Ich komme kaum zum Bloggen, ich hänge hinterher. Etwas Gartenarbeit, etwas Handarbeiten, Fenster putzen, Urlaubsziele finden – es gibt immer was zu tun.
Meine Mutti räumt ihre Schränke auf und fragt immer wieder mal, wer was haben möchte. Na ja, Geschmäcker sind unterschiedlich, das meiste will keiner haben 🙂 Aber hier habe ich zugegriffen:
Eine Holzform zum Verzieren von Butter, kommt garantiert bei der nächsen Feier zum Einsatz.
Butterherz
Ansonsten gibt es wenig zu berichten. Wir suchen ein Ziel für unseren Urlaub im November. Da werden die gestrichenen Tage vom Mai nachgeholt. Doch wohin um diese Jahreszeit? Sizilien, Teneriffa, Zypern … Es sollte noch warm sein, aber nicht ganz so fern (Afrika, Kuba, Dom.-Rep.). Habt ihr Vorschläge?
Am Brückentag nach Himmelfahrt ging es nach Moritzburg. Erster Anlauf: das Wildgehege. Dachten wir. Denn der Parkplatz war voll besetzt, wir mussten durchstarten. Also eine Runde am Schloß entlang bis zum Fasanenschlößchen.
Fasanenschlößchen in Moritzburg
Wieder super Wetter, sehr warm, viele Leute unterwegs.
Gleich daneben befindet sich der Leuchtturm. Dieser entstand im späten 18. Jahrhundert und diente als Kulisse für nachgestellte Seeschlachten.
Leuchtturm Moritzburg
Die gastronomischen Einrichtungen nebenan hatten geöffnet und wir genossen wieder mal die Sonne bei einem Imbiss.
Dann zweiter Anlauf im Wildgehege. 2 Plätze waren frei auf dem Parkplatz. Also wieder viele Leute, aber nun waren wir einmal hier und wollten hinein.
Fütterung bei den Schweinen
Aber auch hier wurden wir wieder mal enttäuscht. 2 Euro Parkplatzgebühren, 5 Euro Eintritt pro Erwachsenen. „Dieses Gehege ist gerade nicht belegt“. „Dieses Gehege wird gerade saniert und neu belegt“. Keine Elche, keine Hängebauchschweine, viele leere Anlagen. Der Rundgang beim Damwild Sackgasse, es wird gebaut.
Aber ihn konnten wir ebenfalls bei der Fütterung beobachten:
Wolf
Bilder habe ich nur sehr wenige gemacht. Es fehlten einfach schöne Motive.
Wildschweine
In ein paar Jahren sind wir aber sicher wieder hier – mit unserer Enkeltochter.
Der „Kuhstall“ ist ein Felsentor, 11 m hoch, 17 m breit und 24 m tief. Angeblich versteckten im Dreißigjähren Krieg die Menschen ihr Vieh vor den schwedischen Soldaten hier oben.
Kuhstall
Durch das Tor hindurch gelangt man zu einem Aussichtspunkt.
Kuhstall
Durch eine Felsspalte hindurch gelangt man zur nächsten Attraktion.
Felsspalte
Aber es täuscht. Da passt man bequem in der Höhe durch, ich musste den Kopf nicht einziehen. Dann beginnt der Aufstieg „Himmelsleiter“. Eine steile schmale Treppe führt hinauf aufs Plateau. Einbahnstraße, man darf nur hinauf und auf der anderen Seite hinab.
Himmelsleiter
Wir sind jedoch nicht hinauf geklettert. Man sollte keine sperrigen Gegenstände oder große Taschen mitnehmen, da wird es zu eng.
Auch so genossen wir die Aussicht, machten Picknick.
Aussicht vom Kuhstall
Fazit: Sehr sehenswert. Wir hatten die Walkingstöcke mit und das war gut so. Man kann sich besser abstützen, hat besseren Halt beim Aufstieg.
