Folge der nicht erkannten Desorientierung werden falsche Steuereingaben getätigt, die zum Absturz der Maschine führen können.
Die Demonstration dieser Phänomene erfolgt in dieser Kapsel. Die Piloten werden mit Gegenmaßnahmen vertraut gemacht und lernen, sich nicht auf ihre Gefühle zu verlassen, sondern nur auf die Technik.
(Ich hoffe, ich hab das alles kapiert und richtig erklärt. Zum Glück gab es Informationsmaterial.)
Ich konnte leider kein anständiges Foto machen, es war dunkel und zu viele Leute. Kinder durften in dieser Kabine sitzen und „steuern“.

Weiterer interessanter Höhepunkt war die Höhen-Klima-Simulationsanlage. In ihr können Höhenbedingungen bis 25.000 Meter durch Unterdruck simuliert werden. Die kleine Kabine misst gerade mal 4 qm, der große Raum 28 qm.
In dieser Anlage werden die Piloten bis zu mehreren Stunden in verschiedenen Höhenlagen überwacht. Es gibt sogar medizinische Tests, in denen die Personen 21 Tage lang „eingesperrt“ werden. Dann werden die Sitze gegen Betten getauscht. Ein WC gibt es und ein Waschbecken. Die Versorgung erfolgt über eine kleine Schleuse.
Wir durften da sogar hinein, es war angenehm kühl durch die Klimatisierung.

Diese Simulationsanlage hat in den vergangenen 23 Betriebsjahren mehr als 7.000 Einsätze mit über 28.000 Lehrgangsteilnehmern realisiert. Piloten aus vielen Ländern werden hierher geschickt.

Letzte Station war die Hyperbare Simulationsanlage – Überdruckkammer. Hier ging es nicht hoch hinaus, sondern tief ab. Mit dieser Anlage werden Tauchtiefen bis 55 Meter durch Überdruck realisiert. In der Vorkammer können zwei Personen Platz nehmen, in der Hauptkammer vier.
Hier wird die Überdruckbehandlung von Personen mit Symptomen einer Dekompressionskrankheit geprobt.

                        

Dies war für mich eine äußerst interessante Führung. Das wird es sicher nicht gleich wieder geben.

Ich hoffe, ich hab nicht zu verwirrend erklärt. Ihr könnt auch hier noch mal nachlesen.

Mein Feldbaum

Ich hab ihn wieder besucht. Da ich die genaue Position beim ersten Anlauf nicht hinbekommen habe, bin ich am nächsten Tag noch mal hin. Die schönen Ballen waren leider weg, aber schaut mal, was mir da vor die Linse gerannt ist:

Somit ergibt sich schon diese schöne Baum-Collage, und es werden noch mehr!

Ich wünsche euch heut viel Spaß beim Fußball schauen und ein geruhsames Wochenende.
Bei uns ist heut im Flugmedizinischen Institut der Bundeswehr die „Lange Nacht der Wissenschaften“. Da stehen alle Türen offen, aber ich denke nicht, dass ich da fotografieren darf. Aber berichten kann ich euch nachher von all den Geräten und Einrichtungen, an und in denen die Flieger getestet werden. Ich bin super neugierig.
Aus Zeitgründen werde ich daher heut wenig an den Rechner kommen. Also nicht wundern, wenn ich nicht antworte.

Mein Donnerstag-Foto Nr. 6

Für Follygirl hab ich heut zu meinem Foto noch ein Rezept. Derzeit blüht der Holunder und ich schau schon mal, wo sich wieder welcher holen lässt im Herbst.

Das Rezept habe ich vor zwei Jahren von Mari bekommen und seither koche ich diese Marmelade:

Zutaten:
500 g Holunderbeeren
700 g Birnen
1 Zitrone
Aniskörner (oder gemahlen)
500 g Gelierzucker 2:1

Die Beeren waschen (schöne Zupferei vorher 🙂 ) und mit dem Pürierstab kurz bearbeiten,
die Birnen schälen, entkernen und ganz fein schnipseln (macht tierisch Arbeit 🙂 ),
die Zitrone auspressen und den Saft mit 0,5 TL Aniskörnern mit den Früchten mischen.
Mit dem Gelierzucker vermengen und nach Anleitung kochen, in Gläser füllen.

Die Marmelade kommt so gut an, dass ich schon Bestellungen bekommen habe. Ich hab es auch schon mit ganzen Beeren versucht (wollte das Pürieren sparen), aber das ist nicht so schön.
Hab auch schon nur Holunderbeeren verarbeitet, aber Pfui – das schmeckt mir nicht. Die Birne bringt den Geschmack. Und da wir im Garten einen riesengroßen alten Birnenbaum haben, kostet mich die ganze Sache nur den Gelierzucker und Strom.
Probiert es – schmeckt wirklich toll!

