Träumerle

Der Blog zur Aue

Tag: Krank

Besserung

Vielen Dank für all eure guten Wünsche, ich habe mich über jeden einzelnen Kommentar gefreut.
Langsam geht es mir besser, die Schmerzen sind erträglich geworden. Ich kann schon wieder durch die Wohnung schleichen, wenn auch noch leicht gekrümmt.
Meine Mam kommt jeden Tag und führt Johnny aus, abends wechselt sich dann meine Familie ab.

Mit den letzten Aufnahmen von Anfang November wünsche ich euch ein sonniges und erholsames Wochenende. Es werden wohl noch einige Tage vergehen, ehe ich wieder in die Aue komme.

November 01

November 02

Außer Gefecht

Schock am Morgen, es hat mich erwischt. Der Rücken. Habe wohl zuviel Fenster geputzt und Gartenarbeiten erledigt und nun habe ich heut früh die Quittung erhalten.
Nichts ging mehr, die Schmerzen zwangen mich in die Knie. Was tun? Mein größtes Glück ist, dass Sohnemann Martin heut Urlaub hat und für mich da ist. Die Hunderunde stand als erstes auf dem Plan.
Dann Anruf beim Hausarzt. Aber die Schwester meinte, der Arzt könne jetzt nicht weg aus der Sprechstunde und ich solle den Notarzt rufen.

Rettungssanitäter und Notarzt kamen. Ich saß am Schreibtisch und konnte mich nicht bewegen. Habe eine Infusion bekommen. Aber ins Krankenhaus habe ich mich nicht bringen lassen. Ich kenne die Ursache und weiß, was hilft. Nun tapse ich vorsichtig durch die Wohnung oder liege. So ein Mist aber auch. Martin hat morgen Geburtstag, wir feiern ein letztes Mal in unserer Wohnung. Ab nächstem Jahr haben sie dann ihre eigene komplette Wohnung zur Verfügung.

Ich ziehe mich erst mal zurück und versuche, bis Montag auf die Beine zu kommen. Ich muss, mein Chef geht in Urlaub und ich muss dringend in die Firma.

Verhextes Wochenende

Das Wochenende war verhext! Kann es Zeiten geben, in denen alles schief geht, einem alles aus der Hand fällt, alle möglichen Missgeschicke passieren? Passt wohl eher zu einem Freitag, den 13.

Los ging es am Sonnabend. Während mein Mann am Morgen Brötchen holte, saß ich am Küchentisch und bereitete das Frühstück vor. Da gab es einen lautstarken Knall aus Richtung Küchenschrank, auf dem die Getränkeflaschen stehen. Hä? :roll: Da hatte es einer Bierflasche den Boden abgesprengt, das Bier lief schäumend den Schrank entlang. Also schnell Tücher geschnappt und die Sauerei aufgewischt. Roch es eben beim Frühstück wie in einer Brauerei :mrgreen:

Am Sonntag sollte es beim Mittag als Kompott Granatapfel geben. Reif und saftig war er. Ich band mir sicherheitshalber meine Küchenschürze um, weil es bestimmt spritzen würde. Und was machen die Kerne des Apfels? Springen durch die Gegend und in meinen Ausschnitt. Hatte ein T-Shirt mit weißem Einsatz an. Also sofort ausgezogen und in kaltem Wasser eingeweicht. Ringsum galt es alles sauber zu wischen.

Im Küchen-Hängeschrank suchte ich nach einer Fertigsoße für die Schnitzel. Normalerweise mache ich keine Soße dazu, aber es sollte mal eine sein. Da fiel mir der Salzstreuer entgegen, der Deckel sprang ab und all das Salz verteilte sich auf den Schränken und dem Fußboden.

Alles schön aufgefegt. Schranktür wieder aufgemacht, um den Streuer wieder wegzuräumen. Springt mir das Glas Paprikagewürz entgegen, knallt auf den Teller, der da stand und – Teller kaputt :shock: Dabei war das ein Teller aus Kindertagen. Er steht als unterster – als Ersatzteller – im Küchenschrank, falls grad mal alle Teller in Gebrauch oder im Geschirrspüler sind. Und das war grad der Fall.

