Träumerle

Der Blog zur Aue

Trauriges Ende

Seit Mai haben wir mit unseren Nachbarn zusammen zwei kleine Schäfchen. Ich berichtete schon darüber.

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Nun sollen sie am Sonnabend geschlachtet werden. Doch das kleinere wurde am Montag plötzlich krank. Es kam nicht mehr auf die Beine, hatte Durchfall. Wir konnten uns entscheiden zwischen Notschlachtung und medizinisch versorgen, aufpäppeln und weiter füttern bis zum Frühjahr. Dafür haben wir uns entschieden. Doch es hat es nicht geschafft, gestern ist es gestorben.
Nun stehen die große Ziege und das zweite Schaf da und suchen, rufen, sind traurig. Es tut uns selbst sehr leid. Wir hoffen, das sich das zweite Schaf nicht angesteckt hat und es noch bis zum Sonnabend schafft. Das war wohl nun nichts mit großem Weihnachtsbraten für alle, zumal Kamerunschafe sowieso nicht so groß sind. Wir teilen uns alles und überlegen, ob wir nächstes Jahr noch einmal Schäfchen kaufen. Wohl eher nicht, aber erst mal abwarten.

33 Kommentare

  1. Astrid:

    Liebe Kerstin,
    ich muss gestehen, ich könnte kein Tier essen, das ich gekannt habe. Faktisch macht es zwar keinen Unterschied, aber ich hätte dann keinen Appetit. Aber Vegetarierin bin ich trotzdem nicht 😉
    LG
    Astrid

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 26th, 2015 14:50:

    Wir wussten es ja von Anfang an, dass sie geschlachtet werden sollten. Wir haben auch keine so enge Beziehung aufgebaut, ich habe sie nicht gestreichelt. Habe mich auch nie allein in ihr Revier getraut, da die Ziege sehr heftig stoßen und schupsen kann 🙂 Nun müssen wir uns die paar Kilo Fleisch eben teilen.

    [Antwort]

  2. Brigitte/Weserkrabbe:

    Könnte ich auch nicht. So ein niedliches Schäfchen und dann ab in die Pfanne oder auf den Grill. Warum haltet Ihr sie nicht einfach weiter als Rasenmäher? Aber ich als Metzgers-Tochter muss da gerade reden. Ich esse Fleisch auch immer noch gerne, aber ich darf nicht darüber nachdenken und wenn, bemühe ich mich, Fleisch aus artgerechter Haltung zu bekommen. Artgerecht gehalten wird es ja bei Euch auch. Aber entscheiden müßt Ihr halt.

    liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 26th, 2015 14:53:

    Ursprünglich hat ein Hobby-Züchter jedes Jahr ein paar Schafe auf Nachbars Wiese gebracht zum Fressen. Da kam den lieben Nachbarn die Idee, dass wir doch auch eigene Schafe da grasen lassen könnten. So haben wir was davon. So war der Plan. Sie sollten von Anfang an geschlachtet werden, bevor es kein Gras mehr gibt. Sie sind zwar niedlich, aber wir haben ihnen keine Namen gegeben und sie kaum gestreichelt. Sie waren nur die „Mäh“. Dumm eben nur, wenn eines dann 3 Tage vor dem Schlachten stirbt. Pech gehabt. Mal sehen, ob wir nächstes Jahr noch mal Lust haben.

    [Antwort]

  3. Irmi:

    Liebe Kerstin,
    das ist ja jammerschade. Aber schlachten könnte ich diese süßen Schäfchen auch nicht.
    Schäfchen würde ich auch als Rasenmäher anschaffen, wenn überhaupt.
    Einen schönen Tag wünscht dir
    Irmi

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 26th, 2015 14:54:

    Liebe Irmi, wir haben uns von Anfang an darauf eingestellt, dass sie nur bis zum Winter gefüttert werden. Kaninchen stelle ich mir da noch schwieriger vor, die streichelt man wohl eher. Mein Vater konnte früher auch nie die eigenen Kaninchen essen. Er hat sie gefüttert, gemistet, geschlachtet. Aber niemals gegessen.

    [Antwort]

  4. Klaus-Dieter:

    ist echt traurig, alles Gute

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 26th, 2015 14:55:

    Ja schade so kurz vor dem Schlachten. Nun wird es für jeden für einen Braten reichen und vielleicht noch was zum Einfrosten. Gibt nicht viel Fleisch her so ein kleines Schaf.