Auf der Wiese …

haben wir gelegen und wir haben Gras gekaut – nee, nicht ich und Johnny, sondern das hat mal ein DDR-Schlagersternchen gesungen – Veronica Fischer.
Als ich meinen einzelnen „Feldbaum“ mal wieder besuchen war (Bilder gibt es später), kam ich an dieser Wiese vorbei. Am liebsten hätte ich mich ja hinein gelegt, bin aber mal lieber nur in die Hocke gegangen.

All diese Blümchen auf einer Wiese versammelt, ich wurde gar nicht fertig mit knipsen.

Es war auch mal wieder höchste Zeit für Blümchenbilder. Hat von euch jemand eine Allergie gegen Gräser- oder Getreidepollen? Dann möchte ich mich entschuldigen, wenn euch jetzt die Nase juckt oder die Augen tränen 🙂

Dienstags-Stöckchen

Dieses Stöckchen hab ich bei Irmi entdeckt und fand es interessant, deshalb hab ich es aufgefangen:

Eine Sache die du heute tust, von der du mit 16 nie gedacht hättest dass du sie jemals tun würdest:
Mich für Computer interessieren.

Das letzte, was du gekauft hast, ohne dass es irgendeinen Sinn gehabt hätte:
Deko-Holz-Herzen, liegen noch im Schrank – vielleicht mal zum Verschenken.

Einen Spitznamen von dir, den heute niemand mehr verwendet / kennt:
Jetzt nicht lachen: Rippchen (ich war so dünn).

Ein großes Ziel in deinem Leben, das du noch erreichen willst:
Ich möchte gern die Pyramiden in Ägypten sehen und wilde Elefanten in Afrika. Ich bin noch nie irgendwo hin geflogen. 

Den größten Unsinn, den du als Kind gebaut hast:
Kann mich an nichts erinnern, ich war immer brav 🙂

Ein aus heutiger Sicht vielleicht peinliches Poster das du in deinem Zimmer hängen hattest:
Brigitte Bardot – sie sah so toll aus. So einen Schmollmund und lange Haare wollte ich auch haben. Wenigstens war ich genauso blond.

Dein größter „Medienauftritt“ (Fernsehen, Zeitung, Radio etc.):
Nicht direkt. Hab mal bei einem Urlaubs-Foto-Wettbewerb unserer Tageszeitung den dritten Platz belegt, da wurde mein Name genannt. Und vor unserer Haustür war mal ein Unfall, da stand mein Name als Zeugin in der Zeitung.

Vereine in denen du als Kind Mitglied warst:
Schulchor, Arbeitsgemeinschaft Russisch

Woher du die Person, von der du dieses Stöckchen bekommen hast, kennst.
aus der Bloggerwelt

Dein aktueller Lieblingswitz:
Okay, ist aber nicht böse gemeint:
Ein Pole, ein Wessi und ein Ossi kommen in den Himmel und müssen für ihre Sünden gerade stehen. Als erstes kommt der Pole dran. Man wirft ihm all seine Schandtaten und Betrügereien vor. Der liebe Gott sagt: Lieber Pole, du wirst von deinen Sünden befreit. Aber du bekommst 3 Stockhiebe, dafür hast du einen Wunsch frei. Sagt der Pole: Da nehme ich ein Kissen auf den Rücken.
Dann kommt der Wessi dran. Schimpf und Schande über ihn. Der liebe Gott sagt: Lieber Wessi, du wirst von deinen Sünden befreit. Aber du bekommst 10 Stockhiebe, dafür hast du einen Wunsch frei. Sagt der Wessi: Da nehme ich eine Matratze auf den Rücken.
Nun ist der Ossi an der Reihe. Was hat er nicht alles falsch gemacht in seinem Leben! Der liebe Gott sagt: Lieber Ossi, du wirst von deinen Sünden befreit. Aber du bekommst 20 Stockhiebe, dafür hast du zwei Wünsche frei. Sagt der Ossi: Okay, als erstes möchte ich 100 Stockhiebe und als zweites nehme ich einen Wessi auf den Rücken! 🙂 🙂 🙂

Wer will, kann es auffangen.

Und ganz speziell für Fred und Jürgen hab ich heut noch was. Ihr habt mir gestern so tolle Komplimente gemacht. Jungs von der Hafenkante – ich mag euch 😳

                        

Motorenschau im „Neuen Lager“

Vor 3 Jahren gab es ein Fest im „Neuen Lager“. Ein Königsbrücker Unternehmer hat sich Hallen auf diesem Gelände gemietet, er sammelt alte Technik und Motoren. Da durfte man das Areal des Bunkers betreten, wo die Sprengköpfe für die Atomraketen gelagert wurden.
Vom Lager bis zum Bunker konnten die Besucher im LKW mitfahren, im Jeep oder Motorrad mit Beiwagen.
Meine Schwester hat mir glücklicherweise noch ihre Fotos mit zur Verfügung gestellt, ich hab damals nicht so viel fotografiert.



Dieses Auto wär was! Rechts sitz ich grad auf dem LKW.




