Träumerle

Der Blog zur Aue

Tag: Neues Lager

Neue Einblicke

in das ehemalige „Neue Lager“ der Sowjetarmee hab ich am letzten Wochenende erhalten. Bin mit Sohnemann Robert in Ecken gelaufen, da war ich noch nicht.
Hier wohnten in den vielen Wohnblocks die Familien der Offiziere. Einige wurden schon abgerissen, 3 Blocks stehen noch.

Geisterhäuser

                        

                           

Wer hat Lust, wer kommt mit ins Freibad? Auch das gab es hier, zwei große und tiefe Schwimmbecken.

                        

                        

Bitte schön die Leiter nutzen, nicht einfach so reinspringen 🙂

                          

Wer traut sich noch auf den Sprungturm?

                        

Wer kalte Füße bekommt, kann sich ein Paar Stiefel zusammen suchen, die liegen hier haufenweise – setzen sogar schon Moos an.

                        

Wer sich verausgabt hat, den können wir mit der alten Karre heim fahren 🙂

                        

Ich hoffe, die brauchen wir nicht mehr.

                        

Kommt Zeit, kommt Rad.

                        

Das Bad wird gesäumt von einer Allee von Bäumen. Das sieht in Grün sicher alles viel schöner aus.

                           

                           

Leider sind wir auch auf Tierkadaver gestoßen, Gerippe, Knochen, Fell. Und dann düsten 2 Häschen auf und davon. Da war es vorbei mit Johnny, der Jagdtrieb erwachte. Er kläffte, quietschte, zerrte. Beim nächsten Mal kann ich ihn da echt nicht mitnehmen.

Am Ende der Runde könnt ihr dann sagen:

                        

Zum Schluss noch was aus der Natur, das ist ein Baum, was?

                        

Auf Entdeckungstour

waren Sohnemann Robert und ich am Sonnabend. Es ging mal wieder ins „Neue Lager“.
Auch wenn ich schon so oft da war, es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Haben mal andere Objekte ins Visier genommen, wo ich sonst nicht allein hingehe. Und bei schönerem Wetter geht es noch mal hin, ich will noch mehr erkunden.

Diesen Baum bewundere ich jedes Mal, er ist sicher schon uralt.

                          

Dieses Fenstergitter musste ich genauer anschauen, so was hab ich noch nicht gesehen. Einfälle muss der Russe Mensch haben!

                          

                          

                          

Auch Türen, Fenster und Ornamente an den Fassaden ziehen immer wieder meine Blicke auf sich.

                          

Es gibt doch ein Sprichwort: Neue Besen kehren schlecht. Ob alte immer besser sind? Der ist wohl beim Abzug zurück geblieben.

Und upps! Da musste wohl ein Soldat heim hinken, hat er doch glattweg seinen Stiefel verloren 😆

Und Leselektüre war auch noch zu haben. Habe mich gleich mal wieder mit Russisch lesen versucht.

Für Johnny gab es auch noch was zu entdecken bzw. zu kosten.  Da wurde ein Baum gefällt und der duftet und schmeckt so gut! Muss natürlich kaputt gemacht werden 😆

Auch wenn es kalt war, diese Runde hat uns Spaß gemacht und wird sicher bald wiederholt.
Heut ist bei uns alles Weiß, es hat die Nacht geschneit. Habt einen guten Wochenstart!

Schnee!

Es hat geschneit letzte Nacht. Nicht viel, aber eine feine weiße Decke liegt über der Natur. Ich brauche dringend neue Gummistiefel, sie sind am Wochenende kaputt gegangen. Sie waren eben billig und sind nicht geeignet, um durch die Aue zu hüpfen.

Nun zu meinem geplanten Beitrag:
Im Neuen Lager war ich letzte Woche wieder mal mit Johnny eine Runde drehen. Da habe ich eine neue Sitzgelegenheit entdeckt:

                        

Uralte verknorzelte Bäume sieht man hier, ohne Laub sehen sie noch älter aus.

                          

                          

                          

Und einen ziemlich löchrigen Baumstamm hab ich entdeckt, scheint eine gefragte Wohngegend zu sein für die Vögel 😆

                          

Ich wurde durch Klopfen aufmerksam und siehe da: da war noch jemand bei der Futtersuche:

                        

Habt einen guten Wochenstart. Ich hoffe, das Wetter wird noch mal bissel besser.

Motorenschau im „Neuen Lager“

Vor 3 Jahren gab es ein Fest im „Neuen Lager“. Ein Königsbrücker Unternehmer hat sich Hallen auf diesem Gelände gemietet, er sammelt alte Technik und Motoren. Da durfte man das Areal des Bunkers betreten, wo die Sprengköpfe für die Atomraketen gelagert wurden.
Vom Lager bis zum Bunker konnten die Besucher im LKW mitfahren, im Jeep oder Motorrad mit Beiwagen.
Meine Schwester hat mir glücklicherweise noch ihre Fotos mit zur Verfügung gestellt, ich hab damals nicht so viel fotografiert.



Dieses Auto wär was! Rechts sitz ich grad auf dem LKW.




