Träumerle

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Willkommen im 19. Jahrhundert

Der Spreewald in Brandenburg war nach vielen Jahren auch mal wieder ein Ausflugsziel von uns.
Aber Kahn fahren haben wir uns mit Johnny nicht getraut. Den Tag vorher hat er mich wieder mächtig erschrocken. Hustete, taumelte, fiel auf die Seite, zuckte mit allen Beinen, die Augen zitterten – dann lag er still da. Mein Herz blieb fast stehen. Aber er kam wieder zu sich, stand auf und alles war wieder gut. Das sind immer die Schreckmomente, mit denen ich leider nicht klar komme.

Nun zu unserem Ausflug.
Erstes Ziel war das Freilandmuseum Lehde.
Hier kann man sich auf eine Reise ins 19. Jahrhundert begeben. Alte Häuser, Katen, Ställe, Höfe befinden sich auf dieser Anlage.

Freilandmuseum Lehde

Überall kann man hinein. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Die Menschen waren so arm, mit so Wenigem zufrieden. Es zählte nur das Dach über dem Kopf, die Arbeit, Essen für die Familie.

altes Bauernhaus

Alles wird beschrieben und ausführlich erklärt.
Ich schaue so gern in die Stuben und Kammern.

Wohnen und schlafen in einem Raum

Man kann Holzpantinen probieren, Wasser aus dem Kanal schöpfen und die Obstbäume gießen, Sagen und Bräuchen zuhören.

Sorbische Trachten

Spaßfotos mussten natürlich wieder sein 🙂

In der Küche

Ich kann mich noch erinnern, wie meine Mutti früher für die Wäsche zwischendurch ein Waschbrett benutzte.
Oh taten da die Finger und Knöchel nachher weh, von der Kernseife waren die Hände wund gescheuert.

Früher war das sicher nicht lustig

Ob es die Bäuerinnen im Stall einfacher hatten?
Ich versuchte mich im Kuh melken.

Es hat geklappt 🙂

Auch wenn man eigentlich alles schon mal gesehen hat, so schaue ich mich immer wieder gern um und frische Erinnerungen auf.

Ein Hochzeitsbitter

Die Kähne sind heut mit Tischen ausgestattet, es gibt Decken und für den Regen eine Plane, es werden Getränke angeboten.
Früher saßen wir nur dicht gedrängt reihenweise hintereinander.

Kahn

Köstlich gespeist haben wir zum Mittag. Hier gibt es verschiedene saure Gurken und viele Gerichte mit Meerrettich. Am bekanntesten ist wohl das Gericht Quark mit Pellkartoffeln/Kartoffeln und Leinöl.

Anschließend fuhren wir zum nächsten Erlebnisziel. Davon im nächsten Teil.

Heuschober

17 Kommentare

  1. Harald:

    Solche Freilichtsmueen mag ich. Es ist interessant zu sehen, wie die Leute früher gelebt haben und wie anstrengend ihe Arbeit (z. B. Wäsche waschen) war. Da wird man wieder geerdet und daran erinnert, wie gut wir es heutzutage haben.

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Juli 21st, 2019 10:34:

    Für uns als Betrachter schaut es mitunter romantisch aus. Diese Stille ohne TV, Radio, Handy. Aber es war schon ein hartes Leben mit Arbeit von früh bis spät, ohne Wochenende.
    Und heut mit all der Technik jammern wir immer noch, dass wir zu viel Arbeit haben. Solche Besuche in den Museen bringen uns mal wieder zum Nachdenken.
    Liebe Grüße zu dir in den Sonntag.

    [Antwort]

  2. Brigitte:

    Liebe Kerstin, herzlichen Wochenendgruß.
    Bei uns ist es auch schon soo lange her, als wir im Spreewald waren.
    Schöne Bilder hast Du mitgebracht.
    Johnnys Zustand ist ja wirklich erschreckend. Kein Wunder, daß Du beunruhigt bist.
    Liebevolle Streichler fürs Hundi und alles Gute für Dich, tschüssi Brigitte.

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Juli 21st, 2019 10:35:

    Wir waren vor 14 Jahren das letzte Mal in diesem Museum. Zwischendurch mal mit Freunden zum Kahn fahren.
    Nun habe ich Bammel vor der großen Hitze, die da wieder kommen soll. Da müssen wir Acht geben auf Johnny.
    Liebe Grüße auch an dich und Tamy.