Diese Bilder darf ich zeigen. Mein Schwager, meine Nichte und unser Robert.

Hier fährt mein Neffe grad mit Freunden. Danach haben wir das Fahrzeug ergattert.

Wir sind eine Strecke mit dem LKW gefahren und eine mit dem Jeep. Das war ein Gaudi! Volle Lautstärke russische Musik, rasanter Fahrstil, Wodka gratis. Irgendwer aus der Verwandtschaft hat sogar noch ein Foto von uns, aber nach 3 Jahren hat es den Weg bis zu mir leider noch nicht gefunden.

Tja, so hat sich alles gewandelt. Jahrzehntelang war das russische Militär hier präsent, dann waren wir froh über den Abzug der Truppen und letztlich feiern wir hier Feste, haben Spaß an den Fahrzeugen und der Musik. Aber es hat unheimlich Spaß gemacht!

Hab festgestellt, dass dies mein 100. Artikel ist. Und es macht immer noch Spaß! Fred, ich bin Dir dankbar 🙂

Der Truppenübungsplatz – Teil 2

Nun also kommen wir zum Turm. Richtig heißt er eigentlich Haselbergturm. Er wurde im Mai 2008 eingeweiht. Er ist 34 m hoch und verfügt über 9 Etagen. Auf der ersten Aussichtsplattform in 13 m Höhe befinden sich Bänke, so dass man sich beim Treppen steigen zwischendurch ausruhen kann. Oben weht meist ein angenehmes Lüftchen. Bei guter Sicht kann man bis zu 70 km schauen, man sieht den Fernsehturm in Dresden auch ohne Fernglas.

Da der Ginster schon am Verblühen war, habe ich für diesen Beitrag mal noch ein paar Fotos vom letzten Jahr mit eingebaut, da war er in voller Blüte. So sieht es richtig schön bunt aus.
Dieser ehemalige Truppenübungsplatz ist fast 70 Quadratkilometer groß. Nach dem Abzug der sowjetischen Armee war dies eine einzige öde Fläche – wie eine Wüste sah es hier aus. Sand, Sand und nochmals Sand, kein Baum, kein Strauch, keine Vegetation – alles zerfahren, zerschossen, aufgewühlt. Leider kann ich davon kein Foto präsentieren. Und nun schaut, wie es heut hier aussieht:


Hier seht ihr das Flugmedizinische Institut in Königsbrück mit der Kuppel der Zentrifuge.

Das war das Warensilo, da darf man aber nicht hin.

Für diesen Platz mussten viele Ortschaften weichen. Insgesamt laut meinem Buch 10 Orte mit knapp 2.200 Einwohnern.

So weit das Auge reicht, war alles „Schießplatz“. Jahrzehntelang litt die Bevölkerung ringsum in allen Orten unter dem ständigen Lärm der Schießübungen. Nachts klang das wirklich, als ob Krieg wäre. Es donnerte manchmal so heftig, dass das Geschirr in den Schränken klapperte, die Fenster vibrierten.
War ein größeres Manöver angesagt, fuhren endlose Schlangen LKW durch die Orte. Tage vorher standen Soldaten an den Kreuzungen, um den Verkehr zu stoppen und zu regeln. Als Kind haben wir diesen „armen Kerlen“ unsere Schnitten und Obst gebracht, damit sie was zum Essen hatten.
Fuhren wir als junge Mädchen zum Tanz, waren wir nie allein. Grad an diesem Platz vorbei sind wir mit unseren Rädern geradelt wie die Weltmeister – nur schnell vorbei. So manches Mal saßen die Soldaten am Straßenrand und haben den Verkehr beobachtet. Doch, die Angst war präsent und heut kann ich auch die Angst meiner Mam verstehen.

Wenn ihr noch mehr Bilder sehen wollt, dann schaut mal rein unter www.11TD.ru. Ist zwar in Russisch geschrieben, aber es gibt unzählige Bilder von den ehemaligen militärischen Objekten, auch von Königsbrück. In der Leiste unter den oberen Fotos das zweite Wort heißt übersetzt „Fotoalbum“. Da mal draufklicken.

Dies war meine Führung. Sollte jemals jemand von euch in meine Gegend kommen, zeig ich euch gern alles. Nur sollte man wirklich auf den freigegebenen Wegen bleiben. Man kommt offiziell nur bis zum Turm.
Es finden Kontrollen statt und wenn man erwischt wird, muss man Bußgeld zahlen. Es haben sich schon Pilzsucher verirrt und mussten dann gesucht werden.

Nächste Woche zeige ich noch Fotos von der Motorenschau vor 3 Jahren auf dem Gelände des „Neuen Lager“. Das war was! Wir waren froh, als die „Russen“ weg waren und nun haben wir sie imitiert und gefeiert – was für eine Wendung!

Habt einen guten Start in das Wochenende, bei mir steht sogar mal nichts an außer der üblichen Arbeit.

Träumerle läuft unter Wordpress 6.2.9
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates