Träumerle

Der Blog zur Aue

Technisches

In Prora besuchten wir das Oldtimer-Museum, kombiniert mit dem NVA-Museum.
Technik ist ja mehr was für Männer, aber alte Autos schaue ich mir auch gern an.

Mini-Autos sehen immer so niedlich aus. Ob ich da reinpassen würde dachte ich bei einigen 🙂

Das ist ein Amphicar, aber ob ich mich damit wirklich aufs Wasser trauen würde?

Eine Original-Staatskarosse aus Honeckers Zeit:

So einen Wartburg – auch in der Farbe – hatten wir mal:

Es gab so viele tolle Fahrzeuge, die Halle war aufgeteilt in „Ost“ und „West“. So konnte man vergleichen.

Feuerwehrfahrzeuge, Mopeds, Eisenbahnen kann man hier anschauen. Aber ich kann ja nicht alles zeigen.

Riesenteile! Hier mal ein Foto zum Größenvergleich:

In der Halle nebenan befindet sich dann noch das kleine NVA-Museum.
Panzer, Kettenfahrzeuge, militärische Dinge eben.

Und auf dem Außengelände dann noch ein paar Flugzeuge.

Vom Parkplatz aus sind wir dann gelaufen hinüber zu DER Wohnanlage: dem „Koloss von Prora„.
Vor 12 Jahren konnte man hier die Straße die Häuserfronten entlang fahren. Heute ist alles abgegrenzt, Privatgelände, verkauft, gesperrt.
Doch alles lässt sich nicht absperren und es gibt ein paar Schlupflöcher hindurch zum Meer.

Geplant von Hitler für 20.000 Urlaubsgäste, 5 km lang. Nie vollendet, nach dem Krieg jahrzehntelang militärisch genutzt.

Alte Häuser:

Neue Häuser:

Genau dazwischen gibt es noch einen Durchgang. Aber von der Meerseite aus kommt man an die neuen Häuser nicht weiter ran.
Eine Mauer zwischen Neu und Alt, genau in der Mitte und davor der Baum. Ich habe kein besseres Foto hinbekommen:

Und dann die unendliche Weite des Meeres. Tolle Lage.

Eine traurige Geschichte, heute Luxuswohnungen mit Meerblick. Wohnen möchte ich da trotzdem nicht.

Kap Arkona

„Das“ Reiseziel schlechthin ist neben den Kreidefelsen das Kap Arkona.
Vom großen Parkplatz aus ging es mit der Kap-Arkona-Bahn zum Ziel. Man kann auch laufen, aber das war uns zu viel (Rundweg über das Fischerdorf Vitt 6 km).

Kap-Arkona-Bahn

3 Türme erwarten hier die Besucher.
Der neue Leuchtturm:

Leuchtturm am Kap Arkona

Gleich daneben befindet sich der Schinkelturm. Dieser eckige Leuchtturm war zuerst da und wurde 1902 vom neuen Turm mit Leuchtfeuer abgelöst.

Schinkelturm

Dass ich aber auch immer auf lustige Gesellen treffen muss 🙂

Der Blick zum Meer hinaus. Ein Abstieg wurde gesperrt, hier gab es vor 10 Jahren den letzten großen Abbruch, bei dem leider ein kleines Kind verschüttet wurde.
Genau wie an den Kreidefelsen arbeitet die Natur und es gibt immer wieder Abbrüche.

Am Kap Arkona

Dann sind wir am Meer entlang gelaufen zum Fischerdorf Vitt.
Der Leuchtturm noch mal aus der Ferne:

Vorbei kommt man am Peilturm, den man auch besteigen kann. Aber genau wie bei den anderen Türmen war Schlange stehen angesagt, da haben wir drauf verzichtet.

Peilturm

Zwischendurch wurde kurz Rast gemacht, um den Ausblick zu genießen und meinen Rücken zu schonen.

Blick zum Kap Arkona

Dann kamen wir im winzigen Fischerdorf Vitt an. Oh je, Menschen über Menschen. Aber es war so schön da. Die Sonne schien, es gab leckere Fischbrötchen, man nahm aus Platzmangel auf großen Steinen am Ufer Platz.

Zugvögel konnte man vermehrt beobachten.
Die einen ziehen in die eine Richtung, die anderen fahren in die andere.

Ein Haus wurde gerade neu eingedeckt, da musste man doch eine Weile zuschauen.

Haus in Vitt

Von Vitt aus sind wir dann mit der kleinen Bahn wieder zurück zum Parkplatz gefahren.

Insgesamt war dies ein sehr schöner Tag, empfehlenswert!

Vergangenes

In Putbus besuchten wir den 75 ha großen Schlosspark. Dieser wurde schon im 18. Jahrhundert angelegt.
Los ging es an der Orangerie.

Park Putbus

Hier findet man fremdländische Gehölze, mehr als 60 verschiedene Baumarten. Nebenan befindet sich noch ein Wildgehege.

Diese Kastanie muss schon gestützt werden.