Teller01

Und nun weiß ich auch, warum ich in der Nacht zu Sonntag so schlecht geschlafen habe, mir so warm war. Gestern ging es mir am Abend dann nicht gut. Mir war heiß, mir war kalt. Schweißausbrüche und Gänsehaut wechselten sich ab. Ich war 19 Uhr so müde, dass ich kaum noch die Augen aufhalten konnte. Ich hatte etwas erhöhte Temperatur mit 37,9. Also Tablette nehmen und ab ins Bett. Da war es 20 Uhr.
Ich war bereit für süße Träume. Wenn, ja wenn es da nicht die lieben Nachbarn gäbe.
Da war nämlich Geburtstagsfeier angesagt. Ein Gast-Kind (sehr klein) hatte sich offenbar weh getan und weinte. Der Gast-Hund (sehr groß) bellte und Johnny antwortete vom Stubenfenster aus. Die Gäste (sehr viele) lachten und unterhielten sich.
Wie bitteschön sollte ich da einschlafen können?
Doch nach 21 Uhr kehrte langsam Ruhe ein und ich sank in den Schlaf.

Heut ging es mir nicht viel besser, wieder heißer Kopf und Husten, das Kratzen im Hals fing wieder an. Ich hatte vor 5 Wochen eine Erkältung, habe sie mit Medikamenten gut weg bekommen und bin nicht zum Arzt.
Doch heut Nachmittag bin ich doch hin. Die Lunge ist frei, nur in den Atemwegen hängt der Schleim fest. Also habe ich Antibiotika bekommen.

Ich werde jetzt mal ein kleines Päuschen einlegen. Ich bin so müde, gehe wieder zeitig ins Bett. Die nächsten Tage stehen einige Termine an und am Wochenende unternimmt unsere Firma anlässlich des bevorstehenden 20. Jubiläums einen 2-tägigen Ausflug in den Spreewald – mit Partnern.

Nun kurier ich mich erst mal aus und sage Tschüss bis zum Wiederlesen.

Tag 3 danach

Es geht noch immer auf und ab mit Johnny. Gestern Abend lief er wieder stundenlang durch die Wohnung, bis ich ihn endlich nach 23 Uhr dazu bewegen konnte, in seine Hütte zu kriechen und zu schlafen.
Heut war bisher ein guter Tag. Viel schlafen ist angesagt, das Fressen gibt es nur häppchenweise, an die frische Luft geht es nur wenige Minuten. Es funktioniert – vorläufig.

So schön schien die Sonne heut. Da ich jedoch ohne Kamera mit Johnny an den Rand der Aue bin (falls ich ihn doch tragen muss), gibt es ein Bild vom Oktober letzten Jahres. So schaut es jetzt hier aus.

Ich werde jetzt noch einen Apfelkuchen backen für morgen. Dann noch ein paar Meter laufen mit Johnny. Ich werde heut zeitig im Bett verschwinden, denn der gestrige Abend zehrte an meinen Nerven und ich habe schlecht geschlafen.
Habt noch einen sonnigen Sonnabend-Ausklang!

Tag 2 danach

Heut begann der Tag wunderbar. Johnny war fit, begrüßte mich am Bett, wollte mich abschlecken. Nach 15 Minuten an der frischen Luft gab es Frühstück. 1/3 seiner Tagesration als Nassfutter landete in seinem Napf und gierig in seinem Magen. Oh weh, das war wohl zuviel des Guten, denn es ging wieder los. Hecheln, Runden laufen. Na prima. Ob es zuviel aufs Mal war? Lieber winzige Portionen nach und nach geben war unsere Schlussfolgerung.
Er tamperte dann bis Mittag durch die Wohnung, aber er hechelte nicht mehr, ließ sich streicheln.
Dann endlich legte er sich schlafen und war anschließend wieder fit. Puh, aufatmen.
Draußen zerknabberte er dann in alter Manier Stöckchen, kläffte ein Müllauto an, flitzte durch den Garten, sprang aufs Sofa und schläft nun. Zwischendurch bekam er immer wieder nur wenige Stücken Trockenfutter. Nie zuviel auf einmal. Vielleicht hilft uns das weiter. Die nächste Ration Nassfutter am Abend werde ich ihm löffelweise geben, immer zwischendurch Pause einlegen.

Seine Schaumstoffhütte hat er heut ordentlich durchwühlt, mit seinem Spielzeug drin gekämpft. Ich konnte zum ersten Mal wieder richtig lachen. (Am Bauch könnt ihr die kahle Stelle vom Rasieren für den Ultraschall erkennen – und das, wo es doch nun kälter wird :shock: )

Nun wünsche ich euch ein ruhiges Wochenende. Danke nochmals für die vielen lieben Worte und Wünsche. Für uns selbst hoffe ich, dass wir zur Ruhe kommen und die Ursache des Leidens weiter eingrenzen können.
Hier zieht es sich gerade zu, soll auch regnen. Aber am Wochenende soll es wieder besser werden. Vielleicht können wir wenigstens einen kleinen Ausflug unternehmen, während Sohnemann Robert auf Johnny aufpasst.