Von Pillnitz aus sind wir die paar Kilometer bis zum Barockgarten Großsedlitz gefahren. Auch hier waren wir vor über 30 Jahren das letzte Mal.
Ein herrliches barockes Areal. Gepflegt, überall Skulpturen (über 60 Stück), Brunnen, Treppen und kleine Sitzecken.
Leider sprudelte noch kein Wasser und die Bäume befanden sich alle in der noch geschlossenen Orangerie.
Wir saßen in der Sonne und genossen die Ruhe.
Fazit: 5 Euro Eintritt fand ich zu diesem Zeitpunkt – ohne Wasser/Brunnentätigkeit, ohne Orangen- und andere Bäume, geschlossener Gastronomie – zuviel, verglichen mit der Anlage in Pillnitz.
In Verbindung mit Pillnitz ein lohnenswerter Ausflug. Aber nur den Barockgarten besuchen ist zu wenig.
Jetzt muss es aber mal weiter gehen, die Zeit rennt schon wieder so schnell davon und der halbe Mai ist mittlerweile um. Unser nächster Ausflug führte uns ins Schloß Pillnitz, da waren wir vor 32 Jahren das erste und letzte Mal, unglaublich, denn es liegt gleich in der Nähe von Dresden.
Schloßanlage Pillnitz
Herrlichstes Wetter, wenig Leute, Zeit fürs Fotografieren – ohne ständig Menschen mit im Bild zu haben. Das Kamelienhaus war noch geschlossen, erst bei passendem Wetter wird die riesengroße alte Kamelie ins Freie geholt.
Kamelienhaus
Eine großflächige wunderschöne Parkanlage mit unzähligen Bäumen, Sträuchern, Pflanzen, Wasser.
Park mit Teich
Und hier habe ich zum ersten Mal diese farbenprächtigen Mandarinenten gesehen.
Mandarinente
Uralte riesengroße Bäume überall.
Und hier noch mal aus der Ferne:
Als Naturfreund kann man hier Stunden zubringen, einfach nur schauen, staunen, sich freuen.
Rotbuche
Hab ich hier auf unserem Friedhof auch schon gesehen: da wurde ein neuer Baum in einen alten Stamm gepflanzt:
Baum im Baum
Lustige Wuchsart:
Nun weiter mit der Schloßanlage.
Mehrere Palais beherbergen Ausstellungen. Einige waren noch geschlossen, teils muss man auch separat Eintritt zahlen oder kauft sich Kombi-Tickets.
Alles so gepflegt, bunt bepflanzt. Muss man auch machen, um optisch einen super Eindruck zu verschaffen.
Ich muss einfach so viele Bilder zeigen, die Auswahl fällt sonst schwer.
Und am Ende noch das bekannte Wasserpalais.
Wasserpalais
Man kennt diese Ansicht aus der Ferne mit der Elbe und der großen Freitreppe davor. Doch um diese Ansicht zu erhalten müsste ich durch die Elbe auf die andere Seite schwimmen 🙂
Fazit: sehr sehenswert und beim Eintritt von 3 Euro (für den Park) fragt man sich, wie da die Kosten gedeckt werden. Andernorts wird viel mehr verlangt. Auch ohne Sonderausstellungen ist das Schloß einen Ausflug jederzeit wert.
Gleich um die Ecke ging es zum nächsten Ziel. Davon dann wieder später, ist so schon ein kleiner Reisebericht geworden 🙂
Dieser Museumshof stellt ein Heide-Dorf des 19. Jahrhunderts dar. Schrotholzhäuser und Scheunen beherbergen heut verschiedene Hofläden.
Keramikscheune, Holzofenbäckerei, Webhaus, Hofladen, Naturladen, Atelier, Schokoladen, Gaststätte und vieles mehr. Hier haben wir auch frisches Leinöl gekauft.
Leider waren aufgrund der derzeitigen Krise die meisten Häuser geschlossen.
Socken aus Leinen gab es hier, Holzartikel, Stoffe, Gestricktes, Keramik – alles so hübsch dekoriert.
