Träumerle

Der Blog zur Aue

Tag: Püppchen

Der Frühling war heut da.

Morgens sah es so gut aus, dass ich schnell noch vor der Arbeit die Waschmaschine angestellt habe. Mittags schien die Sonne immer noch, also ab in die Aue und nach Buschwindröschen schauen.
An vielen Stellen konnte ich sie entdecken, wie schön!

Buschwindröschen 01

Wie sie ihre strahlend weißen Köpfchen durch das alte trockene Laub schieben, dem Sonnenlicht entgegen.

Buschwindröschen 02

Nun werde ich in nächster Zeit wieder unendlich viele Aufnahmen machen und mich über jede einzelne Blüte freuen. Die Aue erwacht langsam wieder zum Märchenwald.

Doch auch eine kleine traurige Entdeckung musste ich machen. Das Püppchen, welches wir aus dem Wasser gerettet hatten, war seit Tagen verschwunden. Ich hatte schon die leise Hoffnung, dass vielleicht doch jemand Erbarmen mit ihm hatte.

Schock – könnt ihr was entdecken?

Püppchen 01

Ich habe es leider nur unscharf erwischt.

 

Püppchen 02

Ach je, da komme ich beim besten Willen nicht mehr ran. Nun fehlt ihm auch noch der zweite Arm 🙁 Bleibt zu hoffen, dass es sich da recht lange halten kann und keinem auf den Kopf fällt, das wäre wohl ein gewaltiger Schreck 😯 Da muss doch jemand Räuberleiter gespielt haben, um das arme Ding da hinauf zu setzen.

Im Garten habe ich dann noch gewühlt und mein Blumenbeet in Ordnung gebracht. Heißt ich habe es versucht. Seit wir vor paar Jahren durchgesiebte Erde vom Komposthaufen aufgefüllt haben, entwickelt es sich zur Wiese. Nur noch Grasbatzen und Moos, das hatte nichts mit Unkraut zupfen zu tun, das macht keinen Spaß. Nun ist erst mal Luft geschaffen, morgen werde ich noch Feinarbeit leisten. Und dann werde ich mit gekaufter Erde auffüllen.
Die Sonne verzog sich, es wurde trüb und kalt. Ich hatte am Ende kalte Füße, kalte Hände, eine kalte Nase. Aber ich war froh, so viel geschafft zu haben.

Rettungsaktion Püppchen

So, wir haben es getan. Wir haben das Püppchen gerettet!
Sofort nach dem Mittagessen ging es los. Die Sonne lachte, es war warm, also ab an die Bach und schauen. Heut früh lag es noch da. Durch den Frost (4 Grad minus) hatte sie Raureif auf dem Kopf. Doch jetzt in der Mittagssonne konnte Johnny den Gang ins Wasser absolvieren.

Es lag noch immer da.

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Ich redete auf Johnny ein, zeigte ins Wasser. „Was ist denn das? Bring das mal her“. Ich warf kleine Stöckchen in Richtung Puppe, damit er sie erst mal sah im Wasser.
Er wollte sie packen:

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Doch dummerweise lag nicht weit entfernt ein schöner großer Stock im Wasser. Der war interessanter, wurde an Land geholt und die Knabberei begann:

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Doch ich redete weiter, zeigte immer wieder ins Wasser. Da – endlich holte er die Puppe heraus.

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Doch was man fängt, das gehört einem auch. So wollte er die Beute zerbeißen 😯

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Mit zwei Fingern hob ich sie vorsichtig an und legte sie erst mal auf die Bank. Oh weh, ihr wurde bereits ein Arm amputiert 🙁
Nein, so konnte ich sie da nicht liegen lassen. Ich setzte sie an den Fuß der Bank ins Gras, Gesicht zur Sonne, etwas geschützt durch das Grasbüschel. Wenn man also den Weg entlang spaziert, fällt sie nicht gleich auf. Nur wer sich auf die Bank setzt und nach unten schaut, der wird sie entdecken – und hoffentlich sitzen lassen.

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Johnny durfte als Belohnung ausgiebig am Stöckchen knabbern, während ich mich auf die Bank setzte und mir die Sonne ins Gesicht schienen ließ. Oh man, wurde das warm. Meine Winterjacke werde ich wohl bald gegen eine dünnere tauschen müssen.

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Und jetzt werde ich jeden Tag schauen, ob das Püppchen da noch sitzt. Die Rettungsaktion ist uns also gelungen 🙂

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