Und wo früher das Schloss stand, da gibt es nur noch Überreste. 1964 wurde es abgerissen, da die Sanierungskosten zu hoch gewesen wären und sich alles in einem desolaten Zustand befand.

Hier stand einmal das Schloß

Wir waren überwältigt von der Größe. Erst dachten wir nur Park. Dann ging es weiter und weiter und immer weiter.
Hier könnte man doch den ganzen Tag sitzen, die Sonne genießen und träumen.

Wirklich eine schöne Anlage als Stätte der Ruhe und Erholung.

Ich wollte an die südlichste Spitze von Rügen, der letzte Ort ist Grabow.

Strand bei Grabow

Uns fielen verfallene kleine Häuser auf. Da musste ich schauen.

Ich habe gleich vor Ort noch gegoogelt. Dies ist ein ehemaliges Ferienobjekt des VEB Möbelkombinat Hellerau. Da haben wir doch früher alle unsere Möbel her bekommen.

Vorsichtig musste ich natürlich überall meine Nase reinstecken 🙂 Nur nicht fallen oder was auf den Kopf bekommen.
Alles zusammen gebrochen innen. Aber alte Waschmaschinen standen noch im Waschhaus, man konnte Bettgestelle entdecken, Waschbecken, Toiletten. Sehr primitiv und winzig, aber damals sehr begehrenswert.

Angeblich hat nun jemand das Grundstück erworben. Top Lage, direkt am Wasser, aber ringsum leider Einöde.
Vielleicht entstehen hier eines Tages doch noch mal neue Unterkünfte.

Baumwipfelpfad

Von den Kreidefelsen ging es weiter zum Baumwipfelpfad in Binz/OT Prora.
Leider habe ich keine Aufnahme von Weitem, so dass man den Turm richtig sehen könnte. Ihr müsstet dem Link mal folgen, der Anblick lohnt sich 🙂

Zuerst geht es auf einen kleinen Pfad, um Höhe zu gewinnen fürs Gelände.

kleiner Turm

Über 1.250 Meter (inklusive Rampe im großen Turm) schlängelt sich der Pfad durch die Baumkronen.

Pfad

Zwischendurch kann man kleine Hindernisse überwinden, musste ich fast alle ausprobieren 🙂

Und dann waren wir da. Gigantisch! Der „Adlerhorst“:

Aussichtsturm

40 Meter hoch, das lässt sich laufen.

Herrlicher Sonnenschein, viele Leute, es machte richtig Spaß.

Blick von oben

Tolle Fernsicht. Die weißen Blöcke am Waldrand sind die große Wohnanlage in Prora, Koloss von Prora genannt. Da waren wir später noch mal, Fotos folgen.

Und auch der Blick weiter hoch hat sich gelohnt.

Aber wer hinauf läuft, der muss auch wieder runter 🙂
Am Ende könnte man diesen 52 Meter langen Weg wählen, aber auf den haben wir verzichtet 🙂

Mein Fazit: sehr empfehlenswert, wenn man keine Höhenangst hat 😆

Die Kreidefelsen

Gleich zu Beginn nutzten wir das Wetter für die schönsten Ausflüge.
Die Kreidefelsen der Stubbenkammer (UNESCO-Welterbe) waren unser erstes Ziel. Vom Parkplatz aus sind wir zu Fuß durch eine herrliche Landschaft gelaufen.
Unterwegs kamen wir an einem See vorbei. Wusste bis dahin gar nicht, dass es den hier gibt.

Und eine Moorlandschaft gibt es hier. Alles schön beschildert und erklärt für Jung und Alt.

Moorlandschaft

Und dann waren wir endlich da. 10 Euro Eintritt 🙁 Im Nationalpark-Zentrum gibt es Ausstellungen, ein Kino, Führungen, ein Bistro, einen Shop. Auch wenn man dies alles nicht möchte, so kommt man um den Eintritt ins Gelände leider nicht drumrum.

Und wir haben den Zeitpunkt richtig gewählt. Der Königsstuhl ist nur noch bis Ende 2021 begehbar. Es wird gebaut, und was! Eine neue Aussichtsplattform, freischwebend! Das muss gigantisch sein.

Zuletzt waren wir 2009 hier, noch mit Johnny.

Diesen merkwürdigen Kran kann man entdecken 🙂

Wir haben Rast gemacht und uns ein kühles Bier bzw. Sanddornschorle schmecken lassen. Nase in die Sonne und Wärme tanken.
Rückzu ging es dann mit dem Pendelbus, es wäre sonst zu viel gewesen mit dem Laufen.

Dann ging es weiter zum zweiten Anlaufpunkt. Dazu dann im nächsten Beitrag.

Habt ihr alle den Sturm gut überstanden? Persönlich haben wir keine Schäden zu verzeichnen, aber er war heftig und die Feuerwehren ringsum waren im Einsatz. Es weht immer noch, aber nicht mehr so stark.
Das viele Laub muss nun eingesammelt werden. Wochenendeinsatz 🙂

Urlaub am Meer

Nun aber mal los hier 🙂 Der Urlaub ist beendet, die Arbeit ruft, die Zeit rennt schon wieder.