    [Antwort]

  3. kelly Doescher:

    Moin Kerstin,
    ähnliche Freilichtmuseen gibt es wohl überall, die Lebens- und Arbeitsweise kenne ich noch fast aus eigener Anschauung.
    Wer es nicht anders kannte war es zufrieden und Arme und Reiche gibt es in der Jetztzeit ebenso, nur die Bedürfnisse sind anders.
    Deinen Kummer mit Johnny fühle ich mit, auf dem Foto bei der *großen Wäsche* schaut er hellwach zu. Alles Gute für euch!
    LG Kelly

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Juli 21st, 2019 10:36:

    Ich mag solche Museen, könnte da ewig stehen und schauen. Aber für immer so leben – das war schon hart.
    Johnny schnüffelt immer und überall, aber abends ist er dann platt. Nun haben wir den Urlaub geschafft und er hat alles gut mitgemacht.
    Liebe Sonntagsgrüße zu dir.

    [Antwort]

  4. Traudi:

    Liebe Kerstin,
    du machst dich gut als Magd, Waschfrau und Köchin. 🙂
    Am eindruckvollsten in solchen Freilandmuseen sind für mich immer die Schlafimmer mit den kleinen und engen Betten.

    Hab ein gemütliches Wochenende.
    Liebe Grüße
    Traudi

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Juli 21st, 2019 10:39:

    Die Wohn- und Schlafräume finde ich auch immer so interessant. Kurz waren die Betten und alle schliefen in einem einzigen großen. Für uns anzuschauen wie in einer Puppenstube.
    Auch in der Küche möchte ich früher nicht gestanden haben. Die meisten waren dunkel und verschmutzt vom offenen Feuer. Kühlschrank gab es nicht, keine Mikrowelle, keine Kaffeemaschine. Da haben wir es doch gut heut, dabei ist es noch gar nicht so lange her.
    Komm gut durch den Sonntag, wir haben eine Einladung zum Kaffee.

    [Antwort]

  5. Morgentau:

    Ich liebe solche Museen … und Spreewaldgurken.

    Danke für den tollen Rundgang, liebe Kerstin, ein schöner Ort zum Zeitenwandeln.

    Eine gute Zeit weiterhin und komme gut durch die nächste Hitzeperiode!

    Ganz liebe Grüße,
    Andrea

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Juli 22nd, 2019 18:45:

    Spreewaldgurken wurden früher am Ufer von den Anwohnern verkauft, heut leider nicht mehr. Aber man bekommt sie überall in den Läden und Shops ringsum.
    Und Quark mit Leinöl gibt es bei uns öfter, ich esse das so gern.
    Oh ja, die nächste Hitzewelle, mir graut davor wegen Johnny.
    Liebe Abendgrüße zu dir.

    [Antwort]

  6. Klaus-Dieter Kowalsky:

    na, da wäre ich doch mitgekommen, hättest d doch bescheid gesagt, viele schöne Momente wünsche ich dir für die Woche, Klaus

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Juli 22nd, 2019 18:45:

    Von dir aus dürfte es auch nicht so weit sein Klaus, unternimm doch mal mit deiner Frau diese Zeitreise 🙂

    [Antwort]

  7. Beate Neufeld:

    Liebe Kerstin,
    solche Ausflugsziele zum Freilandmuseum und zur Mühle sind ganz nach meinem Geschmack. Tolle Bilder, vielen Dank für das Zeigen!
    MeineGüte, was für ein Schreck mit Johnny. Ich kann das nur zu gut nachempfinden, dass das dir gar nicht bekommt.
    Ich wünsche nur das Beste für den lieben Johnny.
    Herzliche Grüße von Beate

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Juli 24th, 2019 16:23:

    Bis jetzt geht es Johnny wieder gut, nur selten mal ein Hüsterchen am Morgen. Nun müssen wir durch die Hitze kommen.
    Suche Abkühlung liebe Beate!

    [Antwort]

  8. Fraukografie:

    Mir sind gerade deine Schuhe sofort ins Auge gefallen. Schick, die gefallen mir auch richtig. 🙂

    Dann zu Johnny … ist Epilepsie bei ihm schon mal in Betracht gezogen worden … das was du da beschrieben hast, klang für mich so, als würde es ein wenig in diese Richtung gehen.

    LG Frauke

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Juli 24th, 2019 16:28:

    Na wo du wieder hinschaust 🙂 Ich habe sie schon viele Jahre, butterweich, richtige „Rennsemmeln“, wie wir sagen 🙂

    [Antwort]

  9. Susanne:

    Endlich komme ich heute dazu, all Deine Urlaubsbeiträge nachzulesen. Da hab ich ja jetzt erst mal einiges zu lesen 😉
    Ganz tolle Eindrücke zeigst Du, mir gefällt ganz besonders die Blumenpracht in dem Museumsdorf und die Fotos mit Dir in Aktion (finde ich ja toll, dass man dort selber ein wenig das Leben nachstellen und fotografieren konnte). Hmmmm Pellkartoffeln mit Quark – dieses einfache Essen mag ich so gerne.
    So und nun lese ich weiter…
    LG Susanne

    [Antwort]

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