Träumerle

Der Blog zur Aue

Archiv: Mai 2010

Das „Neue Lager“ – Teil 1

Heute starte ich mit euch einen Rundgang durch das „Neue Lager“ von Königsbrück. Stück für Stück zeige ich euch die alten Gebäude und erkläre einige Dinge.

Königsbrück war Garnisonsstadt und eng mit dem Militärleben in den Kasernen verbunden. Auf dem Übungsplatz wurden die Soldaten ausgebildet und von hier aus in den Krieg geschickt.
Nach 1945 übenahm die Besatzungsmacht der Sowjetunion die Militäranlagen, 1992 zogen die Streitkräfte aus Königsbrück ab, 1994 auch aus dem gesamten Teil der ehemaligen DDR. Damit fand die Geschichte der Stadt als Garnisonsstadt ihr Ende. Nur das Flugmedizinische Institut übernahm die Bundeswehr von der NVA.

Neben dem „Alten Lager“ (erstmalige Nutzung 1893, es ist nur noch ein Gebäude übrig und darin befinden sich die Tourist-Information und eine Miniatur-Ausstellung) und der Prinz-Georg-Kaserne (erbaut 1895, es sind noch Gebäude da, aber kein Zutritt möglich) wurde am Stadtrand 1907 das „Neue Lager“ errichtet – mit einer Größe von zum Schluss ca. 8.000 Hektar. Dafür mussten mehrere Dörfer ausgesiedelt werden. Seit 1996 wird dieser Truppenübungsplatz als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Ich beginne am Haupteingang. Gegenüber befindet sich ein letztes altes Gebäude – es war früher ein Cafe´. Alle anderen Häuser wurden renoviert.

                        

Im Eingangsbereich des „Neuen Lager“ befanden sich die Wache und das Postamt. An der Informationstafel habe ich die alten Aufnahmen fotografiert, so könnt ihr sehen wie es einmal aussah.


Und nun die heutigen Ansichten:


Hier findet man auch folgende Gedenktafeln:

Von hier aus kann man auf allen Wegen das Lager erkunden. Zäune und Absperrungen verhindern den Zutritt zu den nicht freigegebenen Wegen und Gebäuden. Das ist schade, aber Sicherheit geht vor.
Wir kommen zum Offizierskasino, bis zum neu errichteten Solarpark, zum Grünmetzsee (hab ich schon vorgestellt), vorbei am Bunker, wo die Sprengköpfe für Atomraketen gelagert wurden, zum Kriegsgefangenenfriedhof und zum Aussichtsturm. Ihr könnt euch nicht verlaufen, wenn ihr den Wegweisern folgt.

In alle Richtungen führen die Wege, vieles verwildert und wächst zu. Zu dieser Jahreszeit sieht es besonders schön aus mit all dem Grün.

Dies war der Anfang und ein kleiner Einblick in die Vorgeschichte. Wenn ihr Interesse habt, schaut morgen wieder rein. Es gibt viel zu entdecken.

Rezept fürs Wochenende

Was schon wieder kochen am Wochenende? Immer freitags die gleiche Frage. Manchmal muss es schnell gehen, ist keine Zeit für umfangreiche Zubereitungen. Dieses italieniesche Rezept geht schnell und schmeckt lecker.

Zutaten (für 4 Personen):
– 500 g Penne
– 3 Dosen Thunfisch im eigenen Saft
– 2 Päckchen Mozzarella
– 1 Packg. gefrostete Kräuter (italienische oder auch gemischte) – ich nehme auch gern frische Petersilie und Basilikum
– Olivenöl
– 1 Zehe Knoblauch
– Salz und Pfeffer

Den Thunfisch gut abtropfen lassen. In einer Schüssel mit gehacktem Knoblauch, Kräutern und ca. 3 EL Olivenöl vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Mozzarella würfeln.

                        

Die Nudeln kochen und abschütten. In einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Die Nudeln in die Pfanne geben, darüber den Thunfisch und den Mozzarella. Mit Deckel so lange erwärmen, bis der Käse anfängt zu schmelzen.