1 Woche Sonne, Sand und Meer. Herrlich. Wir hatten so ein Glück mit dem Wetter, nur ein Mal hat es vormittags geregnet.

Unser Ziel war die Insel Rügen. Gewohnt haben wir in Lauterbach, einem Ortsteil von Putbus. Direkt gegenüber vom Hafen hatten wir uns eine Ferienwohnung gemietet.

Heut gibt es erst mal nur Meer zu sehen, die einzelnen Ausflüge muss ich erst zusammenstellen.

Wir waren natürlich jeden Tag von früh bis abends unterwegs. Wir haben viele Orte besucht, viele Strände, haben viel Fisch gegessen und uns den Wind um die Nase wehen lassen.

So viele Menschen hatten noch Urlaub, da oben waren schon Ferien.

Alles, was wir uns vorgenommen hatten, das haben wir auch geschafft. Nur eines nicht: mal mit einem Schiff fahren. Genau an dem Tag, wo wir es eingeplant hatten, regnete es und die Tour fiel aus. Vielleicht beim nächsten Mal.

Wir hatten puren Sonnenschein und blauen Himmel, Wind, noch mehr Wind, dunkle Wolken und eben mal Regen.

Das ist Kap Arkona. Wir sind von den Leuchttürmen gelaufen zum Fischerdorf Vitt. Volltreffer! Auch wenn mein Rücken Pause verlangte, es hatte sich gelohnt. So ein toller Anblick aus der Ferne.

Meine 10.000 Schritte habe ich jeden Tag locker geschafft. Jetzt daheim muss ich mich bissel schonen, damit es mir mein Rücken nicht übel nimmt.

Abends haben wir uns manchmal noch an den Bodden gesetzt und der untergehenden Sonne zugeschaut.
Die kleine Kamera kam da immer noch mal zum Einsatz.
Was für ein Wolkenbild!

Leider geht eben die Sonne irgendwann auch unter. Doch so schön könnte das jeden Abend sein.

Und das ist mein Favorit, schöner geht nicht (ist eine Handyaufnahme):

Kommt gut durch die letzten warmen Tage, ab Freitag soll es bei uns kalt und nass werden. Da träumt man doch gern vom Meer 🙂

Dubringer Moor

Unser letzter Ausflug Anfang September führte uns ins Dubringer Moor.

Dubringer Moor

Dieses Naturschutzgebiet hatten wir auch noch nie besucht. Nun aber!

Herrlichster Sonnenschein, es war eigentlich zu warm zum Laufen, jede Menge Mücken im Wald.

Hier gibt es mehrere Teiche, viel Wald, Moor.
Er kreuzte unseren Weg und ich hatte schon auf den Wolf gehofft. Aber es war ein Fuchs. Er lief vor uns her, schaute sich immer wieder um, ehe er endlich mal im Wald verschwand.

Fuchs

Herrlich ruhig war es, wir machten Pause zwischendurch, hörten den Vögeln zu.

Einen Aussichtsturm gibt es hier auch. Ein toller Ausblick in die Ferne.

Aussichtsturm

Schwäne haben wir gesehen, Reiher, Enten und in der Ferne sogar Rehe.

Diesen Reiher habe ich ganz zum Schluss noch entdeckt. Schnell auf den Auslöser gedrückt trotz ungünstigem Gegenlicht – weg war er.

Nun verabschiede ich mich erst mal kurz in den Urlaub. Das Meer ruft! Es geht auf die Insel Rügen, da waren wir vor 12 Jahren das letzte Mal.

Bleibt gesund derweil!

Krabatmühle

Vom Zoo aus fuhren wir wenige Kilometer zurück nach Schwarzkollm. Hier besuchten wir schon mehrmals die Krabatmühle.

Ich möchte die Sage von Krabat und dem Schwarzen Müller jetzt nicht erzählen. Wen es interessiert, der kann auf der Website nachlesen. Ich berichtete hier schon mal darüber.

Alles so schön urig, so was gefällt mir. Mühlen sowieso.

Hier gibt es zur Stärkung Buttermilchplinsen, frisch zubereitet. Wir mussten anstehen, die Schlange war lang. Lecker! Ich war skeptisch, aber wurde nicht enttäuscht.

Eintritt wird übrigens nicht verlangt und auch der Parkplatz ist kostenfrei. Lediglich spenden kann man hier.

Noch nicht ganz fertig gestellt war bei unserem Besuch Anfang September das Backhaus.

Backhaus

Ein ganz großer Fan, Könner und auch Sponsor ist der Brotbäcker Micha. Seit vielen Monaten kann man auch bei ihm im Blog den Bau des Backhauses verfolgen.
Ende September war große offizielle Einweihung. Und Micha wird da auch in Zukunft fleißig mit Brot backen.

Im kleinen Museuum kann man sich über sorbische Geschichte und Bräuche informieren.

Wir werden da ganz sicher wieder hinfahren, ist nicht so weit weg von uns. Aber dann treffen wir den Micha beim Brotbacktag!

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