    [Antwort]

  5. minibar:

    Oh liebe Kerstin, das ist ja echt traurig.
    Kamerunschafe? Ob sie dieses Klima nicht vertragen?
    Insgesamt eine traurige Angelegenheit. Dass sie geschlachtet werden sollten, wußtest du das?
    Na gut, so ist das bei ehemaligen Bauern.
    Hoffentlich erholt sich das Schaf noch.
    deine Bärbel

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 26th, 2015 14:58:

    Kamerunschafe gibt es hier viele, andere Nachbarn haben auch welche. Das ist kein Thema. Keine Ahnung, was das Schaf nun hatte. Wir beobachten das andere nun ständig, ob es sich krank verhält. Bis jetzt noch alles okay. Es war so geplant, dass wir sie nur bis zum Winter füttern. Als Rasenmäher. Heu und Stroh gibt es dann nur für die große Ziege, die wird nie geschlachtet, ist ein Haustier. So ist das bei ehemaligen Bauern? Meinst Du uns? Wir und auch die Nachbarn hatten noch nie Schafe, nur Kaninchen. Nun wird das zweite aber am Sonnabend geschlachtet, es soll unser Weihnachtsbraten sein. Dann überlegen wir, ob wir es nächstes Jahr noch einmal versuchen.

    [Antwort]

  6. stellinger:

    Liebe Kerstin,

    zu so einem Haustier würde ich eine persönliche Beziehung haben und würde es darum nicht schlachten und verspeisen können. Was macht ihr mit dem toten Schaf? Begraben oder zur Abdeckerei bringen?

    Liebe Grüße
    Jürgen

    P.S.: Post an euch ist unterwegs . . .

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 27th, 2015 16:14:

    Wir haben ja keine enge Bindung aufgebaut, auch wenn ich die Schafe ständig vom Fenster aus sehe und sie füttere. Es spielt sich halt im Kopf ab. Das tote Schaf ist vergraben.
    Post? Hui, ich freu mich. Eure geht nächste Woche auf Reisen, muss nur noch einpacken am Wochenende 🙂

    [Antwort]

  7. Klaus-Dieter:

    wünsche dir noch einen guten Tag

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 27th, 2015 16:14:

    Bis jetzt war er gut Klaus. Danke.

    [Antwort]

  8. Anna-Lena:

    Wie traurig! Wenigstens hat es nicht lange leiden müssen.
    Ich muss mich meinen Vorrednern anschließen, schlachten und essen wäre für mich auch nicht in Frage gekommen.

    LG Anna-Lena

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 27th, 2015 16:15:

    Wir haben sie aber nur zu diesem Zweck gekauft. Probeweise, hatten noch nie Schafe. Ob es mir dann schmeckt, wenn es auf dem Teller liegt, das kann ich erst nachher sagen. Ich warte ab, was meine Gefühle mir sagen.

    [Antwort]

  9. Bellana:

    Ich esse gerne Lammfleisch, aber ich habe bisher noch kein Tier gegessen, dass ich lebend kannte. Schwierig zu sagen, wie sich das beim Essen auswirkt.
    Grüßle Bellana

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 29th, 2015 08:08:

    Es spielt sich viel im Kopf ab und ich denke, wir können es essen. So eine enge Bindung haben wir nicht zu dem Tier aufgebaut, es stand ja nicht direkt bei uns im Grundstück. Es war ein Versuch und mal sehen, ob wir nächstes Jahr noch mal Lämmer kaufen.

    [Antwort]

  10. Brotbaecker:

    Guten Abend Kerstin,

    schade, wenn die Mühe übers Jahr so endet. Wenn man so ein Tier selbst füttert, weiß man nach dem Schlachten auch genau, dass hier das Fleisch nicht mit Antibiotika und anderen chemischen Verbindungen „verseucht“ ist. Schade, dass das Tier auf diese Weise umkam, aber ihr werdet von dem anderen Schaf auch noch satt 😉
    Wir fahren morgen wieder einmal nach DD und werden von der Straße aus grüßen 😉 Herzlich Micha un sin Fru

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 29th, 2015 08:10:

    Für einen Braten für jeden wird es reichen und ein paar Knochen für Eintopf. Heut Nachmittag kommt das Fleisch. Mal schauen, wie viel nun draus geworden ist.
    Wart ihr auf dem Weihnachtsmarkt in Dresden? Liebe Grüße zu euch!

    [Antwort]

    Micha - Der Brotbaecker Antwort vom Dezember 1st, 2015 22:16:

    Weihnachtsmarkt noch nicht, vielleicht am 11.12. !