Tag 1 danach

Man soll sich bekanntlich nie zu früh freuen, den Tag nicht vor dem Abend loben.
Doch ein klitzekleines Wunder ist heut geschehen: Johnny schlief die Nacht durch, nachdem er gestern Abend noch stundenlang wanderte. Heut war er den lieben langen Tag nur damit beschäftigt zu schlafen und zu fressen. Das ging im ständigen Wechsel. Zwischendurch brachte er mir sein Spielzeug und kläffte mich an. Auf der Mini-Runde vorm Haus suchte er sich Stöckchen zum Zerknabbern. Er bewegt sich noch etwas wackelig und schwach, doch heut war er das totale Gegenteil zu gestern. Kein Zittern, kein Hecheln, kein Runden laufen, lässt sich streicheln und wandert immer zwischen Körbchen und Schlafhütte hin und her zum Ruhen. Der Schwanz bleibt oben und wedelt :-) Er reagiert auch wieder, wenn er angesprochen wird, springt auf das Sofa und schaut zum Fenster raus. Alles etwas wacklig, aber es geht. Ich vermeide es, ihn am Hinterteil zu berühren, will ihn vorläufig in Ruhe lassen. Er soll spüren, dass wir ihm nichts tun und er sich erholen kann.
Ich denke, wir werden eine ruhige Nacht haben und morgen sehen wir wieder weiter.

Sorgenkind Johnny

Er ist wieder daheim. Nun kann ich berichten, wie es ihm ergangen ist in den letzten Tagen. Mit wenigen Worten ist es nicht getan, aber ich versuche mich kurz zu fassen.

Am Montag ging es ihm früh so miserabel, dass ich zu unserer Tierärztin bin. Er hat eine Schmerzspritze bekommen, 13 Uhr bekamen wir einen Termin in einer anderen Tierarztpraxis in der Nähe, die über mehr Technik verfügt. Vorgesehen war nur Ultraschall, von dem ich mir Klärung erhoffte. Wir mussten Johnny leider da lassen.
In den nächsten 2 Tagen folgte das volle Programm: Röntgen, Ultraschall, Röntgen mit Kontrastmittel im Futter, große Blutuntersuchung, Urinuntersuchung, Untersuchungen der Beweglichkeit (Wirbelsäule, Gliedmaßen).
Ergebnis: nichts, nichts, nichts! Keine Auffälligkeiten beim Röntgen und Ultraschall, alle Blutwerte (wurden eingeschickt in ein Labor) bestens, keine Anzeichen für einen Fremdkörper, keine erkennbaren Entzündungen, keine Gase wie letztens, keine Auffälligkeiten am Magen, Prostata, Leber, Nieren, sonstwas.

Nach Abklingen des Schmerzmittels traten die typischen Symptome wieder auf: Runden laufen, hecheln, Schwanz nach unten, teilnahmsloser Blick. Wieder wurde geröntgt, Ultraschall vorgenommen, abgetastet. Bei der Untersuchung mussten sie ihm einen Maulkorb anlegen, da er sich wehrte. Er hatte Schmerzen im hinteren Beckenbereich. Dies könnte ein Defekt an den Wirbeln sein.
Die schlimmste Diagnose ist ein Hirntumor.
Uns wurde ein CT angeboten, das jedoch lehnten wir ab. Hat er einen Tumor, so können wir ihm nicht mehr helfen und müssen Prioritäten setzen. Ist es die Wirbelsäule, würde uns die OP mit CT zusammen ca. 1.000 Euro kosten.
Er wurde zum Beobachten eine Treppe rauf und runter geschickt. Da und auch nach den kleinen Runden im Gelände konnten wir erkennen, dass er langsamer wurde, die Treppe schlecht hoch kam, das rechte Hinterbein wollte nicht so richtig.

Die dritte Möglichkeit ist eine Futterunverträglichkeit. Wir haben wieder Spezialfutter bekommen und werden nun das Ausschlussverfahren versuchen.