Diese Bilder darf ich zeigen. Mein Schwager, meine Nichte und unser Robert.

Hier fährt mein Neffe grad mit Freunden. Danach haben wir das Fahrzeug ergattert.

Wir sind eine Strecke mit dem LKW gefahren und eine mit dem Jeep. Das war ein Gaudi! Volle Lautstärke russische Musik, rasanter Fahrstil, Wodka gratis. Irgendwer aus der Verwandtschaft hat sogar noch ein Foto von uns, aber nach 3 Jahren hat es den Weg bis zu mir leider noch nicht gefunden.

Tja, so hat sich alles gewandelt. Jahrzehntelang war das russische Militär hier präsent, dann waren wir froh über den Abzug der Truppen und letztlich feiern wir hier Feste, haben Spaß an den Fahrzeugen und der Musik. Aber es hat unheimlich Spaß gemacht!

Hab festgestellt, dass dies mein 100. Artikel ist. Und es macht immer noch Spaß! Fred, ich bin Dir dankbar 🙂

Das „Neue Lager“ – Teil 4: Der Kriegsgefangenenfriedhof

Der Friedhof befindet sich am Rand des Lagers, direkt neben der B 97 zwischen Königsbrück und dem Nachbarort Schmorkau (2 km). Ich bin mit dem Auto hingefahren. Der Parkplatz wurde neu gestaltet, denn von hier aus führt auch ein zweiter Weg zum Aussichtsturm.

Im ersten Weltkrieg wurde das Neue Lager für russische, serbische, italienische, belgische und französische Kriegsgefangene eingerichtet. Am 27. Oktober 1914 umfasste das Gefangenenlager 14.535 Kriegsgefangene. Insgesamt starben 724 Gefangene, die auf diesem Friedhof beigesetzt wurden.
Auch im zweiten Weltkrieg war das Neue Lager ein Kriegsgefangenenlager. Der Friedhof wurde weiter genutzt. Die genaue Gräberanzahl ist jedoch unbekannt.

Ich war am Montag im beginnenden Nieselregen mit meinem Sohn da. Es war schon duster, deswegen sind die Fotos auch recht dunkel – trotz Aufhellung.
Hinter dem Friedhof im Wald befindet sich ein Versteck vom Geocaching, das haben wir gleich noch mit gesucht.

Das war meine Führung durch das Neue Lager. Ein paar allgemeine Informationen werde ich in den nächsten Berichten noch mit einbauen, es geht also noch ein bissel weiter.
Am Sonnabend habe ich bei schönem Wetter (und endlich hat es gestern Nachmittag aufgehört zu regnen und die Sonne kam durch) die Wanderung zum Aussichtsturm auf dem Truppenübungsplatz geplant. Ich werde euch noch Fotos von einem Fest im Lager zeigen, denn da gab es Technik und Fahrzeuge zu sehen – ganz toll!

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende. Am Sonntag sind wir mit unseren Freunden auf  dem Lausitzring zur DTM – Deutsche Tourenmeisterschaft. Oh man, da gibt es was für die Männer zu berichten: Porsche, Audi, Seat starten zum Rennen und ein Show-Rennen mit historischen Rennwagen steht auch auf dem Programm. Ich werde also mächtig viel zu berichten haben nächste Woche.

Das „Neue Lager“ – Teil 3

Vom Offizierskasino aus läuft man zurück zur „Hauptstraße“. Vor uns steht die Königliche Kommandantur. Ich habe erst gestern an Hand von Fotos identifiziert, dass es sich um dieses Gebäude handeln müsste.

Gleich um die Ecke rechts herum befindet sich die Garnisons-Verwaltung.


Aber hier weiß ich nicht, was es war. Sicher Mannschaftsunterkünfte. Weiß jemand was Genaueres?

Die Natur gewinnt allmählich die Oberhand. Ringsum grünt und blüht es.

Zur Zeit entsteht hier auf diesem Gelände der zweite Solarpark. Viele Gebäude/Baracken wurden abgerissen. Es war ja eine richtige kleine Stadt für sich. Man konnte zu DDR-Zeiten auch im „Magazin“ einkaufen gehen. Natürlich musste man die Wache passieren und angeben, wohin man will. Ich habe hier im Königsbrücker Magazin sogar ein großes Plüsch-Schweinchen für unseren Sohn zum Geburtstag gekauft. An Jeans kann ich mich auch noch erinnern. Aber ich kann nicht mehr sagen, welches Gebäude das war und ob es überhaupt noch steht.

Und auch hier kann ich nicht mit genauen Informationen dienen. Durch die heranwachsenden Bäumchen wirkt das Haus wie im Dornröschenschlaf.

Das waren sicher Hallen zum Unterstellen von Fahrzeugen.

All die alten Häuser – richtige Villen – hatten größtenteils Balkone. Das sah sicher richtig herrschaftlich aus.

