Träumerle

Der Blog zur Aue

Wer keine Arbeit hat …

der macht sich welche – so ein Sprichwort :mrgreen:
Statt den 1. Advent gemütlich anzugehen hat mich die Räum-Wut gepackt. Meine Schrankwand ist vollgestopft, aber es musste noch was rein 😯

In unserem Heimatdorf gab es früher ein großes Glaswerk. Ich habe da gelernt und anfangs gearbeitet. Auch meine Mam und meine Schwester arbeiteten da.
Die Glaswaren waren heiß begehrt, für die Arbeiter gab es jährlich eine Einkaufskarte. Wir erhielten dann Artikel, die man sonst im Laden nicht bekam – es war fast alles Exportware. Das Werk hat die Wende noch überlebt, aber die Produktion wurde später doch eingestellt.

Und so haben wir jedes Jahr eingekauft: Gläser, Schüsseln, Schalen, Teller, Bowletöpfe, Vasen, Tortenplatten, Kerzenständer. Glasklar oder in Rauchfarben, Blau, Grün oder bemalt, zu besonderen Anlässen mit Goldschrift. Mit durchbrochenem Rand, mit Kugelrand, mit Zackenrand. Schüsseln mit oder ohne Deckel, mit oder ohne Metallbügel als Henkel.

Meine Mam hat ihre Schrankwand aufgeräumt und mir Glaswaren in Blau überlassen. Dafür habe ich nun aussortiert. Alles, was ich in 30 Jahren nicht genutzt habe, wurde aussortiert.
So sah es bei mir am Sonntag aus (und teilweise noch schlimmer):

Chaos

Unzählige Male die Leiter hoch und runter, immer die Hände voll. Bloß nichts fallen lassen. Denn dann geht garantiert das zu Bruch, was bleiben soll 😆

Nun habe ich es fast geschafft. Einige Teile werden auf dem Boden eingelagert, denn Gläser z.B. kann man immer gebrauchen. Und was nehme ich mir nun vor? 🙄

33 Kommentare

  1. Harald:

    Hallo Kerstin,

    wenn ich mich recht erinnere habe ich Dir einen schönen und friedlichen 1. Advent gewünscht. Und was machst Du draus? Du wuselst durch die Wohnung und räumst ein, aus, um.

    Du kannst wohl nicht in Ruhe auf dem Hintern sitzen bleiben. Oder muss man Dich anbinden?

    Liebe Grüße
    Harald, der gestern Couchtag hatte.

    Übrigens: Ich dachte heute gibt es schönes Wetter. Bei uns gibt es einen Spruch: „Wenn die Affen steigen gibt es schönes Wetter!“ So jetzt ist genug gefrozzelt. 😉

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 2nd, 2014 16:54:

    Hach ja, das ist immer so mit mir. Und wenn mich der Senf packt, wenn ich mich nicht wohl fühle, dann wird geräumt. Habe gerade weiter die Schrankwand ausgeräumt, zu viel stand einfach nur da zum Anschauen. Ab in die Kiste und auf den Boden. Zum Glück haben wir einen großen Boden :mrgreen:

    [Antwort]

  2. Gwen:

    ich habe es vor drei Wochen mitgemacht. Ich habe nie gedacht, wieviel unnötiges Zeug ich im Haus hatte!Ich habe weggeworfen und weggegeben und auch einiges verkauft und es blieb immer noch eine Menge, die ich in 22 Kissen verpacken musste. Geschweige von Möbel!Sei stark und beginne ernsthaft überlegen, wieviel davon du wirklich brauchen kannst. Ich wünsche dir eine schaffensvolle Woche!

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 2nd, 2014 16:55:

    Ich habe weiter ausgeräumt und bin am Entsorgen. Langsam sieht es besser aus. Nur die Koch- und anderen Bücher muss ich mir später vornehmen. Da kann auch einiges aussortiert werden. Telefonbücher nimmt man heut auch kaum noch, wozu gibt es das Internet?

    [Antwort]

  3. Trude:

    Jaja, solche Aktionen kenne ich auch. Man hat viel zu viel und die Sammelleidenschaft vererbt sich sicher auch *lach*. Meine Mutti sortiert im Moment auch fleißig aus und wer bekommt es? Ich natürlich! Die Kisten habe ich gleich so gelassen und in den Keller geschafft, mal sehen was damit wird…..und „früher“ war man so stolz auf diesen Besitz. Wie sich alles verändert.
    Dir eine schöne Adventszeit und übertreibe die Räumerei nicht. Winke, die Trude.