                        

Schon fertig! Ich wünsche Guten Appetit!

                        

Habt einen guten Start ins Wochenende. Ich war am Mittwoch auf  Tour im ehemaligen „Neuen Lager“ der Sowjetarmee. Die Bilder gibt es dann nächste Woche Stück für Stück.

Mein Donnerstag-Foto Nr. 3

Heut zeige ich einen Wandteller, den ich seit 21 Jahren in meiner Küche hängen habe. Wir haben ihn geerbt. Den Spruch habe ich täglich vor Augen – man sollte ihn wirklich beherzigen.

Ich wasche ihn immer ganz vorsichtig auf, damit er mir nicht aus der Hand rutscht und kaputt geht. Ich hoffe, ich kann ihn eines Tages weiter vererben und meine Jungs haben ihn dann zur Erinnerung an mich in ihrer Küche hängen.

Weltuntergang

herrschte bei uns am Pfingstmontag. Regen, Sturm und Hagel haben im gesamten Kreis Spuren der Verwüstung gezogen, Bäume wurden entwurzelt und Straßen mussten gesperrt werden. Sogar einen Tornado gab es im Umfeld.
Persönlich wurden wir zum Glück nicht getroffen, nur in der Aue sind die Bäche randvoll und treten über die Ufer.
Der Garten ist nun reichlich gewässert, so dass doch endlich mal wieder schöneres Wetter aufziehen könnte. Meine Mohnblumen werden sich sicher bald öffnen, die Pusteblumen sind kleine kümmerliche Restgebilde.

Der „stille Beobachter“ hat seine Position gewechselt, hab ihn dennoch entdeckt.

                        

Habt einen schönen Mittwoch, morgen ist bei Follygirl wieder das Donnerstags-Foto fällig!

DJ Bobo

Am Freitag war es also soweit. Mit Freunden fuhren wir zum Konzert von DJ Bobo nach Dresden in die Freiberger Arena (Eissporthalle). In einer ausverkauften Halle bot sich uns ein fast 2-stündiges Programm der Superlative. DJ Bobo ist bekannt für seine außergewöhnlichen und fantasievollen Bühnenkulissen. Dieses Mal stand seine Show unter dem Motto „Fantasy“, das Bühnenbild zeigte einen Buddha: 14 m hoch, 18 m breit, 15 m tief, die höchste Musikerposition befand sich auf 10 m. Der Gigant öffnete während der Show sogar die Augen.

Von der Idee bis zum ersten Aufbau der Bühne dauerte es 15 Monate. Die Bühne besteht aus über 20.000 Einzelteilen, rund 18,5 Tonnen Stahl und 400 Kubikmetern Styropor.
Wir wurden von der ersten Minute an mitgerissen, durch das viele Feuer kamen wir auch reichlich ins Schwitzen. Die Hände brannten vom vielen Mitklatschen, die Arme schmerzten am nächsten Tag – aber es hat Spaß gemacht.


Aus ca. 50 m Entfernung wurde durch DJ Bobo über das Publikum hinweg ein brennender Pfeil abgeschossen – Ziel getroffen, es gab keine Verletzten 😆

Durch eine der Tänzerinnen wurde ein Bändertanz vorgeführt. Die Bilder sind nicht alle deutlich geworden, aber bei dem vielen Licht und Feuer war das auch nicht einfach.

Ein weiterer Höhepunkt war der Gastauftritt der „Surfdrummers“ aus der Schweiz. Das Publikum war begeistert.

Wer die Konzerte kennt weiß, dass es gegen Ende der Show reichlich Feuer gibt – es wurde ziemlich heiß.

Mit einem Konfettiregen wurden wir verabschiedet – für ein paar Minuten, denn eine Zugabe gibt es immer.

In zwei Jahren kommt er wieder – das hat er bereits verkündet. Dann hat er sein 20-jähriges Bühnenjubiläum – ich werde sicher dabei sein.