Wir haben ihn nun also heut Mittag mit nach Hause genommen, sollen keine Schmerzmittel verabreichen und beobachten. Morgen sollen wir den Arzt über seinen Zustand informieren.
Er hat sich auf sein Futter gestürzt, wir sind wenige Meter vor dem Haus gelaufen, dann schlief er 2 Stunden. Stand auf, hat ein wenig gefressen, ist wieder Runden gelaufen mit Schwanz nach unten, hat sich wieder vorsichtig hingelegt.

Und nun heißt es wieder einfach warten und beobachten. Ich kann nicht sagen, wie es weiter geht. Ist es eine Allergie gegen bestimmtes Futter (oder beigemengte Zutaten), so wäre dies kein Problem für die Zukunft.
Verhält er sich weiter so, werden wir als nächstes – in Absprache mit unserer Tierärztin – Schmerzmittel gegen eine eventuelle Entzündung im Wirbelbereich verabreichen. Wir können auch damit umgehen, ihm für den Rest seines Lebens Schmerzmittel zu geben. Menschen mit chronischen Schmerzen, welcher Art auch immer, müssen auch Medikamente nehmen.
Hilft auch das nichts, müssen wir der Realität leider ins Auge sehen und vom Schlimmsten ausgehen. Wir werden ihn nicht leiden lassen, aber irgendwann wird eine Entscheidung fallen müssen.

Eine letzte Möglichkeit wäre noch immer ein Fremdkörper, der auf Röntgen- und Ultraschallaufnahmen nicht zu sehen ist.

Mehr kann ich momentan nicht berichten. Die nächsten Tage wird es hier still werden. Statt zu bloggen werde ich bei ihm sein, mich mit ihm beschäftigen. Da große Runden ausfallen, werde ich ihn öfter kurz vors Haus bringen, ein wenig hin und her laufen, bis er seine Geschäfte erledigt hat. Wir bleiben in Kontakt mit unserer Tierärztin. Gestern Abend hatten wir noch ein langes Gespräch mit ihr, bevor wir heut in die andere Praxis gefahren sind. Wir wollten ihre Meinung hören.

Also: ich werde zwischendurch berichten, wie es ihm geht. Vielen Dank für all eure guten Wünsche, vielleicht geschieht ja doch noch ein kleines Wunder.

Rätsel und Entscheidungen

Sind von der Tierärztin zurück. Johnny wurde wieder ruhig gestellt und geröntgt. Diesmal haben wir aber die Gegenspritze setzen lassen, damit er gleich wieder zu sich kommt und nicht erst in Stunden.
Nachdem er heut schlecht laufen wollte, aufs Sofa nicht mehr hoch kam, bestand der Verdacht auf Gelenk- oder Knochenprobleme.

Die Röntgenaufnahmen geben wieder Rätsel auf. Also, ein ca. 1,5 cm großer “Knubbel” – rund – sitzt noch immer im Darm fest und ist nicht gewandert. Zudem hat er extrem viele Gase im Darm, die die Ursache für Darmkrämpfe sein können. Der Knubbel ist weich, lässt sich zusammen drücken, die Ärztin kann ihn gut ertasten. Was ist das? Entweder er hat was Weiches verschluckt oder es hat sich was eingekapselt. Kann Wolle sein oder Gras, das sich aufgerollt hat und nicht rutschen will.
Die Wirbelsäule ist in Ordnung, alle Gliedmaßen sind symetrisch, keine Abweichungen, keine Entzündungen, nichts Auffälliges. Da auch alle Blutwerte bestens sind, kann es kein Geschwür sein.

Zur Debatte stehen nun Ultraschall, aber davon geht der Knubbel auch nicht weg. Müsste also sowieso operiert werden. Oder wir lassen ihn operieren, der Darm wird untersucht, der Knubbel entfernt. Nach 10 Tagen dann Fäden ziehen. Für diese Variante werden wir uns entscheiden, zumal die OP hier durchgeführt wird und wir nicht extra in eine Tierklinik müssen.
Was wir aber vorher probieren werden: 3 Tage lang nur Brühe geben oder Reisschleim, Dünnes. Sollten die Blähungen dadurch verschwinden und er beschwerdefrei sein, so waren die Gase die Ursache. Den Knubbel können wir dann immer noch beobachten.
Sollten die Schmerzen bleiben, wird er nächste Woche operiert.

Nun muss ich den Kopf erst mal wieder frei bekommen. Für den Notfall haben wir noch eine Schmerzspritze, die wir ihm jederzeit geben können, um über die Nacht zu kommen.
Ich werde euch weiter informieren. Vielen Dank fürs Daumen drücken immer noch! Etwas beruhigt bin ich erst mal, dass es nichts Organisches ist.

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