Träumerle

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Tag: Luther

Eisenach und die Wartburg

Unser erster Anlaufpunkt des Urlaubes war die Stadt Eisenach in Thüringen.
Wir wollten schon immer mal die Wartburg besuchen und sie war auch unser erstes Ausflugsziel.

Wartburg

Beim Aufstieg vom Parkplatz aus kamen wir ins Schwitzen. Wie müssen sich wohl früher die Pferde gefühlt haben, als sie die Reiter und Kutschen da den Berg hinauf getragen bzw. gezogen haben.

Wartburg

Und was für eine schöne Anlage das ist! Schon am Torbogen blieb ich stehen, freute mich, staunte, drehte mich immer wieder um und fotografierte. Ich mag ja so alte Gemäuer.

Zugbrücke

Der Zutritt ins Gelände ist kostenfrei. Man sollte jedoch an einer Führung teilnehmen, was wir getan haben. Da erfährt man die ganze Geschichte, kann in viele Räume schauen und erhält Wissen vermittelt.

Wir haben uns auch Zeit genommen und zum Mittag gab es Fleischkäsbrötchen, welches richtig lecker war.

Der aus dem 12. Jahrhundert erhaltene Palas (ohne „t“, kein Palast 🙂 )

Palas

Angefangen von kahlen Räumen bis hin zu Prunk ist hier alles vorhanden. Man konnte nur staunen – Fotografieren war nur ohne Blitz erlaubt.

Festsaal

Und dann kamen wir zum bekanntesten Ort: Luthers Arbeitsstube.
In diesem Jahr jährt sich seine Bibelübersetzung zum 500. Mal. Daher gab es in Thüringen am 19.09.2022 auch einen zusätzlichen Feiertag.

Luthers Arbeits- und Wohnstube

In einer kleinen Werkstatt konnte man sich für 1 Euro die erste Seite seiner Bibelübersetzung an einer alten Druckerpresse (Stempelpresse) selbst herstellen (unter Anleitung natürlich).

Das hat mein Mann probiert.

Hat geklappt 🙂 Und dieser Druck wird gerahmt und findet einen Ehrenplatz bei uns.

Es gab so viel zu schauen, ich kann nicht alles zeigen.
Arm fand ich auch das „Eseltreiberstübchen“. Hier wohnten das niedere Gesinde und die Eseltreiber. Ihre Aufgabe bestand im Transport von Wasser und Lebensmitteln von der Stadt zur Burg.

Eseltreiberstübchen

Und die Geschichte der Heiligen Elisabeth von Thüringen, die hat mich gerührt.
Mit 4 Jahren als ungarische Prinzessin nach Thüringen gekommen (Heiratsvesprechen), widmete sie ihr Leben den Armen. Mit 14 Jahren Heirat, 3 Kinder, mit 20 Jahren Witwe, mit 24 Jahren selbst gestorben.
Ihre Geschichte habe ich im Internet noch einmal nachlesen müssen.

Nur auf den hohen Turm sind wir nicht gestiegen. Der kostete extra 1 Euro Eintritt, was wir nicht verstehen konnten. Man hatte auch so Aussicht überallhin.

Einen Besuch ist diese Burg jederzeit wert!

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