Träumerle

Der Blog zur Aue

Archiv: Mai 2012

Vollmond

Nun regnet es hier und der Himmel ist natürlich wolkenverhangen. Wie gut, dass ich den fast perfekten Vollmond schon gestern Abend fotografiert habe.
Zwar nur aus der Hand, aber geht schon. War zu faul, das Stativ aufzubauen.

Erst war der Himmel dunkelblau, dann richtig schwarz.

Bei Vollmond heulen die Wölfe. Na mal schauen, ob er sich blicken lässt 🙂
Kommt gut durch das Wochenende, wir gehen jetzt Pizza essen. Haben den ganzen Tag so viel geschaffen, bin einfach knülle und will mich nett bedienen lassen.

Den Bach entlang

Ich muss ja immer die selben Stellen fotografieren, weil sie einfach zu schön sind. Ich nehm euch heut mal mit den Weg entlang, den wir immer laufen.

Die Wiesen in der Aue stehen voller Butterblumen – ein gelbes Meer.

Dann müssen wir über die kleine Brücke.

Die nächste Wiese steht voller Löwenzahn – ein weiteres gelbes Meer 🙂

Der Weg teilt sich, man kann auf beiden Seiten der Aue entlang laufen. Auf der rechten Seite stehen viele schiefe Bäume, sie sind dem Wasser zugeneigt und fallen immer mal um.

Auf der linken Seite mache ich die meisten Fotos, da spiegelt sich immer alles so schön im Wasser.

Mir ist aufgefallen, dass abschnittsweise verschiedene Pflanzen blühen. Zuerst Taubnesseln.

Dann einfach nur saftiges hohes Gras.

Dann kommen winzige weiße Blüten. Ich weiß nicht, was das ist.

Es kommt ein Abschnitt mit vielen weißen Blüten, ein ganzer Teppich den Bach entlang.

Zwischendurch gibt es schon die ersten Pusteblumen. Ich muss immer pusten, geht euch das auch so? Wie als Kind – die Schirmchen fliegen lassen 😆

Das war nur ein Teilstück, aber es geht noch viel weiter. Alles auf einmal kann ich nicht zeigen.
Hier schaut es gerade wieder nach Gewitter aus. Kommt gut in den Abend und morgen in den Freitag – schön, schon wieder Wochenende!

Fuchs am Mittag

Heute Mittag auf der Runde hatte ich eine besondere tierische Begegnung. Eigentlich wollte ich nicht weit laufen, nur ein Stück in die Aue. Es ist so heiß und meine Füße sind noch geschwollen. Alles herrlich grün.

Könnt ihr sehen, was es da zu entdecken gibt?

Genau unter dem Viadukt raschelte es im Gestrüpp, irgendwas kam da runter gepurzelt und landete sprichwörtlich zu meinen Füßen. Ich bekam einen Riesenschreck, schrie und warf mit dem nächstbesten Stöckchen. Im ersten Bruchteil der Sekunde überlegte ich noch „Fuchs oder Wolf“?, doch in der zweiten merkte ich, dass es ein armes kleines Kerlchen ist.

Er plumpste bis in die Pfütze von Bach (ist grad nicht viel Wasser drin) und verharrte reglos. Ich bin hin und her geschlichen, Johnny an der kurzen Leine.

Ich habe behutsam auf ihn eingeredet. So was wie „Was machst du denn hier“, „Wo ist denn deine Mama“ 🙂 Er hechelte wie wild.

Dann kam er zurück auf den Weg, setzte sich hin, putzte sich, schaute sich um. Dieses Foto zeigt den Abstand, den wir zueinander hatten, nichts gezoomt.

Ich habe 120 Fotos geschossen!

Genauso putzt Johnny sich sonst auch:

Als er sich beruhigt hatte, musste er sich einfach hinlegen und schlief auch noch ein. Was sollte ich machen?

Johnny kläffte zwischendurch immer wieder und wollte ranpreschen. Der kleine Kerl hat sicher noch nie einen Menschen oder Hund gesehen, es erschreckte ihn gar nicht. Nach vielleicht einer halben Stunde bin ich heim, er hat da mitten auf dem Weg gelegen und geschlafen. Ich kann nur hoffen, dass keine frei laufenden Hunde kamen.
Sicher hat er seine Mama verloren. Genau wie letztes Jahr das Rehkitz, das auf der Wiese lag. Und auch dieses Mal rede ich mir ein, sie werden sich wieder finden.

Sohnemann Robert hat mir grad eine Mail gesandt, nachdem er in mein Blog geschaut hatte. Seine Erklärung: Es schaut doch nach einem Jungtier aus. Das Fell wechselt langsam von Grau zu Rot. Er ist zutraulich, weil er noch keine Erfahrung hat. Um diese Zeit verlassen die Jungtiere ihre gewohnte Umgebung, ein Fall da den Hang hinab ist nicht ausgeschlossen. Zudem hat er da in der Nähe bereits mal einen Fuchsbau entdeckt. Deutschland ist derzeit tollwutfrei. Da hab ich aber aufgeatmet und bin dankbar für sein Wissen 🙂

Socken Nr. 12

Seit 3 Tagen sind sie fertig, nun wird es Zeit zum Zeigen. Und es macht noch immer Spaß, fürs nächste Paar ist Socke Nr. 1 schon fertig.

Heut waren hier wieder schwüle 30 Grad. Nun bin ich platt und tauche erst mal ab in die Badewanne. Ich glaub, heut setz ich mich nicht mehr raus. Muss die Füße hoch lagern. Denke mal, es hat sich ausgejoggt 🙁 Stechende Schmerzen in den Knöcheln, die zudem an beiden Füßen beidseits dick geschwollen sind. Dachte erst, das kommt von den Mückenstichen, die ich natürlich kratzen muss. Aber nein, es wird wohl vom Laufen kommen. Dabei hab ich es überhaupt nicht übertrieben. Nun also erst mal pausieren und dann weitersehen.
Habt noch einen herrlichen Ausklang des 1. Mai und morgen einen guten Start in eine Mini-Arbeitswoche.

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