Dies war nur ein kleiner Einblick in das „Neue Lager“. Die Wege gabeln sich hier. Man kommt in Richtung Grünmetzsee, zum Aussichtsturm, zum Gefangenenfriedhof (alles ehemaliges Militärgelände, heute Naturschutzgebiet). Unzählige Gebäude, Baracken, Bunker stehen im riesigen Areal. Manche kann man von weitem sehen, aber man kommt nicht ran. Einiges werde ich noch zeigen. Morgen gibt es das Donnerstag-Foto für Follygirl. Am Freitag führe ich euch zum Kriegsgefangenenfriedhof. Am Wochenende soll schönes Wetter bei uns ankommen, dann wander ich vielleicht an einem Bunker vorbei zum Aussichtsturm.

Das „Neue Lager“ – Teil 2

Viele Gebäude – auch richtige Wohnblocks – wurden bereits abgerissen. Ein neuer Solarpark ist auf diesem Gelände entstanden, ein zweiter befindet sich gerade im Aufbau.
Leider weiß ich nicht, welches Gebäude zu was diente. Wir haben ein sehr schönes Buch über den Truppenübungsplatz mit vielen Fotos, bei einigen kann ich es daher sagen.

Und so sieht es jetzt aus:


Besonders reizvoll und immer wieder faszinierend für mich ist das alte Offizierskasino. Eine märchenhafte Allee führt zum ehemaligen Offizierspark, die alten Steine und Umrandungen zeugen von den einst liebevoll angelegten Blumenbeeten und Grünflächen. Es gab Wege mit Bänken zum Ausruhen und sogar einen kleinen Brunnen. Dies alles kann ich den Bildern im Buch entnehmen, die Überreste kann man nur noch im heutigen Gestrüpp finden.


                        

Dort, wo auf der linken Seite ein großes Fenster zu sehen ist, wurde später diese Malerei angebracht.


Vor vielen Jahren gab es sogar die Idee, das Kasino wieder zu beleben mit Tanz, Kino oder ähnlichem. Es ist sehr schade drum. Wir konnten es noch besichtigen, jetzt aber ist alles versperrt und man darf die Gebäude auch nicht betreten. Weiß auch nicht, warum wir das damals nicht alles fotografiert haben.

Und auch diese „roten Männlein“ kann man noch entdecken:


Morgen kommen wir zur Garnisonsverwaltung und Gebäuden, von denen ich leider nicht weiß, was es war.
Habt einen netten Tag, bei uns regnet es natürlich wieder 🙁

Das „Neue Lager“ – Teil 1

Heute starte ich mit euch einen Rundgang durch das „Neue Lager“ von Königsbrück. Stück für Stück zeige ich euch die alten Gebäude und erkläre einige Dinge.

Königsbrück war Garnisonsstadt und eng mit dem Militärleben in den Kasernen verbunden. Auf dem Übungsplatz wurden die Soldaten ausgebildet und von hier aus in den Krieg geschickt.
Nach 1945 übenahm die Besatzungsmacht der Sowjetunion die Militäranlagen, 1992 zogen die Streitkräfte aus Königsbrück ab, 1994 auch aus dem gesamten Teil der ehemaligen DDR. Damit fand die Geschichte der Stadt als Garnisonsstadt ihr Ende. Nur das Flugmedizinische Institut übernahm die Bundeswehr von der NVA.

Neben dem „Alten Lager“ (erstmalige Nutzung 1893, es ist nur noch ein Gebäude übrig und darin befinden sich die Tourist-Information und eine Miniatur-Ausstellung) und der Prinz-Georg-Kaserne (erbaut 1895, es sind noch Gebäude da, aber kein Zutritt möglich) wurde am Stadtrand 1907 das „Neue Lager“ errichtet – mit einer Größe von zum Schluss ca. 8.000 Hektar. Dafür mussten mehrere Dörfer ausgesiedelt werden. Seit 1996 wird dieser Truppenübungsplatz als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Ich beginne am Haupteingang. Gegenüber befindet sich ein letztes altes Gebäude – es war früher ein Cafe´. Alle anderen Häuser wurden renoviert.

                        

Im Eingangsbereich des „Neuen Lager“ befanden sich die Wache und das Postamt. An der Informationstafel habe ich die alten Aufnahmen fotografiert, so könnt ihr sehen wie es einmal aussah.


Und nun die heutigen Ansichten:


Hier findet man auch folgende Gedenktafeln:

Von hier aus kann man auf allen Wegen das Lager erkunden. Zäune und Absperrungen verhindern den Zutritt zu den nicht freigegebenen Wegen und Gebäuden. Das ist schade, aber Sicherheit geht vor.
Wir kommen zum Offizierskasino, bis zum neu errichteten Solarpark, zum Grünmetzsee (hab ich schon vorgestellt), vorbei am Bunker, wo die Sprengköpfe für Atomraketen gelagert wurden, zum Kriegsgefangenenfriedhof und zum Aussichtsturm. Ihr könnt euch nicht verlaufen, wenn ihr den Wegweisern folgt.

In alle Richtungen führen die Wege, vieles verwildert und wächst zu. Zu dieser Jahreszeit sieht es besonders schön aus mit all dem Grün.

Dies war der Anfang und ein kleiner Einblick in die Vorgeschichte. Wenn ihr Interesse habt, schaut morgen wieder rein. Es gibt viel zu entdecken.

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