Moritzburg – Teil 3: Das Wildgehege

Am Ortsausgang von Moritzburg – mitten im Grünen – liegt das Wildgehege. Hunde dürfen an der Leine mit hinein.
Die Bambis haben ein riesiges Areal.

Wenn ich die Hängebauchschweine sehe, fühl ich mich irgendwie schlank 🙂

Auf dieser Riesenbank könnten wir alle Platz nehmen.

Das Wolfsgehege war neu gestaltet, Johnny durfte nicht mit auf die Plattform. Er hat natürlich gequietscht, die Wölfe haben sogar bei ihrem Rundgang angehalten und gehorcht.

Dann ging es ab zu den Wildschweinen, das hat vielleicht gestunken – diese alte Brühe! Die Schweine rannten am Zaun entlang, da erwachte in Johnny der Jagdinstinkt. Er hat gezogen und gezerrt und gejault – er hätte gar zu gern gejagd, aber das wäre für ihn nicht gut ausgegangen.

Dann gab es neben Eule und Uhu, Elch und Fuchs, Meerschweinchen und Ottern auch noch diese Nutrias. Zwischen den Steinen hatten sich sogar Mäuschen versteckt. Und die beiden rechts haben nicht geturtelt, sondern geknurrt und einen kleinen Kampf ausgetragen.

Damit endete unser Ausflug. Wir sind noch im Ort in ein Restaurant eingekehrt und haben den Hunger gestillt.
Johnny war anschließend für den Rest des Tages scheintot: Fressen, Saufen und dann Schlafen bis zum Morgen. Nach einer kurzen Runde hat er weiter geschnarcht bis zum Nachmittag, dann erst war er wieder fit.

Heut Abend sind wir in Dresden zum Konzert von DJ Bobo. Habt einen guten Tag – ein schönes langes Wochenende wartet auf uns.

Mein Donnerstag-Foto

Bei Follygirl hab ich gestern zum Glück gelesen, dass heut schon wieder das Donnerstag-Foto fällig ist.
Heut beschäftigt mich die Heimkehr der zwei befreiten kleinen Mädchen aus Jemen. Sie stammen hier aus unserer Region – Kreis Bautzen. Das ist so schlimm, die Bilder werden mir nicht so schnell aus dem Kopf gehen. Ich denke an meine eigene Kindheit, da fällt mein Blick ständig auf meinen Teddybären. Ich hab im Wohnzimmer einen uralten – über 100  Jahre alten – Puppenwagen stehen und darin sitzt mein Teddy. Ich hab ihn zu meinem 1. Geburtstag bekommen. Ihn werde ich nie hergeben oder verkaufen, der bleibt MEINE.

                       

Moritzburg – Teil 2: Das Fasanenschlösschen

Vom Schloss Moritzburg aus wanderten wir Richtung Fasanenschlösschen – ca. 1.600 Meter.   
Im Jahr 1728 entstand unter August dem Starken eine Fasanerieanlage zur Zucht von Jagdfasanen. Der Urenkel von August dem Starken – Kurfürst Friedrich August der III. – ließ zwischen 1770 und 1776 das Fasanenschlösschen errichten.

Vom Wasserbecken mit seinem herrlichen Brunnen führt ein Wassergraben in direkter Linie Richtung Jagdschloss. Das muss früher so herrlich ausgesehen haben. Leider kann man diese Schönheit heut nur noch erahnen.



Im Innern des Schlösschens kann man die einzelnen kleinen Zimmer betrachten und präparierte Vögel.

                        

In den Jahren 1775/76 wurde hinter dem Schlösschen die Mole mit Leuchtturm angelegt. Sie diente als Kulisse beim Befahren des Großteiches mit Fregatte oder Gondeln.

Von hier aus liefen wir zum Parkplatz zurück und fuhren zum Wildgehege, welches sich gleich hinter dem Ortsausgang befindet. Diese Bilder zeige ich euch morgen.

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