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 2nd, 2015 17:25:

    Dann trinkt mal in Gedanken einen Glühwein mit uns, wir sitzen da schon auf gepackten Koffern 🙂

  11. Franzizickistrickt:

    Hallo Kerstin,

    wie traurig. Ich gestehe, ich könnte kein Tier im Garten aufziehen, um es später zu essen. Das würde ich nicht übers Herz bringen.

    Ein schönes Wochenende, liebe Grüße Franzizicki

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 29th, 2015 08:12:

    Ich habe zwar mit ihnen geredet, aber sie hatten keinen Namen. Sie waren nur die „Mäh“ 🙂 Nun ist die große Ziege wieder allein in ihrem Revier und wir überlegen, ob wir nächstes Jahr noch einmal einen Versuch starten. Die Entscheidung liegt bei unseren Nachbarn, es ist ihr Grundstück.

    [Antwort]

  12. Susanne:

    Das tut mir jetzt wirklich leid. Aber ich muss auch sagen, dass ich niemals ein Tier essen könnte, welches ich mit großgezogen habe. Meine Eltern hatten früher in meiner Kindheit auch Hühner und Hasen….ich hätte niemals ein Tier davon essen können, was einen Namen hatte und so geht es mir auch heute noch. Nein, das könnte ich nicht.
    LG Susanne

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 29th, 2015 08:12:

    Wir hatten früher Kaninchen. Mein Vater konnte sie auch nicht essen. Aber gekauftes Kaninchen ging 🙂 So eine enge Bindung haben wir zu den Tieren nicht aufgebaut. Ich denke, wir können das Fleisch essen.

    [Antwort]

  13. kelly:

    liebe kerstin,
    eine traurige erfahrung musstet ihr machen, es ist alltag in der landwirtschaft.
    als ich um mein erstes haustier weinte meinte mein vater(landwirt): wir bauern kämen dann nicht zum arbeiten und alle müssten hungern.
    das ist die realität!
    die haltung und verwendung kann ich bei euch hobbytierhalter verstehen, für den winter bräuchtet ihr ställe und vorräte.
    euch allen eine friedvolle adventszeit!
    lg kelly

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 29th, 2015 08:15:

    Ein Stall ist da, aber der gehört eigentlich der Ziege. Anfangs durften die Schafe da auch nicht hinein, da hat sie sie vertrieben. Erst jetzt durften sie sich mit unterstellen. Aber Vorräte bräuchte man schon und sie waren auch nur als Rasenmäher gedacht.
    Dir auch einen guten 1. Advent Kelly. Hier regnet es.

    [Antwort]

  14. Gudrun:

    Ich war jetzt nicht traurig, als sich herausstellte, dass ich kein Schaffleisch essen kann. Bei mir wären das alles nur Rasenmäher und Wolllieferanten.
    Kann jemand eure Schafe füttern, ohne dass ihr es merkt? Manche Leute meinen es gut und verfüttern ihren Bioabfall. Bananenschalen sind hoch giftig. Daran ist meine Lieblingsziege damals gestorben. Wir hatten überall Schilder aufgestellt, aber das hat einfach keinen interessiert.
    Liebe Grüße von der Gudrun

    Sei nicht traurig. Das nächste Mal geht es gut.

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom November 30th, 2015 07:55:

    Nein, da kommt niemand ran. Aber eine Eiche steht im Grundstück und ich dachte schon an eine Eichelvergiftung. Von anderen Nachbarn ist auch ein junges Schaf gestorben. Es hatte die gleichen Symptome, wurde behandelt, ist doch gestorben. Nun ist alles vorbei, das Fleisch wurde gestern portioniert und eingefrostet. Vielleicht starten wir nächstes Jahr mit einem großen Schaf, mal schauen.

    [Antwort]

  15. ernstblumenstein:

    So ein Verlust eines jungen Tieres macht traurig, ich weiss es aus eigener Erfahrung.
    Ich wünsche Dir ein frohes Weihnachtsfest mit deiner Familie. Ernst

    [Antwort]

  16. Frau Fröhlich:

    Boah, ich könnte das nicht. Ein Tier kaufen, aufziehen und dann schlachten. Bin ja auch Fleischfresser, aber wenn ich alle Tiere vorher gekannt hätte, wäre ich längst Vegetarier. 😉

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 27th, 2015 17:04:

    Das muss man ausblenden. Wir haben sie zwar gefüttert und geredet, aber sie waren von vornherein zum Schlachten gedacht. Gestern gab es nun den ersten Lammbraten mit Knoblauch, saurer Sahne, Bohnen und Klößen. Lecker! Ich musste nicht einen Moment an das Schaf denken, erst nachher wurde es mir bewusst.

    [Antwort]

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