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 2nd, 2014 16:56:

    Geht wohl fast allen so liebe Trude. Wir haben viele Erbstücke, die uns die Schwiegereltern nach und nach überlassen. Früher habe ich mich drüber gefreut, heut mag ich nicht mehr. Schöne Stücke bleiben, der Rest kommt nun auf den Boden. Habe gerade weiter geräumt 🙂

    [Antwort]

  4. kelly:

    nee…
    ich nicht!
    irgendwann packt es mich auch, doch nicht jetzt, ganz bestimmt nicht ;).
    meine freude war gross, als direkt hinter der ersten tür im kellerschrank mein schwibbogen zu finden war und auch funktionierte.
    das viele umräumen zieht bekanntlich viel sucherei nach.
    liebe kerstin,
    geniesse diese adventszeit!

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 2nd, 2014 16:58:

    Das stimmt liebe Kelly. Anfangs sucht man, wo hat man es denn nun hin geräumt? Dann kommt wieder Routine rein.
    Langsam wird die Schrankwand überschaubarer, habe gerade weiter ausgeräumt. Zu viel steht da als Staubfänger. So, nun ist aber Schluss für heut.

    [Antwort]

  5. Brigitte/Weserkrabbe:

    Oh Frau, fällt Dir nichts anderes ein zum 1. Advent? Das ist ja schlimm an so einem Tag die ganze Schrankwand ein- und auszuräumen. Na ja, hinterher ist man dann doch froh. Aber was machst Du mit den ganzen Glassachen? Ich habe auch immer noch zuviel, obwohl ich schon ziemlich viel rausgeschmissen habe. Man benutzt es ja doch nicht. Also, wenn ich nochmal umziehen sollte, kommt das alles weg. Das habe ich mir fest vorgenommen. Und nun kannst Du dann ja ganz beruhigt die Weihnachtsdeko aufbauen. Viel Spass dabei.

    liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 2nd, 2014 20:57:

    Ja ich hätte es mir gemütlich machen können. Aber wenn ich den inneren Schweinehund besiegt habe, dann geht es los 🙂 Heut habe ich weiter geräumt, aber das Aussortierte muss nun noch entsorgt werden. Steht erst mal alles im Arbeitszimmer. Das müsste auch ausgemistet werden 😆
    Glassachen, die keiner will, fliegen in den Glascontainer. Einige Stücke lager ich ein, falls mal Bedarf bei den jungen Leuten ist. Und die ganz alten Erbstücke, die ich leider auch manchmal nicht ersehen kann, die werden dick eingepackt und beschriftet. Falls Schwiegermutter mal nach was fragt, dann kann ich ruhigen Gewissens sagen: ja, ist noch da :mrgreen:

    [Antwort]

  6. Waldameise:

    Guten Abend, liebe Kerstin,

    so schön hast du bei mir kommentiert. Da werden so viele Erinnerungen wach, die mir fast ein wenig schwer ums Herz werden lassen. Hab auch kurz geantwortet. Leider hab ich nicht immer die Zeit dazu, vorallem jetzt vor Weihnachten nicht. Wie es sich halt ergibt.

    Ja, ich glaube, dieses Vollstellen von Schränken und Regalen, das ist heute nicht mehr in. Da fehlt ja auch die Zeit, dies sauber zu halten. Ich müsste auch dringendst mal Tabula rasa machen, aber noch bring ich es nicht übers Herz.

    Glassachen hatte ich allerdings nie viele. Dafür hab ich immer noch diese Kinder-Senfgläser mit Motiv, aus denen meine Enkel immer noch gern trinken.

    Nun, der 2. Advent steht bald vor der Tür. Welcher Raum kommt dann an die Reihe … lach.

