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Tag: Eisenach

Autos anschauen in Eisenach

Alle DDR-ler kennen das Auto Marke „Wartburg“. Wir hatten auch einen.
Hergestellt wurde der in Eisenach.
Das ursprüngliche Werk gibt es nicht mehr, es wurde zum größten Teil abgerissen, ist teils noch Ruine und in einem Trakt gibt es das Museum „Automobile Welt Eisenach„.

altes Fabrikgebäude

Von ganz alten Autos, die im Originalzustand belassen wurden, hin zu toll restaurierten Fahzeugen über Mopeds und Rennwagen war alles vorhanden.
Und genau wie bei alten Gebäuden und Gemäuern faszinieren mich die ganz alten Teile besonders.

Da stelle ich mir wieder mal vor, wie es wohl zu den alten Zeiten war. Ohne ABS, ohne Airbags, ohne Gurte, ohne Komfort und technischen Schnickschnack.

Und überall, in jedem Fahrzeug, gab es Utensilien passend zum Auto und dem Alter.
Ob Autoatlas, Handtasche, Sonnenbrille, Kamera – es gab viel zu sehen.
So wurde gecampt damals:

Moderne Fahzeuge sind für mich nicht so interessant. Rennwagen von gestern und heute konnte man bestaunen.

Auch der allerletzte Wartburg, der vom Band lief, steht hier.

Eine Sonderausstellung zu Polizeifahrzeugen gab es gerade.

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Zell an der Mosel.

Mich hat eine heftige Erkältung erwischt. Verdacht auf Corona. Doch das Labor sagt: negativ 🙂
Nun kuriere ich mich aus und kann hoffentlich ab Dienstag wieder arbeiten gehen.

Burschenschaftsdenkmal

In Sichtweite der Wartburg befindet sich ein Turm, der unser Interesse weckte. Schnell gegoogelt und hingefahren.
Das Burschenschaftsdenkmal.

Burschenschaftsdenkmal

Es ist ein Ehrenmal für 87 gefallene Burschenschafter des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871. Es ist 33 m hoch.
Hoch hinauf muss man steigen.

Aufgang

Oben hat man eine tolle Aussicht. Aber es wehte heftig.

Und wieder hinab. Sehr sehr eng! Wenn sich Leute begegnen, so muss einer zurück.

Die Dame am Empfang schenkte mir sogar eine kleine Flasche Sekt, wir unterhielten uns nett.
Blick zum Deckengemälde:

Deckengemälde

Blick zur Wartburg:

Von hier aus fuhren wir zu den Eltern unserer neuen Schwiegertochter, denn sie wohnen gleich um die Ecke. Was für eine Freude (natürlich habe ich vorher angerufen). Am Samstag zur Hochzeit hätte noch keiner gedacht, dass wir uns so schnell wiedersehen. Denn da stand unser Urlaubsziel noch nicht fest.

Eisenach und die Wartburg

Unser erster Anlaufpunkt des Urlaubes war die Stadt Eisenach in Thüringen.
Wir wollten schon immer mal die Wartburg besuchen und sie war auch unser erstes Ausflugsziel.

Wartburg

Beim Aufstieg vom Parkplatz aus kamen wir ins Schwitzen. Wie müssen sich wohl früher die Pferde gefühlt haben, als sie die Reiter und Kutschen da den Berg hinauf getragen bzw. gezogen haben.

Wartburg

Und was für eine schöne Anlage das ist! Schon am Torbogen blieb ich stehen, freute mich, staunte, drehte mich immer wieder um und fotografierte. Ich mag ja so alte Gemäuer.

Zugbrücke

Der Zutritt ins Gelände ist kostenfrei. Man sollte jedoch an einer Führung teilnehmen, was wir getan haben. Da erfährt man die ganze Geschichte, kann in viele Räume schauen und erhält Wissen vermittelt.

Wir haben uns auch Zeit genommen und zum Mittag gab es Fleischkäsbrötchen, welches richtig lecker war.

Der aus dem 12. Jahrhundert erhaltene Palas (ohne „t“, kein Palast 🙂 )

Palas

Angefangen von kahlen Räumen bis hin zu Prunk ist hier alles vorhanden. Man konnte nur staunen – Fotografieren war nur ohne Blitz erlaubt.

Festsaal

Und dann kamen wir zum bekanntesten Ort: Luthers Arbeitsstube.
In diesem Jahr jährt sich seine Bibelübersetzung zum 500. Mal. Daher gab es in Thüringen am 19.09.2022 auch einen zusätzlichen Feiertag.

Luthers Arbeits- und Wohnstube

In einer kleinen Werkstatt konnte man sich für 1 Euro die erste Seite seiner Bibelübersetzung an einer alten Druckerpresse (Stempelpresse) selbst herstellen (unter Anleitung natürlich).

Das hat mein Mann probiert.

Hat geklappt 🙂 Und dieser Druck wird gerahmt und findet einen Ehrenplatz bei uns.

Es gab so viel zu schauen, ich kann nicht alles zeigen.
Arm fand ich auch das „Eseltreiberstübchen“. Hier wohnten das niedere Gesinde und die Eseltreiber. Ihre Aufgabe bestand im Transport von Wasser und Lebensmitteln von der Stadt zur Burg.

Eseltreiberstübchen

Und die Geschichte der Heiligen Elisabeth von Thüringen, die hat mich gerührt.
Mit 4 Jahren als ungarische Prinzessin nach Thüringen gekommen (Heiratsvesprechen), widmete sie ihr Leben den Armen. Mit 14 Jahren Heirat, 3 Kinder, mit 20 Jahren Witwe, mit 24 Jahren selbst gestorben.
Ihre Geschichte habe ich im Internet noch einmal nachlesen müssen.

Nur auf den hohen Turm sind wir nicht gestiegen. Der kostete extra 1 Euro Eintritt, was wir nicht verstehen konnten. Man hatte auch so Aussicht überallhin.

Einen Besuch ist diese Burg jederzeit wert!

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