Das Wetter meinte es gut mit uns und so saßen wir in der Sonne auf der Bank, haben ein Bierchen getrunken und mitgebrachte Brötchen und Knacker verspeist. So geht es auch.
Märchenhütte für Kinder
Eine Wolfsausstellung gibt es, aber eben leider auch noch zu.
Für Kinder ist das sicher interessant. Einen Wolf haben wir sogar zu Gesicht bekommen 🙂
Mein Fazit: Auf jeden Fall einen Besuch wert in Verbindung mit dem Findlingspark.
Kaum war ich auf Arbeit, schon erwischte mich ein Magen-/Darm-Virus. Jetzt geht es wieder. Vom vielen Liegen habe ich mir zudem den Ischias-Nerv eingeklemmt. War alles nicht so prickelnd, aber nun hoffe ich auf ein ruhiges schmerzfreies Wochenende.
Eine Woche Urlaub liegt nun hinter uns. Geplant waren 2 Wochen verreisen, was leider noch nicht ging. Also haben wir auf 1 Woche reduziert und ein paar Ausflüge unternommen.
Vor 10 Jahren waren wir im Findlingsparkt Nochten, Europas größtem Steingarten. Nun waren wir wieder da.
Findlingspark Nochten
Der Findlingspark ist eine rekultivierte Tagebaufläche. Auf 20 Hektar befinden sich Steingärten, Heidegärten, Felsengärten, zahlreiche Findlinge, Brücken und Bäche.
Blick zum Kraftwerk Boxberg
Diese Anlage ist eine europaweit einzigartige Parklandschaft mit 7.000 Findlingen. Über 100.000 Pflanzen wurden gesetzt.
Zu jeder Jahreszeit blühen andere Pflanzen. Jetzt gab es gerade noch Frühjahrsblüher zu bewundern.
Für Kleinkinder gibt es Bollerwagen und überall findet man Sitzgelegenheiten. Einfach so schön zum Entspannen.
Erwachsene zahlen 6 Euro Eintritt, Parkplätze gibt es reichlich kostenlos. Leider war das Restaurant noch geschlossen, es gab jedoch einen Imbiss und so mussten wir nicht hungern 🙂
Anschließend fuhren wir noch zum naheliegenden Braunkohlentagebau Nochten. Über den Zaun kann man spionieren 🙂
Mondlandschaft
Das Wetter wurde immer besser, wir kamen ganz schön ins Schwitzen. Dann ging es noch ein Stück weiter. Doch dazu im nächsten Teil.
Vom Kreuzstein aus ging es nur ein winziges Stück weiter. Ein Hinweisschild 🙂
eingewachsenes Schild
Und schon war ich da: an einem der ehemaligen Steinbrüche. Hier in unserer Region wurde Granit abgebaut.
alter Steinbruch
Ich wollte meinen Blickwinkel ändern und die Ansicht von der anderen Uferseite bekommen.
Steinbruch vom anderen Ufer
Schön war es hier. So ruhig, alles so hellgrün, Ginster blühte sogar. Also noch ein Stück weiter und noch ein Stück. Und was habe ich entdeckt? Wusste ich gar nicht, dass daneben noch ein weiterer kleiner Steinbruch liegt. Natürlich voller Wasser.
zweiter Steinbruch
Nun wurde es doch recht uneben und stürzen wollte ich hier auf keinen Fall. Da würde mich wohl nicht so schnell jemand finden. Also zurück. Alte Seile sind total eingewachsen in den Bäumen. Ich finde so was schrecklich.
der arme Baum
Ich musste den gleichen Weg zurück, hätte sonst bis ins Dorf laufen müssen und dann die Straße entlang nach Hause. Wie praktisch diese kleine Sitzgelegenheit, ich machte Pause.
Sitzgruppe am Wegesrand
Nun kamen sogar Nachbarn gewandert, man ist eben nie allein 🙂 Am Feld entlang ging es zurück durch die Aue.