    Ein lieber Abendgruß
    Andrea

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 2nd, 2014 20:59:

    Ich hätte gern mal eine moderne, kleine Schrankwand. Unmöglich bei den Mengen, die wir jetzt untergebracht haben. Wenn ich bei den jungen Leuten im Wohnzimmer stehe und sehe, wie schick und gemütlich man sich einrichten kann, dann könnte ich sofort alles rausschmeißen bei mir. Aber alles kann man nicht haben, da reichen die Finanzen nicht. Also muss ich noch ein paar Jahre leben mit dem DDR-Anhängsel :mrgreen:

    [Antwort]

  7. katerchen:

    Kerstin manchmal soll man solche Aktionen machen..mülle hier auch EINIGES weg..aber gleich für IMMER..
    denn was du auf den Boden geschleppt hast,wirst du sicher auch bald vergessen haben 🙁 und BRAUCHEN/NUTZEN..sicher auch NIE.

    LG vom katerchen

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 3rd, 2014 13:51:

    Auf den Boden kommen einfache Trinkgläser, da braucht man immer mal Reserve. Ich habe auf dem Boden sogar noch Geschirr von meiner Oma. Wegschmeißen will es keiner, aber haben will es auch keiner. Sollte mal in der Familie eine Hochzeit stattfinden, dann habe ich viel zum Poltern 🙂

    [Antwort]

  8. Maria:

    Liebe Kerstin, guten Morgen 🙂

    ui, das ist ja eine riesige Schrankwand bei dir, und da kann ich mir gut vorstellen, dass das eine ganze Menge Arbeit war, bis du alles aussortiert hattest, und natürlich vorsichtig, Glas ist ja so heikel.

    Ja, an manchen Tagen packt es einen einfach, und dann muss man loslegen, egal ob eigentlich Besinnlichkeit „angesagt ist“, oder nicht. Und nachher ist es ein richtig gutes Gefühl 🙂

    Ich hab mal ein Zimmer gefliest über die Weihnachtsfeiertage .. 🙂 Hatte jede Menge Zeit, und war motiviert, und das war das Entscheidende.

    Ganz liebe Grüße zu dir,
    Maria, die auch gern den Winter gegen Sonne und Wärme tauschen würde 😉

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 3rd, 2014 13:54:

    Zu DDR-Zeiten musste man nehmen, was grad im Angebot war. Schrankwände waren da eigentlich immer sehr groß, unsere geht eben noch um die Ecke. Aber es sind viele Freiflächen dabei, wo man nur Deko hinstellt. Nun aber ist aufgeräumt bis auf die Koch- und sonstigen Bücher. Das Fach werde ich mir auch noch vornehmen, aber nicht jetzt.
    Du hast gefliest? Ganz allein oder mit Deinem Mann zusammen? Wir haben vor paar Jahren nach Weihnachten die Küche auseinander genommen, neue Spüle eingebaut. Da herrschte Chaos an Silvester. Das mache ich aber nicht mehr.
    Hier ist es grau und kalt, aber wir drehen jetzt unsere Mittagsrunde. Werde gleich mal in den Stadtpark fahren. Da stehen an der Straße Container, so kann ich gleich Glas entsorgen 🙂

    [Antwort]

  9. stellinger:

    Liebe Kerstin,

    stopf Du nur emsig hinein, was noch reinpasst.
    So lange sich die Schranktüren noch einigermaßen schließen lassen, ist der Schrank noch nicht voll. Zur Not nimmst Du die Faust. 😉

    Liebe Grüße
    I & J

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 3rd, 2014 19:14:

    Haha – so ging es mir manchmal im Kleiderschrank. Vor allem die dicken gestrickten Pullover nahmen viel Platz weg. Stopfen, Schieben und Quetschen war angesagt 🙂
    Aber die Schrankwand ist jetzt aufgeräumt, ausgemistet, schaut gut aus. Nur die Bücher müssen noch umsortiert werden, das Teil schaut noch schrecklich aus.
    Liebe Grüße zu euch.

    [Antwort]

  10. Klaus:

    Liebe Kerstin, du fleißiges Lieschen, mache es gut, Klaus

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 3rd, 2014 19:15:

    Das klingt gut Klaus, danke.

    [Antwort]

  11. buchstabenwiese:

    Na so kann man natürlich auch den ersten Advent verbringen, liebe Kerstin. *lach*

    Was gemacht werden muss, muss gemacht werden. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 3rd, 2014 19:16:

    Jetzt fühle ich mich wohl, richtig schön Luft ist geworden. Mein Mann wird sagen: da kannst du wieder Neues kaufen :mrreen:

    [Antwort]

  12. Soni:

    Räumen muss manchmal sein und meist packt einen dann die Umräumwut, wenn man etwas aufräumen will und es keinen Platz mehr hat 🙂

    LG Soni

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 3rd, 2014 19:19:

    Genau! So geht es mir oft in der Küche. Wenn alle Schüsseln oder Dosen, die sonst im Kühlschrank stehen, aufgewaschen sind, dann passen sie nicht mehr in den Schrank. Wenn man aber mal eine bestimmte Größe Dose oder Schüssel braucht, dann ist grad alles im Aufwasch.

    [Antwort]

  13. minibar:

    Was ich alles abgegeben habe durch unseren Umzug, kaum zu glauben. Aber es sind 50 qm weniger. Und wir haben keinen Keller, nur so eine Laube.
    Erst dachte ich, das kann ich nicht, doch es ging erstaunlich leicht, sich von lieb gewordenen Sachen zu trennen.
    Nun bin ich heilfroh, das wir nicht mehr so viel Zeugs haben.
    deine Bärbel

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 4th, 2014 08:59:

    Ich bin froh, diese Aufräumerei erledigt zu haben. Der Rest kommt später noch dran. Nun fühle ich mich wohl, alles ist aufgeräumt.

    [Antwort]

  14. cane:

    Das hört sich ganz nach meinen Aufräumaktionen an 🙂 Jedes Mal, wenn ich „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ – ich meine, dass es so heißt – aus dem Regal zerre und lese, verwandelt sich mein Bereich. Alles, was ich nicht mehr brauche fliegt raus. Rigoros. Inzwischen könnte ich, abgesehen von Möbeln und meinen Büchern, bequem in einem Kombi umziehen…
    Komischerweise fühle ich mich nach einer solchen Aus(f)räumaktion innerlich befreit. Der ganze „Müll“ ist hinfort und schafft Platz für mehr Raum.
    Ich wünsche Dir gutes Gelingen bei Deiner nächsten Aufräumaktion 🙂

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 7th, 2014 15:38:

    Du hast es richtig ausgedrückt: ich fühle mich befreit. Und so soll es auch bleiben. Sohnemanns Freundin hat heut festgestellt, dass sie den gleichen Tischläufer und Decke gekauft hat wie ich. Da haben wir beide den selben natürlichen Geschmack 🙂

    [Antwort]

  15. Anna-Lena:

    Mein Mann hat vor wenigen Wochen das Wohnzimmer renoviert und Laminat gelegt. Bei mir sah es ähnlich aus, alles musste ein- und wieder ausgepackt werden und dabei habe ich auch gründlich entsorgt. Irgendwann packt es einen und dann gründlich!!

    LG und einen schönen 2. Advent,
    Anna-Lena

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 7th, 2014 15:41:

    Man soll es auch nutzen, wenn die Lust kommt bzw. wenn es einen packt! Wenn ich keine Lust habe, dann wird auch nichts. Mit Elan muss man rangehen können.

    [Antwort]

  16. Ernst Blumenstein:

    von wegen aus- und aufräumen *lach*. Auch ich muss heute meinen chaotischen Schreibtisch und mein Regal im Esszimmer aufräumen.

    Morgen haben wir Wildessen mit meiner ganzen Familie, der Schwiegersohn ist Jäger, so gibt es Rehkeule, Wildschwein, Knöpfle, Rotkraut mit Maronni, Birnen Dessert etc.
    Liebe Grüsse Ernst

    [Antwort]

    Kerstin Antwort vom Dezember 7th, 2014 15:43:

    Unser Sohn Nr. 2 ja auch. Aber langsam gerät der Weihnachtsbraten in Gefahr, denn er kommt nicht zum Jagen. Reserven in der Tiefkühltruhe sind aufgebraucht. Aber vielleicht wird es doch noch was.
    Lecker klingt es, was Du schreibst lieber Ernst.

    [Antwort]

  17. Frau Fröhlich:

    Uih, da hast du dir aber Mühe gemacht. Aber ich kenne das … wenn einen die Wut packt, muss man das ausnutzen 😉 Und hinterher ist man ja auch froh was geschafft zu haben 🙂

    LG Frauke

    [Antwort]

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